Pflanzenastrologie
Antwort
Pflanzenastrologie ist ein reich bebildertes Buch von Ursula Stumpf und Yvonne H. Koch aus dem Freya-Verlag, das Tierkreiszeichen und Planeten über die Signaturenlehre bestimmten Pflanzen zuordnet, und erhält in der Rezension vom 3. April 2014 4,5 von 5 Sternen. Die rund 344 Seiten setzen astrologische Grundkenntnisse voraus, geben Pluto zu viel Gewicht und argumentieren in Analogien statt in Studien.
Pflanzenastrologie: Heilung durch Pflanzen und Planeten
34,90 € Stand: 28.09.2026
Preise können sich jederzeit ändern. Es gilt der Preis auf der Amazon-Produktseite.
Zum Angebot bei Amazon →Stumpf/Koch: Pflanzenastrologie: Heilung durch Pflanzen und Planeten
Die Harmonie des Himmels auf Erden
Was war eigentlich zuerst da? Der äußerste Planet unseres Sonnensystems oder der treue vierbeinige Begleiter von Micky Maus? Jedenfalls heißen beide Pluto und eben jener - Planet - spielt quasi die stellvertretende Hauptrolle in dem sehr reichhaltigen und empfehlenswerten Buch Pflanzenastrologie aus dem Freya-Verlag. Für Interessierte mit basalen, astrologischen Kenntnissen spielt er vielleicht eine etwas zu dominante Rolle, womit wir auch schon bei der einzig möglichen Kritik an diesem Buch wären. Aber der Reihe nach.
Das Autorinnenduo setzt sich aus einer Apothekerin und Diplompädagogin zusammen - ist natürlich gemein, wenn man den akademischen Hintergrund als schlechtestmögliche aller Voraussetzungen ansieht, um in der Welt der Analogie ein Wörtchen mitzureden, aber es ist nun mal so. Und es ist auch so, dass die beiden Damen in diesem Falle über die Grenzen der vertrockneten und studierten Gehirne hinaus in ihr Herz, ihren Bauch, also ihre ganze irdische Seele gespürt haben. Man merkt, Sie sind Teil des Kosmos und drücken dies in sehr präziser und wundervoller Weise aus. Abgesehen von den Grundlagen der Astrologie, die leider zu schwach unterminiert werden und die schon erwähnte Erhöhung des Plutos, eines Planeten, der ja nicht nur astronomisch, sondern auch astrologisch eine eher zweifelhafte Rolle einnimmt. Ebenso wie die Kleinstplaneten Isis, Chiron oder Lilith, die - so mag man es am Himmel doch schnell erkennen - eigentlich weit hinter den großen und wirklich elementaren Einflussgestirnen wie Mars oder Jupiter zurückstehen müssten. Tun sie aber nicht und so stimmt diese Vorgehensweise - zumindest vom Gefühl her - nicht so ganz; aber der Rest ist ganz große Magie.
Worum geht es in Pflanzenastrologie?
Die Grundidee ist schnell erklärt: Jedes Tierkreiszeichen und jeder Planet bekommt Grundthemen, Energien und dazu passende Pflanzen zugeordnet, und diese Zuordnungen werden über das Jahr hinweg in konkrete Anwendungen übersetzt. Das Buch ist damit weder ein reines Kräuterbuch noch eine Astrologie-Einführung, sondern der Versuch, beide Systeme über ein gemeinsames Bildvokabular zu verbinden.
Signaturenlehre: Wie Pflanzen ihren Planeten verraten
Der methodische Kern ist die Signaturenlehre. Aus Gestalt, Wuchsform, Duft und Wehrhaftigkeit einer Pflanze wird auf ihre Verwandtschaft mit Gestirn und Zeichen geschlossen. Die herzförmigen Blätter und der Duft der Rose führen zur Venus, die scharfen, abwehrenden Merkmale der Brennnessel zum Mars. Das ist keine Beweisführung im naturwissenschaftlichen Sinn, aber es ist nachvollziehbar, überprüfbar am Objekt und vor allem lehrreich: Man beginnt, Pflanzen genauer anzuschauen. Wer Bäume genauer verstehen will, findet in Peter Wohllebens Bäume verstehen ein Buch darüber, was uns Bäume erzählen.
Die Archetypen der Tierkreiszeichen, das zyklische Weltbild, die Tagesherrscher, die Planetenkräfte, die Bewegungsformen, die Farben, die Iatroastrologie: all das hätte auch separat ein einzelnes Buch vertragen können, trotzdem schaffen es die Autorinnen nicht zu überfrachten, sondern wirkliches Wissen kompakt und herrlich layoutet (das Buch ist bunt, lebendig und steckt voll zauberhafter Fotografien) zu transportieren. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Pflanzen und ihr Bezug zu den Zeichen und den Planeten. Einfach nur als sehr gelungen, kann man das bezeichnen. Und wie schnell leuchtet es einem ein, spürt man es sinnlich: Brennnessel und Eiche symbolisieren den Mars, Haselnuss den Merkur, die Sonnenblume den Löwen, das Efeu den Saturn, die Tanne den Steinbock und und und. Das kann man in diesem Werk lesen, aber erfahren muss man es draußen. Und dazu fordert dies Buch, auch explizit, auf.
Wer sind Ursula Stumpf und Yvonne H. Koch?
Ursula Stumpf ist promovierte Apothekerin und arbeitet seit rund zwei Jahrzehnten als Heilpraktikerin und Kinesiologin in eigener Praxis. 1998 gründete sie in Karlsruhe die Kräuter-Erlebnisschule „Kräuterweisheiten“, in der Pflanzenkunde nicht am Schreibtisch, sondern draußen vermittelt wird. Yvonne Helene Koch ist Diplompädagogin, hat zahlreiche Ausbildungen in Astrologie und Kinesiologie absolviert und führt ebenfalls seit etwa zwanzig Jahren eine eigene Praxis, in der sie ihren Ansatz der AstroKinesiologie unterrichtet.
Diese Arbeitsteilung erklärt die Stärke des Buches. Die eine Autorin bringt die botanische und pharmazeutische Genauigkeit ein, die andere das astrologische System. Wo Bücher dieses Genres sonst oft von einer Person stammen, die das jeweils andere Feld nur anlesen konnte, greifen hier zwei Fachkenntnisse ineinander.
Aufbau und Ausstattung
Der Band erscheint im Freya-Verlag und umfasst rund 344 Seiten. Er ist großzügig gesetzt, durchgehend farbig und mit vielen Pflanzenfotografien bebildert - bei einem Buch, in dem es um das Erkennen von Formen und Signaturen geht, ist das kein Beiwerk, sondern Arbeitsmaterial.
Was besonders gelingt
Und noch was Tolles: den Mondzyklus, zumindest von der Struktur des Inhaltaufbaus her, vor den Sonnenzyklus zu setzen, also das Weibliche vor das Männliche - DAS ist kosmisch! Nur die Sache mit Pluto wird - wie gesagt - ausgereizt und ein jeder mag sich selber ein Urteil darüber bilden. Insgesamt aber stört es nicht wirklich, weil der Rest so reichhaltig und wunderbar ist, so hilfreich und empathisch. Man beachte nur die tollen Hinweise gegen Ende des Buches, wie man seine Sinne in welche Richtung öffnen kann und welche Pflanzen bei Alltagsproblemen (im astrologischen Sinne) helfen - stark.
Was fehlt
Zwei Punkte bleiben offen. Die astrologischen Grundlagen sind zu knapp geraten, um Einsteiger wirklich zu tragen; wer das Zeichen- und Planetensystem nicht kennt, braucht ein zweites Buch daneben. Und das Literaturverzeichnis fällt für ein Werk dieses Umfangs zu schmal aus, was das Weiterlesen unnötig erschwert. Das Glossar gleicht das nur teilweise aus.
Für wen lohnt sich das Buch?
Am meisten profitieren Leserinnen und Leser, die bereits astrologisch vorgebildet sind und ihr Wissen auf die Pflanzenwelt ausdehnen wollen. Ebenso lohnt sich der Band für Kräuterkundige, die ihre Pflanzen bislang rein botanisch betrachten und eine zweite Lesart suchen. Und schließlich für alle, die Bücher schätzen, in denen Gestaltung und Inhalt zusammenpassen - hier stimmt das. Wer sich für Bäume und ihre Heilkraft interessiert, findet in Renato Strassmanns Baumheilkunde ein Buch über Heilkraft, Mythos und Magie der Bäume.
Wer eine wissenschaftliche Prüfung von Heilwirkungen erwartet oder Astrologie grundsätzlich ablehnt, wird mit dem Buch nichts anfangen können. Es argumentiert in Analogien, nicht in Studien, und macht daraus auch kein Geheimnis.
Fazit: Lohnt sich Pflanzenastrologie?
Das vielleicht wichtigste, umfangreichste Werk in diesem Rahmen. In großer Aufmachung, mit massivem Glossar, mit leider etwas zu kleinem Literaturverzeichnis, mit Pflanzen und Planeten, mit der Kraft und Schönheit der Natur - und ja: mit Pluto. Lassen wir ihn mit dem Schwanz wedeln und dem Leben mit solch wuchtigen Kraftwerken entgegen treten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Pflanzenastrologie?
Pflanzenastrologie ordnet jedem Tierkreiszeichen und jedem Planeten Grundthemen, Energien und passende Pflanzen zu. Methodischer Kern ist die Signaturenlehre: Aus Gestalt, Wuchsform, Duft und Wehrhaftigkeit einer Pflanze wird auf ihre Verwandtschaft mit Gestirn und Zeichen geschlossen, die Zuordnungen werden über das Jahr in Anwendungen übersetzt.
Wer hat Pflanzenastrologie geschrieben?
Pflanzenastrologie haben Ursula Stumpf und Yvonne Helene Koch geschrieben. Ursula Stumpf ist promovierte Apothekerin und Heilpraktikerin und gründete 1998 in Karlsruhe die Kräuter-Erlebnisschule Kräuterweisheiten, Yvonne H. Koch ist Diplompädagogin mit Ausbildungen in Astrologie und Kinesiologie und unterrichtet AstroKinesiologie.
In welchem Verlag ist das Buch erschienen?
Pflanzenastrologie erscheint im Freya-Verlag und umfasst rund 344 Seiten. Der Band ist durchgehend farbig gestaltet und mit vielen Pflanzenfotografien bebildert.
Welche Pflanzen gehören zu welchem Planeten?
Nach Pflanzenastrologie stehen Brennnessel und Eiche für Mars, die Haselnuss für Merkur, die Sonnenblume für den Löwen, Efeu für Saturn und die Tanne für den Steinbock. Die herzförmigen Blätter und der Duft der Rose führen zur Venus.
Braucht man astrologische Vorkenntnisse?
Ja, für Pflanzenastrologie sind astrologische Grundkenntnisse nötig, denn die astrologischen Grundlagen sind zu knapp geraten, um Einsteiger zu tragen. Wer das Zeichen- und Planetensystem nicht kennt, braucht ein zweites Buch daneben.
Deine Bewertung
Teile deine Erfahrung zu „Pflanzenastrologie". Bewertungen werden vor Veröffentlichung geprüft.