Werwolf-Attacke! (Monsterball ist überall)

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Abwechslung
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  • Texte
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

MUSIK MIT BISS!

Die Band:

Gitarrist Thomas Spitzer gründete mit ein paar Freunden im Jahr 1977 eine Band, der zunächst ein passender Name fehlte. Als sie während einer Busfahrt am Hauptsitz der österreichischen Ersten Allgemeinen Versicherung vorbeikamen, entstand die Idee, den Bandnamen an dieses Unternehmen anzulehnen: Die war geboren. 1981 stieß Sänger Klaus Eberhartinger zur Band. Mit dem fünften Album „Geld oder Leben“ gelang der große Durchbruch, der mit dem folgenden Album „Liebe, Tod und Teufel“ und der Single „Küss die Hand schöne Frau“ noch getoppt wurde. Auch wenn nach diesem Erfolg die hohen Chartplatzierungen ausblieben, bediente die ihre Fangemeinde mit weiteren Alben und großen Tourneen, die immer eine Mischung aus Rockkonzert und Musikkabarett sind.

Das Album:

Nach einer längeren Kreativpause (das bis dato letzte Album „Neue Helden braucht das Land“ stammt aus dem Jahr 2010) meldeten such die bissigen Österreicher Ende Januar mit ihrem neuen Album „Werwolf-Attacke – Monsterball ist überall“ wieder zurück.

Die Pause hat der Band durchaus gut getan, denn die EAV zeigt sich so abwechslungsreich wie lange nicht mehr. Rock, Pop, Chanson, Ballade oder auch Techno – es gibt kaum eine Stilrichtung, die Thomas Spitzer nicht beackert.

Auch textlich zeigt sich die EAV so humorvoll und bissig wie selten zuvor. Im Titelsong „Werwolf-Attacke!“ gibt es eine globale Watschn für Banker, Fernsehmacher und Opernballbesucher, „Dame Europa“ wirft einen humorvoll-satirischen Blick auf die gesamte Euro-Zone und „Lederhosen-Zombies“ parodiert die volkstümlichen Eigenheiten eines Andreas Gaballiers, der aber, so Sänger Klaus Eberhartinger, sich mit diesem Song ausdrücklich nicht angesprochen fühlen soll. Zwischen den Songs gibt es immer wieder humorvolle Zwischenspiele, die im unverkennbaren Stil der EAV gehalten sind. Und für alle Burli-Fans gibt es mit „Miss Fuckushima“ ein mehr als gelungenes Wiederhören.

Trackliste:

01 – Werwolf-Attacke!

02 – Bankrott

03 – Zeigefinger

04 – Pfeif drauf

05 – Theater um die Kunst

06 – Dame Europa

07 – Hunger

08 – Scharia-Ho

09 – Babuschka

10 – Was ist los

11 – La Loba

12 – Unscheinbarer Bus

13 – Maschine

14 – Miss Fuckushima

15 – Notkäppchen

16 – Saldo Lilly

17 – Zugriff

18 – Monsters Of Trachtenball

19 – Lederhosen-Zombies

20 – Der oide Wolf

 

Fazit:

Auch wenn „Werwolf-Attacke“ nicht ganz die inhaltliche Geschlossenheit von „Geld oder Liebe“ (dem mit Abstand bestem EAV-Album) erreicht, ist es doch für jeden EAV-Fan ein Fest. Auch muss man feststellen, dass sich Thomas Spitzer, Klaus Eberhartinger, Kurt Keinrath, Franz Kreimer, Aaron Thier und Alvis Reid überaus abwechslungsreich präsentieren. Textlich gibt es dazu genau die humorvoll-ironischen Pointen, die man von der Band liebt und die genau auf den Punkt kommen. Neue Fans wird die Band sicher nicht gewinnen, aber die vorhandenen werden mehr als entzückt sein.

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