We Are The Night

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

EINGÄNGIG UND MELODIÖS, DOCH OHNE ECKEN UND KANTEN!

Der Musiker:

Der schwedische Gitarrist und Songschreiber ist in der Metalszene kein unbeschriebenes Blatt. Als Songschreiber und Produzent für Bob Cately oder für die drei Alben des gemeinsamen Projektes von Russell Allen und machte er sich in der Branche einen Namen. 2008 heuerte Karlsson als Gitarrist bei der Band Primal Fear a und betreibt mit und Magnus Karsson´s Free Fall zwei Soloprojekte.

Das Album:

Magnus Karlsson’s sammelt weiter fleißig Nüsse für einen eventuellen musikalischen Winterschlaf. Er produzierte vor kurzem ein Duettalbum von und , ist als Gitarrist bei Primal Fear aktiv (mit denen er gerade da neue Album „Metal Commando“ vorgelegt hat) und hat zwischendurch auch noch Zeit an eigenen Projekten herumzubasteln. Nach zwei Überaus gelungenen Album mit dem Fährmannprojekt The Ferryman („The Ferrymen“, „“) ist jetzt also wieder die All-Star-Combo Magnus Karlsson‘s Freefall am Start, die mit „We Are The Night“ ihr drittes Album vorlegt. 

Für alle, die dieses Projekt nicht kennen: Es ist so etwas wie die AOR-Version von Tobias Sammets All-Star-Combo . Und getreu dem Motto „Never Change A Winning Team“, ging es mit Produzent Jacob Nansen und einer illustren Schar von Sängern und Sängerinnen ins Studio, um dieses Album aufzunehmen. Wer jetzt innovative Neuheiten erhofft, wird sicher enttäuscht sein. Magnus Karlsson verlässt sich auf das, was er kann. Bereits der Opener „Hold Your Fire“ macht klar, was den Hörer hier erwartet: eine Mischung aus eingängigem Hardrock mit einer satten Portion AOR und einer Prise Metal als Geschmacksverstärker. Diese Mischung ist immerhin zweimal aufgegangen und funktioniert letztlich auch hier. Warum? Weil Magnus Karlsson ein exzellenter Songschreiber und Gitarrist ist und weil er tolle Unterstützung hat. 

Natürlich ist wieder dabei („One By One“), der ja auch bei The Ferryman der Shouter ist. Tony Martin ist zu hören, von Battle Beast ist die „Queen Of Fire“ und zweimal greift der Meister selbst zum Mikrofon („We Are The Night“, „Don‘t Walk Away“). Die eigentliche Entdeckung dieses Albums ist jedoch der brasilianische Sänger Renan Zonta, der zweimal zuhören ist („Kingdom Falls“, „Dreams And Scars“) und der sich hier sehr eindrucksvoll für weitere Aufgaben im Bereich Rock und Metal empfiehlt. 

Wirkliche Kritikpunkte gibt es nicht, außer das „We Are The Night“ insgesamt schon sehr glatt produziert klingt. Es ist kein Album, an dem es viel zu entdecken gibt und welches den Hörer fordert und ihn überrascht. Vielmehr kann man dieses Album sowohl beim Grillabend mit den Jungs, als auch beim Heimwerken in der Garage spielen. Von einem Meisterwerk würde ich daher nicht sprechen, aber ein solides Album, das allen Genrefans gefallen wird. 

Trackliste:

01 – Hold Your Fire

02 – Kingdom Falls

03 – We Are The Night

04 – Queen Of Fire

05 – Dreams And Scars

06 – All The Way To The Stars

07 – One By One

08 – Under The Black Star

09 – Temples And Towers

10 – Don‘t Walk Away

11 – On My Way Back To Earth

12 – Far From Over

Fazit:

Ohne große Überraschungen, aber auf gutem Niveau überzeugt das dritte Free Fall Album von Magnus Karlsson. Eine solide Mischung aus Hardrock und AOR mit hervorragenden Stimmen und einen insgesamt etwas zu glatt produziertem Songwriting. 

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