Die Stadt und die Macht

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Action
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  • Humor
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  • Erotik
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  • Anspruch
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

TOLLE SERIENUNTERHALTUNG MADE IN GERMANY!

Inhalt:
Die Berliner Anwältin Susanne Kröhmer sorgt für Schlagzeilen mit einem Resozialiserungsprogramm, das jugendlichen Straftätern die Wiedereingliederung in die Gesellschaft ermöglichen soll. Gleichzeitig ist sie Mitglieder in der CDP, die in Berlin an einer großen Koalition beteiligt ist. Susannes Vater ist der Fraktionsvorsitzende der Partei und ein wenig überrascht, als Susanne sich als Kandidatin für die kommende Bürgermeisterwahl aufstellen lässt. Ihr Kontrahent ist Manfred Degenhardt von der SDP, der seit zehn Jahren Bürgermeister und zudem ein enger Freund ihres Vaters ist. Zusammen mit dem Wahlkampfmanager Georg Lassnitz geht Susanne das scheinbar aussichtslose Unternehmen an. Als dann auch noch ein Jugendfreund von Susanne Selbstmord begeht, stellt sich recht schnell die Frage, ob die Berliner Politik in einen großen Skandal verwickelt ist.

Hauptdarsteller:
ist Susanne Kröhmer
ist Karl-Heinz Kröhmer
Burghart Klaußner ist Manfred Degenhardt
ist Georg Lassnitz
Carlo Ljubek ist Alex Moravek
Stephan Kampwirth ist Maik Burmeister
Renate Krößner ist Brigitte Kröhmer
Jürgen Heinrich ist Frank Griebnitz

Episodenübersicht:
01 – Freier Fall
02 – Klartext
03 – Verraten
04 – Am Scheideweg
05 – Familienbande
06 – Alles was ich bin

Produktinformationen:
2 DVD’s
Laufzeit: 270 Minuten
Sprache: Deutsch
Ton, Bild, Farbe: Dolby Digital 2.0 und 5.1, 16:9 – 1.77:1, PAL
FSK: ab 12 Jahren

Fazit:
Die ambitionierte Miniserie von Regisseur , der mit „“ bereits ein Highlight deutscher Serienkultur vorgelegt hat, wurde als deutsches Gegenstück zu erfolgreichen internationalen Serien wie „“ oder „“ angekündigt. Leider konnte die ARD-Serie im letzten Jahr keine großen Erfolge feiern, brach die Quote doch schon nach der ersten Doppelfolge ein. Das ist im Prinzip auch nicht verwunderlich: In einem Land, in dem unzählige Quizshows mit den immer gleichen Moderatoren und Pseudoprominenten die guten Sendeplätze dominieren und in dem das Dschungelcamp Jahr für Jahr gute bis sehr gute Quoten holt, kann man kaum erwarten, dass eine Serie, in welcher der Zuschauer sein Gehirn zumindest einschalten muss, großen Anklang findet.

Leider ist dies ausgesprochen schade, denn „“ macht ganz viel richtig. Die Drehbuchautoren Annette Simon, Christoph Fromm und Martin Behnke haben einen vielschichtigen, spannenden und durchaus realitätsnahen Plot entwickelt, auch wenn man natürlich sagen muss: Die Serie soll und will in erster Linie unterhalten. Daher könnte man ankreiden, dass der Stoff für sechs Folgen fast zu vollgepackt ist, doch die Geschichte ist so gut durchdacht und spannend, dass alle Verwicklungen glaubhaft gelöst werden können. Familiäre Entwicklungen, politische Intrigen und eine Prise Thriller sorgen für beste Unterhaltung.

Dies ist auch den glänzend aufgelegten Darstellern zu verdanken. Da die Figuren allesamt recht komplex angelegt sind, muss es auch für die Schauspieler eine wahre Freude gewesen sein, die Figuren darzustellen. So kann Anna Loos in der Rolle der ambitionierten Politikerin durchaus überzeugen. Die eigentlichen Stars in diesem Cast, der durch die Bank sehr gut spielt, sind aber zwei Männer: Thomas Thieme brilliert als Anna Loos‘ Serienvater Karl-Heinz Kröhmer, der zwischen der Liebe zu seiner Tochter und den Schatten der Vergangenheit hin- und hergerissen ist. Und dann ist da noch Martin Brambach, der als Wahlkampfmanager Georg Lassnitz absolut preisverdächtig agiert. Allein wegen seiner Leistung lohnt es sich, die Serie anzuschauen.

Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass Deutschland mit Serien wie „Deutschland 83“ oder eben „Die Stadt und die Macht“ durchaus an das Format heranreicht, das viele Kritiker an internationalen Serien lieben und hier immer wieder anmahmen. Leider steht dem aber auch die Erkenntnis entgegen, dass diese Serien oft nicht die Quote bringen, die man erhofft oder erwartet. Daher wird es wohl eher mit weiteren Quizshows und dem Dschungelcamp weitergehen – leider.

 

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