Von Liebe, Tod und Freiheit

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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

ERSTE ANZEICHEN EINER FLAUTE!

Die Band:

Der in Flensburg ansässige Musikproduzent Hartmut Krech hatte die Idee, Shantys mit traditionellen Volksliedern und Irish Folk zu mischen. Er lud sich die Musiker Hans-Timm Hinrichsen, Axel Stosberg, Björn Both, Andreas Fahnert und Pete Sage ins Studio ein und Santiano erlebte ihre Geburtsstunde. Ein Auftritt in der Fernsehsendung „Willkommen bei Carmen Nebel“ machte die Band bekannt.

Das Album:

Seit gut drei Jahren sind Santiano aus der deutschen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Fernsehauftritte bei Carmen Nebel, ausgedehnte Konzerttourneen, Besuche beim größten Metalfestival in – Santiano legen gekonnt in vielen Häfen an.

Jetzt also ihr drittes Album mit dreizehn neuen Songs. Erstmals war ich schon im Vorfeld ein wenig skeptisch, da mich die auf Mike Oldfields Hit „To France“ basierende Single „Lieder der Freiheit“ nicht wirklich begeistern konnte. Dies gilt leider für das gesamte Album. Santiano bleiben ihrem Stil treu. Vielleicht zu treu, denn die 13 neuen Seemannslieder hauen alle in die gleiche Kerbe, so dass sich bei mir etwas Langeweile eingeschlichen hat.

Es ist immer wieder der gleiche Grundsound. Und wo Santiano auf dem letzten Album auch mal rockigere Töne angeschlagen haben, bleibt der Sound hier eher in seichten Gewässern. Es gibt bis auf das in platt gesungene „Fresenhof“ und das emotionale Abschiedslied „Die letzte Fahrt“ keinen Song, der mir nachhaltig ins Ohr gehen oder gar verweilen wollte. Das alles hat man auf den ersten beiden Alben schon deutlich besser gehört.

Trackliste:

01 – Lieder der Freiheit

02 – Rolling The Woodpile

03 – Die letzte Fahrt

04 – Johnny Boy

05 – Seine Heimat war die See

06 – Fresenhof

07 – Joho und ne Buddel voll Rum

08 – Under Jolly Roger

09 – Der Alte und das Meer

10 – Sturmgeboren

11 – Richtung Freiheit

12 – Rungholt

13 – Kinder des Kolumbus

 

Fazit:

Erstmals stellt sich bei Santiano eine leichte Flaute ein. „, “ ist das bisher schwächste Album der Küstenmänner. Sicher, es ist im typischen Stil von Santiano gehalten. Doch genau da liegt das Problem. Das alles hat man jetzt schon x-mal gehört und einen echten Kracher sucht man auf diesem Album leider vergebens. Klar, wer Santiano bisher möchte, wird mit dem Album so bedient, wie er es erwartet. Allerdings sehe ich ein wenig die Gefahr, dass die ursprünglich originelle Idee, Shanty, Pop und Rock zu mischen, mehr und mehr zur Geschäftsidee verkommt, indem ein und dieselbe Melodie wieder und wieder abgedudelt wird. Und dann wären Santiano nichts weiter als die nordischen WDR-4-Shanty-Fox-Mutanten. Und das wäre schade, denn bisher war die Band richtig gut.

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