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Defying Gravity

von Michael Krause · 2017-10-30 · aktualisiert 2026-10-01

Antwort

Defying Gravity ist das siebte Studioalbum der Hardrock-Band Mr. Big in Originalbesetzung mit elf Songs, aufgenommen innerhalb von sechs Tagen. Die Rezension vom 30. Oktober 2017 nennt es solide Mittelklasse: Eric Martin ragt heraus, doch kein Song reißt wirklich mit, und die Stücke klingen unfertig und nach Demo statt nach gut produziertem Hardrock.

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SOLIDE MITTELKLASSE - NICHT WENIGER, ABER AUCH NICHT MEHR!

Über die Band

Billy Sheeran, der ehemalige Bassist von David Lee Roth, beschloss 1989 eigene Wege zu gehen. Mit Paul Gilbert (Gitarre), Pat Toprey (Schlagzeug) und Eric Martin (Gesang) gründete er in Los Angeles die Band Mr. Big. Das selbstbetitelte Debüt fand noch relativ wenig Beachtung. Das änderte sich zwei Jahre später mit dem Album „Lean Into It„ und der Single „To Be With You„, die in den USA und in Deutschland auf Platz 1 der Charts kletterte. An diesem Erfolg konnte die Band nicht mehr anknüpfen und löste sich daher 1999 auf. Anfang 2009 gab die Band ihre Reunion bekannt und brachte ein Jahr später das Album „What if …„ heraus.

Das Album im Überblick

Für das neue, mittlerweile siebte Studioalbum in Originalbesetzung, erinnerte man sich an frühere Zeiten. Daher wurde Kevin Elson als Produzent verpflichtet, der seinerzeit auch „Lean Into It„ produzierte. Roh, unverbraucht und trotzdem wie Mr. Big sollte das neue Werk klingen.

Doch anstatt lange an den Songs zu feilen, waren die Aufnahmen innerhalb von sechs Tagen im Kasten. Ich finde, das hört man auch. „Defying Gravity„ ist sicherlich kein schlechtes Album und bietet dem geneigten Hörer auch alle bekannten Trademarks, doch trotz mehrfachem Hören konnte mich kein Song wirklich mitreißen.

Vereinzelt gibt es Songs, die im Ansatz gut sind. „Everybody Needs A Little Troubleshooting„ hat ein eingängiges Riff, „1992„ hat etwas Ohrwurmcharakter und „She All Coming Back To Me Now„ hat Gitarrenläufe, die überzeugen können. Allerdings klingen alle Songs irgendwie unfertig und eher nach Demo, als nach wirklich gut produziertem Hardrock.

Eine Bank ist und bleibt Eric Martin. Der Mann, der zuletzt auch mit Tobias Sammets Projekt Avantasia on the road war, kann den Songs durchaus Profil geben, doch auch er kann letztlich nicht verhindern, dass die Songs im Mittelmaß versinken.

Trackliste

01 - Open Your Eyes 02 - Defying Gravity 03 - Everybody Needs A Little Trouble 04 - Damn I‘m In Love Again 05 - Mean To Me 06 - Nothing Bad (Bout Feeling Good) 07 - Forever And Back 08 - She‘s All Coming Back To Me Now 09 - 1992 10 - Nothing At All 11 - Be Kind

Fazit: Lohnt sich Defying Gravity?

Ganz ehrlich, der große Wurf ist „Defying Gravity„ nicht geworden. Vielmehr reihen Mr. Big bekannte Songstrukturen und Riffs aneinander, ohne dabei Songs zu schaffen, die den Hörer packen oder ihn überraschen. Gute Ansätze wie bei „1992„ oder „She‘s All Coming Back To Me Now„ kommen eben nicht darüber hinaus. Einzig Eric Martin ragt etwas heraus, kann aber letztlich auch nicht verhindern, dass es hier bestenfalls solide Hausmannskost gibt.

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