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Grey’s Anatomy - Staffel 1

4,5 von 5 Alle Rezensionen zu Grey’s Anatomy Redaktion · 2008-09-18 · aktualisiert 2026-07-28

Kurzfazit: Kurze, dichte Auftaktstaffel mit Figuren, die sofort funktionieren.

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Worum geht es in Grey’s Anatomy - Staffel 1?

Meredith Grey wird Assistenzärztin am Seattle Grace Hospital im ersten Jahr. Ihre Mutter ist eine weltbekannte Chirurgin. Der Druck auf Meredith ist entsprechend hoch. Nicht nur von außen, auch von ihr selbst. Doch ihre Mutter bekommt davon nichts mit. Denn sie leidet an Alzheimer und erkennt ihre Tochter nur noch selten. Am Abend vor ihrem ersten Arbeitstag im SGH geht Meredith in eine Bar. Dort wird sie von einem gutaussehenden Mann angesprochen, den sie mit nach Hause nimmt. Am nächsten Morgen ist ihr das sehr unangenehm und sie schickt den Mann nach Hause. Sie macht sich fertig und kommt gerade noch rechtzeitig zur Arbeit.

Das ist der Auftakt einer Serie, die seit 2005 läuft und in ihrer ersten Staffel noch überraschend klein anfängt: neun Folgen, ein Krankenhaus, fünf Berufsanfänger und die Frage, wer als Erster ans Skalpell darf.

Meredith Grey in Staffel 1

Meredith ist in dieser Staffel weniger Heldin als Beobachterin. Sie erzählt aus dem Off, kommentiert das eigene Chaos und wirkt dabei oft, als hätte sie sich diesen Beruf nicht ausgesucht, sondern geerbt. Ihre Mutter ist die Messlatte, an der sie sich misst, und der Alzheimer der Mutter nimmt ihr die Möglichkeit, das jemals zu klären. Genau daraus zieht die Figur ihre Fallhöhe.

Beruflich gehört Meredith nicht zu den Ehrgeizigsten im Jahrgang, das ist Cristinas Rolle. Privat verstrickt sie sich in eine Beziehung, von der sie weiß, dass sie ihr im Krankenhaus schadet. Die Staffel endet mit einer Enthüllung, die diese Beziehung in ein völlig anderes Licht rückt.

Die Assistenzärzte

Meredith lernt im SGH die neuen Assistenzärzte kennen. Da ist George, der sich sofort zu Meredith hingezogen fühlt und ein kleiner Tolpatsch ist. Cristina, eine toughe junge Frau, die in ihrem Ehrgeiz gerne andere überrollt. Izzie, die bildhübsche Frau, die sehr mit ihren Patienten fühlt und die ihr Studium als Dessousmodell finanziert hat. Zu guter Letzt ist da Alex, ein arroganter, selbstverliebter Kerl, der gerne große Sprüche reißt, aber tief im Inneren ein guter Kerl ist.

Cristina Yang

Cristina ist die Figur, die am wenigsten Rücksicht nimmt und deshalb am schnellsten Profil bekommt. Sie hängt sich an Dr. Burke, weil er Herzchirurg ist, und wird im Lauf der Staffel selbst zur Betroffenen, als sie schwanger wird.

George O’Malley

George trägt die komische Ebene, wird aber nie nur zur Witzfigur. Seine Verliebtheit in Meredith und die Episode mit Schwester Olivia gehören zu den Momenten, in denen die Serie zeigt, dass sie ihre Nebenfiguren ernst nimmt.

Izzie Stevens und Alex Karev

Izzie steht für die emotionale Nähe zu den Patienten, Alex für das Gegenteil. Dass beide über die Staffel hinweg aneinandergeraten, ist absehbar und funktioniert trotzdem, weil beide Figuren mehr Schichten bekommen, als der erste Eindruck vermuten lässt.

Die Chirurgen

Dr. Bailey nimmt die neuen Assistenzärzte hart ran. Bald wissen Meredith und ihre Kollegen auch, wieso sie überall nur „der Nazi“ genannt wird. Der Chefarzt Dr. Webber ist ein alter Bekannter von Merediths Mutter. Dr. Burke ist ein hervorragender, aber auch sehr von sich selbst eingenommener Herzchirurg, an den sich Cristina gleich hängt um Erfolg zu haben. Und dann passiert es: Dr. Bailey stellt ihnen Dr. Derek Sheperd, den neuen Hirnchirurgen. Es ist der Mann, mit dem Meredith die Nacht verbracht hat.

Im Krankenhaus

Die jungen Ärzte müssen sehr viel arbeiten und teilweise kuriose Fälle behandeln. Eine Frau mit einem riesigen Tumor, ein Mann der sich bei der Arbeit versehentlich Nägel in den Kopf geschossen hat, ein jüdisches Mädchen das eine Herzklappentransplantation braucht aber lieber sterben will, als die Klappe eines Schweines anzunehmen, ein Vergewaltigungsopfer, ein Gehirntumorpatient.

Die Fälle sind in dieser Staffel bewusst als Spiegel gebaut: Was auf dem Tisch liegt, verhandelt jeweils das Problem, das eine der Hauptfiguren gerade mit sich herumträgt. Das ist ein Muster, das die Serie über Jahre beibehalten wird, und es wirkt hier noch angenehm unaufdringlich.

Das Privatleben

Meredith geht Derek aus dem Weg, da sie keine Beziehung mit ihm eingehen möchte. Doch Derek gibt nicht auf. „McDreamy“ wie er unter den Frauen im Krankenhaus genannt wird, zieht alle Register und Meredith lässt sich überzeugen. Auch Cristina und Preston Burke kommen sich sehr, sehr nahe. Dabei wird Cristina schwanger. Izzie und George bearbeiten Meredith, bei ihr einziehen zu dürfen. Denn Meredith sucht Untermieter, da sie das Haus ihrer Mutter nicht verkaufen möchte. Doch es ist nicht einfach, mit Menschen zu wohnen und auch noch zu arbeiten.

Zu guter Letzt

Dr. Bailey ist wütend, dass Derek Meredith bevorzugt, weil er eine Beziehung mit ihr hat. George hat sich mit Syphilis angesteckt als er mit Schwester Olivia geschlafen hat. Da Alex es war, der Olivia angesteckt hatte, verpasst George ihm einen Schlag. Meredith und Derek sind sehr glücklich miteinander. Bis eines Abends als sie das Krankenhaus verlassen wollen eine sehr attraktive Frau vor ihnen steht. Dr. Addison Montgomery Sheperd – Dereks Ehefrau!

Wie viele Folgen hat Staffel 1?

Die erste Staffel umfasst nur neun Folgen und ist damit die kürzeste der gesamten Serie. Sie lief in den USA vom 27. März 2005 bis zum 22. Mai 2005 auf ABC, die einzelnen Episoden dauern jeweils rund 41 Minuten. Erfunden hat die Serie Shonda Rhimes. Eine Eigenheit, die sich durch alle Staffeln zieht, beginnt schon hier: Jede Folge trägt den Titel eines Songs.

Die Kürze tut der Staffel gut. Es gibt keine Leerlauffolgen, jede Episode schiebt mindestens einen Handlungsstrang deutlich voran, und der Cliffhanger am Ende sitzt.

Besetzung von Grey’s Anatomy Staffel 1

Meredith Grey - Ellen Pompeo Derek Sheperd - Patrick Dempsey Izzie Stevens - Katherine Heigl George O’Malley - T. R. Knight Cristina Yang - Sandra Oh Preston Burke - Isaiah Washington Alex Karev - Justin Chambers Miranda Bailey - Chandra Wilson Richard Webber - James Pickens jr.

Regie: Diverse Touchstone

Für wen lohnt sich Staffel 1?

Für alle, die Arztserien mögen und mit einem Ensemble statt mit einem einzelnen Helden leben können. Auch als Einstieg in die Serie ist die Staffel ideal, weil sie kurz ist und alle wichtigen Figuren einführt. Wer nur Fallgeschichten sucht und Beziehungsdramen überspringt, wird dagegen schnell ungeduldig, denn beides ist hier untrennbar verbunden.

Fazit: Lohnt sich Staffel 1?

Als Fan von Arztserien konnte ich mir diese Serie natürlich nicht entgehen lassen. Und was soll ich sagen: Ich war begeistert. Die Charaktere sind so herrlich herausgearbeitet und hervorragend besetzt. Mein Favorit ist (natürlich) McDreamy. Aber auch bei den Frauen gibt es tolle Schauspielerinnen. Sandra Oh ist die perfekte Besetzung für die karrieregeile Cristina. Ein bisschen „blaß“ finde ich Katherine Heigl als Izzie, auch Meredith könnte etwas mehr Tiefgang haben. Genial allerdings der „Nazi“ Dr. Bailey. Auch sehr interessant sind die Fälle und die Patienten. Total witzig, spannend, mitreißend, romantisch und bissig. Alles was eine Serie braucht!

DVD-Extras

  • Unter dem Messer: Hinter den Kulissen von Grey’s Anatomy
  • Anatomie einer Pilotfolge
  • Grey’s Anatomy auf dem Seziertisch: Zusätzliche Szenen
  • Alternative Titelsequenz

Häufig gestellte Fragen

Wer gehört zur Besetzung von Grey's Anatomy Staffel 1?

Ellen Pompeo spielt Meredith Grey, Patrick Dempsey ihren Kollegen Derek Sheperd. Zum Kernensemble gehören außerdem Sandra Oh als Cristina Yang, Katherine Heigl als Izzie Stevens, T. R. Knight als George O'Malley, Justin Chambers als Alex Karev, Chandra Wilson als Miranda Bailey, Isaiah Washington als Preston Burke und James Pickens jr. als Richard Webber.

Wie viele Folgen hat Grey's Anatomy Staffel 1?

Die erste Staffel besteht aus nur neun Folgen und ist damit die kürzeste der Serie. Sie lief in den USA vom 27. März 2005 bis zum 22. Mai 2005 auf ABC. Jede Folge dauert rund 41 Minuten und trägt den Titel eines Songs.

Worum geht es in Staffel 1?

Meredith Grey beginnt ihr erstes Jahr als Assistenzärztin am Seattle Grace Hospital. Zusammen mit vier weiteren Berufsanfängern kämpft sie um Operationen, Anerkennung und Schlaf. Privat wird es kompliziert, weil der Mann aus der Bar am ersten Arbeitstag als neuer Neurochirurg vor ihr steht.

Was passiert mit Meredith in Staffel 1?

Meredith weicht Derek Sheperd zunächst aus, lässt sich dann aber auf ihn ein. Parallel kümmert sie sich um ihre an Alzheimer erkrankte Mutter, eine berühmte Chirurgin, und nimmt Izzie und George als Untermieter in deren Haus auf. Am Ende der Staffel steht Dereks Ehefrau vor ihr.

Lohnt sich der Einstieg mit Staffel 1 noch?

Ja. Die Staffel ist kurz, in sich geschlossen und führt alle Figuren ein, die die Serie über Jahre tragen. Wer wissen will, warum Grey's Anatomy so lange läuft, findet hier die Antwort in gut sechs Stunden.

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