Endless Forms Most Beautiful

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  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

NICHT DER GROßE WURF!

Die Band:

Seit vielen Jahren zählt die Band um Hauptkomponist und Mastermind zu den erfolgreichsten Metalbands aus Finnland. Ihre eigene Mischung aus klassischen Elementen, hartem Rock und Holopainens Liebe für bombastische Soundtracks haben der Band eine Mischung gegeben, die weltweit Charterfolge mit sich brachte. Ihren Durchbruch feierten 2004 mit dem Album „Once“ und dem Singlehit „Nemo“. Als Sängerin war damals noch Tarja Turunen dabei. Nach der erfolgreichen Once-Tour trennte sich die Band von Turunen und verpflichtete mit deren Nachfolgerin. Das erste Album mit Olzon „Dark Passion Play“ erhielt weltweit gute Kritiken und etablierte die Sängerin fest in der Band. Im Verlauf der letzten Welttournee wurde Anette Ozon dann durch Floor Jensen ersetzt.

Das Album:

Mit neuer Sängerin geht das Flaggschiff des Symphonic Metal jetzt an den Start. Zumal ich zumindest ein wenig skeptisch war, was Floor Jensen angeht, da ich schon ein großer Anhänger von Anette Olzon gewesen bin. Sei es drum.

Schon die erste Single „Élan“ hat mich schon nicht vom Hocker gerissen. Sicherlich haben Nightwish auch in der vergangenen Zeit immer wieder poppige Elemente verwendet, aber der Song war mir dann doch zu glatt und seicht.

Besserung erhoffte ich mir vom Album. Leider ist diese nur bedingt eingetreten. Wo die Finnen bei „Dark Passion Play“ die Bombastschraube fester anzogen und bei „Imaginearum“ dies verfeinerten und ein wenig experimentierten ist „Endless Forms Most Beautiful“ nur ein Aufguss bereits bekannter Songstrukturen.

Sicherlich hat das Konzeptalbum um die Theorien von Charles Darwin mit Songs wie „Shudder Before The Beautiful“ und „Weak  Fantasy“ sehr viel Wucht, doch klingen die Titel, wie schon unzählige Male gehört. Hinzu kommt, dass man verstärkt auf poppige Keltentöne im Stil der ersten Single setzt („My Walden“, „Edema Ruh“, Alpenglow) und diese eher störend sind, zumal auch hier nicht wirklich brillieren kann.

Dies gelingt der gesamten Band auch beim über zwanzig minütigen Schlussstück „The Greatest Show On Earth“ nur bedingt. Hier kommt Tuomas Holopainens große Liebe zur Filmmusik zum Tragen, nur das der Song bei weitem nicht so zündet wie seinerzeit „The Poet & The Pendulum“ (dem für mich bis heute bestem Song von Nightwish). Die Show schleppt sich schon mit einer sechsminütigen Eröffnung daher. Die folgenden Tempi- und Szenenwechsel (Tiergeräusche, Erzählerstimme) sorgen leider auch dafür, dass dieser Song keine echte Einheit ist.

Um es klar zu sagen: Floor Jansen macht einen durchaus guten Job, auch wenn mir Anette Olzon besser gefallen hat. Allerdings ist Frau Jansen nicht dafür verantwortlich, dass das Album nicht aus dem Mittelmaß herausragt. Dies liegt eher am Songmaterial, das verglichen mit den letzten beiden Alben deutlich abfällt.

Trackliste CD 1:

01 – Shudder Before The Beautiful

02 – Weak Fantasy

03 – Élan

04 – Yours Is An Empty Hope

05 – Our Decades In The Sun

06 – My Walden

07 – Endless Forms Most Beautiful

08 – Edema Ruh

09 – Alpenglow

10 – The Eyes Of Sharbat Gula

11 – The Greatest Show On Earth

Trackliste CD 2:

01 – Shudder Before The Beautiful (Instrumental)

02 – Weak Fantasy (Instrumental)

03 – Élan (Instrumental)

04 – Yours Is An Empty Hope (Instrumental)

05 – Our Decades In The Sun (Instrumental)

06 – My Walden (Instrumental)

07 – Endless Forms Most Beautiful (Instrumental)

08 – Edema Ruh (Instrumental)

09 – Alpenglow (Instrumental)

10 – The Eyes Of Sharbat Gula (Instrumental)

11 – The Greatest Show On Earth (Instrumental)

 

Fazit:

Mich hat „Endless Forms Most Beautiful“ leider enttäuscht. Viele poppige Töne und nichts wirklich Neues. Dies liegt aber nicht an Floor Jansen, die als neue Frontfrau ihre Sache nicht schlecht macht. Nach zuletzt zwei herausragenden Alben, ein eher enttäuschendes Werk der finnischen Rockband.

 

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