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Oh My My

von michaelkrause2 · 2017-04-21
Oh My My (Deluxe Edt.)
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ICH KANN MICH MIT DEM STILWECHSEL NICHT ANFREUNDEN!

Die Band: Ryan Tedder (Gesang, Gitarre, Piano) und Zach Filkins (Gitarre, Gesang) gründeten im Jahr 2002 eine Band, zu der Drew Brown (Gitarre), Eddie Fisher (Schlagzeug) und Brent Kutzle (Bass, Cello, Gesang) dazu stießen. Über den Internetdienst MySpace wurde die Band bekannt. Rund 22 Millionen Mal wurden ihre Titel dort abgespielt. Im Jahr 2007 erschien das Debütalbum „Dreaming Out Loud„, auf dem der internationale Nummer-eins-Hit „Apologize„ zu hören ist, der Teil des Soundtracks zum Til-Schweiger-Film „Keinohrhasen„ war. Auch in den folgenden Jahren lieferten OneRepublic immer wieder Songs zu Filmen des deutschen Schauspielers und Produzenten. Nebenbei machte sich Ryan Tedder als Songwriter für andere Künstler einen Namen. So schrieb er unter anderem „Rumour Has It„ für Adele oder „Halo„ für Beyonce.

Das Album: Anders, neu, moderner. Über Twitter kündigte die Band an, das ihr viertes Studioalbum einen Stilwechsel vollziehen wird. Weg von den handgemachten, rockigen Tönen, hin zu dancelastigen Beats. Die erste Single „Wherever I Go„ deutete diesen Richtungswechsel bereits an, auch wenn der Song noch durchaus die alten Stärken der Band aus Colorado beinhaltet. Auch die zweite Single „Kids„ klingt noch nach den alten OneRepublic. Von daher wurde meine Sorge, dass sich der Sound komplett anders anhören wird, etwas abgebremst. Leider habe ich mich zu früh gefreut.

Seit gut einem halben Jahr ist „Oh My My„ jetzt auf den Markt. Nach gut einem Dutzend von Hördurchgängen komme ich nicht darum festzustellen, das mir der neue Sound von OneRepublic nicht gefällt. Natürlich ist es vollkommen legitim, wenn sich eine Band verändern will, zumal Ryan Tedder ja unzählige Male als Songschreiber für Adele, Beyonce, Taylor Swift oder gar U2 unter Beweis gestellt hat, dass er ganz unterschiedliche musikalische Äcker bedienen kann.

Doch mit dem Sound von „Oh My My„ kann ich mich nicht anfreunden. Dancelastige Beats sorgen dafür, dass sich recht schnell Langeweile einstellt. Trotz namenhafter Gäste wie Peter Gabriel, Cassius oder The XX klingen die Songs beliebig, austauschbar und monoton. An die Klasse der Songs von „Native„ oder auch der ersten beiden Alben kommt keiner der Songs heran.

Trackliste: 01 - Let’s Hurt Tonight 02 - Future Looks Good 03 - Oh My My (feat. Cassius) 04 - Kids 05 - Dream 06 - Choke 07 - A.I. (feat. Peter Gabriel) 08 - Better 09 - Born 10 - Fingertips 11 - Human 12 - Lift Me Up 13 - NbHD 14 - Wherever I Go 15 - All These Things 16 - Heaven

Fazit: Wo die ersten drei Alben eine Mischung aus Pop und Rock mit großer Hitdichte waren kann „Oh My My„ nur recht monotone Beats bieten, die dafür sorgen, dass die Songs größtenteils identisch klingen. Leider versinken Ryan Tedder und seine Jungs in einem dancelastigen Popsumpf und verlieren dabei ihr bisheriges Alleinstellungsmerkmal vollkommen aus den Augen. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich die Jungs beim nächsten Album wieder eher an den Songs ihrer ersten Werke orientieren würden.

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