S&M 2

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

PLAY IT AGAIN, SAM!

Die Band:

Über eine Anzeige in einer kalifornischen Lokalzeitung lernte der aus Dänemark stammende Schlagzeuger Lars Ulrich den Gitarristen James Hetfield kennen. Dies war die Geburtsstunde von . 1983 erschien das Debütalbum „Kill ‚Em All“, das mit seinem halsbrecherischen Tempo den Trash Metal revolutionieren sollte. Mit dem dritten Album „Master Of Puppets“ wurde die Band dann endgültig zu einer Ikone der Metalszene. Diesen Ruf festigten sie mit dem nächsten Album „…And Justice For All“. Der darauf enthaltene Song „One“ wurde mit dem Grammy ausgezeichnet und gilt noch heute als einer der größten Metalsongs aller Zeiten. Im Oktober 1990 begann die Band dann mit Starproduzent Bob Rock einen Longplayer zu produzieren, dass Metallic den nächsten Schritt auf der Erfolgsleiter garantieren sollte. Das gleichnamige Werk, wegen seines schwarzen Covers als Black Album bekannt, schob die Band mit Hits wie „Enter Sandman“ oder „Nothing Else Matters“ in Richtung Mainstream. Jetzt füllten Metallic die großen Stadien rund um den Globus. Der globale Erfolg blieb aber nicht ohne Folgen. Bassist Jason Newstead stieg aus und wurde von Robert Trujillo ersetzt. Heute zählen mit 100 Millionen verkaufter Alben zu den erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten. 

Das Album:

Mit ihrem 1999 veröffentlichten Album „S&M“ legten die Männer aus der Bay Area ein wahres Referenzwerk vor, wenn es um die Kollaboration zwischen Klassik und Metal geht. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums dieses Albums kündigte die Band bereits im Frühjahr 2019 an, das Konzert zu wiederholen. Und so traf man sich am 6. und 8. September im Chase Center in San Francisco erneut mit dem San Francisco Symphonic Orchestra, um ein zweites Livealbum aufzunehmen. 

Im Blickpunkt stehen eher jüngere Songs wie „The Day That Never Comes“, „Moth Into Flame“ oder „Halo On Fire“, die im klassischen Gewand absolut überzeugen. Aber natürlich haben Metallica viele ältere Hits im Gepäck. Schon der Auftakt mit „The Call Of Ktulu“ und „For Whom The Bell Tolls“ (nach dem obligatorischen Intro „The Ecstasy Of Gold“) zeigt, dass weder die Idee noch die Band Staub angesetzt haben. Beide Titel waren schon bei der ersten Auflage dabei und klingen trotzdem anders, als wären sie nur ein fader Aufguss. 

Und ja, es sind gerade Titel wie „Master Of Puppets“ und „One“, die zum besten zählen, was der Metal überhaupt zu bieten hat und die auch hier hervorragend in das Konzept des Albums passen. Doch sie stechen nicht hervor, sondern runden ab, denn die Setlist ist eine tolle Mischung als alt und neu, die zudem mit zwei klassischen Stücken von Sergei Prokofiev und Alexander Mossolow exzellent abgestimmt wirkt. Hinzukommt die wirklich gut eingefangene Liveatmosphäre, die es dem Hörer das Gefühl gibt, im Chase Center zu sitzen und dieses Konzert zu erleben. Spätestens ab „The Memory Remains“ wird es dann auch in der Halle keinen mehr auf dem Sitzplatz gehalten haben. 

Trackliste CD 01:

01 – The Ecstasy Of Gold

02 – The Call Of Ktulu

03 – For Whom The Bell Tolls

04 – The Day That Never Comes

05 – The Memory Remains

06 – Confussion

07 – Moth Into Flame

08 – The Outlaw Tom

09 – No Leaf Clover

10 – Halo On Fire

Trackliste CD 02:

01 – Intro to Scythian Suite

02 – Scythjan Suite, Opus 20 II: The Enemy God And The Dance Of The Dark Spirits

03 – Intro To The Iron Foundry

04 – The Iron Foundry, Opus 19

05 – The Unforgiven III

06 – All Within My Hands

07 – (Anesthesia) – Pulling Teeth

08 – Wherever I May Roam

09 – One

10 – Master Of Puppets

11 – Nothing Else Matters

12 – Enter Sandman

Fazit:

“ ist alles andere als ein fader Aufguss. Es ist ein erneutes Referenzwerk der Symbiose Metal meeets Classic. Wer das erste Album mochte, wird auch dieses Werk hier lieben. Metallica laufen einmal mehr zur Höchstform auf, mischen Aggressivität und Musikalität und bieten einen sehr gelungen Querschnitt aus großen Hits, neuen Songs und versteckten Perlen. 

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 5

Songauswahl: 5

Liveatmosphäre: 5

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