(sic!)

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Texte
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

SO UND NICHT ANDERS!

Die Band:
Samy Amara (Gesang, Gitarre) und Andreas Brügge (Schlagzeug) gründeten 1992 in Düsseldorf eine Oi- und Punkband, aus der zwei Jahre später die hervorgingen. 1997 erschien das Debütalbum „Fackeln Im Sturm … Arme Lichter Im Wind“, dass vor allem in der Punkszene sehr positiv aufgenommen wurde. Zusammen mit Ronald Hübner (Gitarre), Ines Smentkowski (Bass) und Christian Kubczak (Keyboards) macht sich die Band vor allem durch Liveauftritte einen Namen. Gigs bei Rock am Ring, dem Highfield-Festival oder beim Wacken Open Air zählen zu den Highlights. Durch Gastauftritte bei den ebenfalls aus Düsseldorf stammenden Toten Hosen kann der Bekanntheitsgrad der Band weiter gesteigert werden. Im Verlauf ihrer bisherigen Karriere wandten sich die vom reinen Oi und Punk ab und mischten ihre Musik fortan mit verschiedenen Elementen aus Rockabilly, Soul und Ska.

Das Album:
Spätestens mit ihrem letzten Album „“, das erstmalig Platz 1 der deutschen Charts erreichte, etablierte sich die Düsseldorfer Band als Rockband für die breite Masse. Auch wenn das Album die typischen Trademarks der Band beinhaltete, merkte man schon, dass sich die Broilers zu einer massenkompatiblen Band entwickelten. Daher war es interessant zu sehen, welchen Weg die Band jetzt einschlagen würde.

Mit der ersten Single „Bitteres Manifest“ überraschte mich die Band, ist der Song doch kantig und rockig genug, um nicht nur die breite Masse zu begeistern, sondern auch ältere Fans. So und nicht anders (das is die Bedeutung des aktuellen Albumtitels) sollen die Broilers klingen.

Dreizehn neue Songs präsentiert die Band, die allesamt geradliniger und kantiger sind, als zuletzt die Songs auf „Noir“, die aber trotzdem ausgesprochen eingängig sind. Bestes Beispiel ist „Keine Hymnen Heute“, ein Song der ruhig beginnt, dann gewaltig durchstartet und sich textlich mit dem Thema Faschismus auseinandersetzt. Überhaupt fällt auf, dass die Broilers wieder sozialkritischer werden („Nur ein Land“, „Gangster, „Gangster“). Aber auch die eigene Bandgeschichte („Unsere Tapes“) oder eine Reminiszenz an verstorbene Helden („Ihr da oben“) hinterlassen einen guten Eindruck.

Trackliste:
01 – Nur ein Land
02 – Bitteres Manifest
03 – Keine Hymnen Heute
04 – Die Beste aller Zeiten
05 – Irgendwas in mir
06 – Gangster, Gangster
07 – Ihr da oben
08 – Unsere Tapes
09 – Meine Familie
10 – Zu den Wurzeln
11 – Woran glauben?
12 – Als das alles begann
13 – Und hier steh‘ ich

Fazit:
Wer befürchtet hatte, dass bei den Broilers der Ausverkauf beginnt, kann beruhigt sein. Mit „“ legt die Düsseldorfer Punkband ein sattes, stellenweise kantiges und sehr hörenswertes Album vor, das die Balance zwischen kleinen Clubs und großen Stadien schafft. Musikalisch rudert man im Vergleich zum direkten Vorgänger „Noir“ etwas zurück. Und das ist gut so. Insgesamt ein starkes Album, das auf der anstehenden Tour sicher ordentlich abgefeiert werden wird.

 

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