Under The Red Cloud

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

WIEDER EIN ABSOLUTER VOLLTREFFER!

Die Band:

Seit über zwanzig Jahren macht die finnische Band Amorphis Musik und hat sich in dieser Zeit zu einer der erfolgreichsten finnischen Metalbands gemausert. Dabei war der Sound zahlreichen Wandlungen unterlegen. Ursprünglich eine reine Death-Metal-Combo fanden auch Metal und folkloristische Töne den Weg in die Musik von Amorphis. Als wahrer Glücksgriff entpuppte sich der Einstieg von Sänger Tomi Joutsen im Jahr 2005. Erstmals auf dem Album „Silent Water“ zu hören, lobten Fachpresse und Fans das Album. Seitdem verstehen es die Finnen, ihren Sound aus Growlpassagen, Joutsens toller Cleanstimme und eingängigen Melodien zu mischen. Folgerichtig heimste die Band auch für die folgenden Alben „Skyforger“ und „The Beginning Of Times“ lobende Kritiken ein.

Das Album:

Seit ihrem Wechsel zum Label Nuclear Bläst und der Veröffentlichung ihres siebenten Albums „Eclipse“ im Jahr 2006, veröffentlichte die finnische Band regelmäßig Alben, die allesamt in den jeweiligen Jahreswertungen einschlägiger Magazine führende Plätze eingenommen haben und die als kleine Meilensteine der harten Rockmusik gelten.

Das wird auch in diesem Jahr wieder so sein, denn Amorphis melden sich mit ihrem zwölften Studioalbum zurück. „Under The Red Cloud“ knüpft genau da an, wo seine Vorgänger aufgehört haben. Mit einer schon beängstigenden Sicherheit und einer bewundernswerten Perfektion präsentieren die Finnen zwölf neue Songs, die einmal mehr die Frage aufwerfen, warum Amorphis zwar in der Metalszene allerhöchsten Zuspruch genießt, die ganz breite Anerkennung bisher jedoch ausgeblieben ist.

Wer jetzt vielleicht doch meint, sich mit dieser Band und mit diesem Album näher zu beschäftigen, sollte gleich den Opener „Under The Red Cloud“ anspielen. Allein der für Amorphis typische Pianopart sollte schon eine Gänsehaut erzeugen, bevor die Band, allen voran Sänger Tomi Joutsen, loslegt. Bewusst machen sollte man sich, dass Amorphis aus dem Death Metal kommen. Zwar haben sie ihren Sound über die Jahre hinweg entwickelt und vor allem progressive Elemente einfließen lassen, geblieben ist aber der gesangstechnische Wechsel zwischen Clean Vocals und Growls. Das mag nicht jedermanns Sache sein, aber ich kenne keine andere Band, die das so perfekt in eingängige, harmonische und trotzdem abwechslungsreiche Melodien packt.

Es verwundert nicht, das auch „Under The Red Cloud“ ein fast schon überirdisches Niveau besitzt. De Fakto kann jeder Song als Anspieltipp herhalten. Jeder Hook, jedes Riff, jede Gesangspassage (egal ob Growl oder Clean) fügen sich perfekt in die Struktur des jeweiligen Songs ein. Und das bei einem äußerst abwechslungsreichen Gesamtbild. Da kommen keltische Momente zum Einsatz, wenn Gastmusiker Christian Glanzmann von der Folkmetalband Eluveitie bei „The Four Wise Ones“, „Death Of A King“ und „Tree Of Ages“ seine Flöte erklingen lässt. Auch die weiblichen Gesangsparts von Aleah Standbridge tragen zur Abwechslung bei, wenn sie Tomi Joutsen bei „White Night“, „The Four Wise Ones“ und „Sacrifice“ unterstützt. Und über allem stehen die ausgefeilten und bis ins letzte Detail durchdachten Arrangements, dir durch Tempiwechsel zusätzliche Abwechslung verschaffen.

Trackliste:

01 – Under The Red Cloud

02 – The Four Wise Ones

03 – Bad Blood

04 – The Skull

05 – Death Of A King

06 – Sacrifice

07 – Dark Path

08 – Enemy At The Gates

09 – Tree Of Ages

10 – White Night

11 – Come The Spring

12 – Winter’s Sleep

 

Fazit:

Schon in meinem Fazit zum letzten Album „Circle“ brachte ich meine Bewunderung zum Ausdruck, dass bei Amorphis keinerlei Spur von musikalischem Ausverkauf zu spüren ist. Dies gilt einmal mehr auch für das neue Werk. „Under The Red Cloud“ ist eine weitere Perle in einer beängstigend guten Banddiscografie. Ohne Übertreibung sind Amorphis für mich eine der besten Metalbands überhaupt, auch wenn sie als Headliner keine großen Stadien füllen. Doch ein Fakt ist unbestritten: Harte Rockmusik dieser Qualität findet man derzeit nur sehr schwer ein zweites oder drittes Mal. Und so ist auch dieses Album wieder ein Muss für jeden Musikfan, der auch nur einen Hauch von Härte in sich spürt.

 

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