Moment

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

AUS DEM SCHATTEN HERAUS!

Die Band:

Die Sänger Anders Fridén und der Gitarrist Mikael Stenne gründete 1989 mit einigen Mitstreitern in Göteborg eine Band. Anfangs noch als Trash Metal Formation unterwegs, änderte man den Bandnamen in und wechselte den Stil in Melodic Death Metal. Während der Aufnahme zum ersten Album „Skydancer“ kam es in der Band zu Differenzen. Anders Friéden verließ die Band und gründete . So war es Mikael Stenne, der zum neuen Sänger auserkoren wurde. Langsam aber sicher etablierten sich Dark Tranquility in der Szene und gelten als Vorreiter des Melodic Detah Metal. Mit ihrem sechsten Album „Damage Done“ erreichten sie erstmals die deutschen Charts.

Das Album:

Laut einem renommierten Musikmagazin gelten Dark Tranquillity als einer der Bands, von denen es keine schlechten Alben gibt. Um so verwunderlich ist es, dass die Gruppe nie den ganz großen Durchbruch geschafft hat. Während In Flames heute die großen Hallen füllen, fristen Dark Tranquillity immer noch eher ein Schattendasein. Ob sich das mit dem zwölften Album „“ ändern wird?

Im letzten Jahr erholten sich die Musiker von der letzten Tour, spielten nur einige ausgewählte Festivals und begannen, neue Songs zu schreiben. Kurz nach Beginn des europaweiten Lockdowns ging es Ende März mit zwei neuen Gitarristen (Christopher Amott und Johan Reinholdz) ins Studio, da sich der bisherige Gitarrist und Gründungsmitglied Niklas Sundin endgültig von der Band verabschiedete.

Jetzt liegt „Moment“ vor und schafft eine Gratwanderung, deren positiven Ausgang nur wenige Bands schaffen. Einerseits klingt das Album frisch, unverbraucht und benötigt, zwei drei Durchgänge, damit alle Songs wirklich zünden können. Andererseits bleiben sich Dark Tranquillity treu und legen einen hohen Wiedererkennungswert an den Tag. Dabei ist es ganz egal, welchen Titel man sich herauspickt. „Phantom Days“, „Indentical To None“ oder „Failstate“ sind einfach nur hymnisch und reißen mit. Zumal Mikael Stenne jetzt von zwei Gitarren flankiert wird. Und wer sagt, dass Dark Tranquillity nicht auch große Hallen können (was nicht mehr ganz stimmt), muss sich nur „In Truth Divided“ anhören. Die perfekte Mischung aus Metal und Mainstream.

Trackliste:

01 – Phantom Days

02 – Transient

03 – Identical To None

04 – The Dark Unbroken

05 – Remain In The Unkown

06 – Standstill

07 – Ego Deception

08 – A Drawn Out Exit

09 – Eyes Of The World

10 – Failstate

11 – Empires Lost In Time

12 – A Truth Divided

Fazit:

Ja, es stimmt. Dark Tranquillty legen keine schlechten Alben vor. Im Gegenteil. Nach dem tollen Vorgänger „Atoma“ schaffen es die sechs Schweden erneut, ein echtes Highlight vorzulegen. Die Diskussion ob In Flames oder Dark Tranquillity möchte ich gar nicht eröffnen, da ich beide Bands mag. Aber im Gegensatz zu In Flames, die manchmal nicht wissen, wohin ihre musikalische Reise gehen soll, sind Dark Tranquillity fest in ihrem Genre verankert, variieren trotzdem und legen ein Album vor, dessen Qualität in diesem Jahr von keinem anderen Metalalbum erreicht wurde. Und das Jahr geht langsam zu Ende …

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Growls/Stikmme: 5

Abwechslung: 5

Hörspaß: 5

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