A Dramatic Turn Of Events

Autorenwertung
  • Sound
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

A Dreamatic Turn Of Events von Dream Theater

Die Band:

Die New Yorker Band Dream Theater ist eine der wichtigsten Vertreter des Progressive Metals, der Elemente des klassischen Heavy Metals mit Rockelementen der 1970er Jahre verbindet. Der Durchbruch gelang der Band mit dem zweiten Album „Images And Words“, das in den USA Goldstatus erreichte und noch heute eines der erfolgreichsten Progressive-Metal-Alben ist. Im September 2010 gab es eine gravierende Veränderung in der Besetzung der Band, als Drummer Mike Portony die Gruppe verließ. Mike Mike Mangini wurde jedoch ein adäquater Nachfolger gefunden, so dass die augenblickliche Besetzung aus James LaBrie (Gesang), John Myung (Bass), John Pertucci (Gitarre, Gesang), Jordan Rudess (Keyboards) und eben Mike Mangini besteht.

Das Album:

„A Dramatic Turn Of Events“ ist das elfte Studioalbum von Dream Theater. Nach dem Ausstieg von Schlagzeuger, Gründungsmitglied und Songwriter Mike Portony fanden in diversen Foren hitzige Diskussionen statt, wie die Zukunft der Band aussehen würde. Im Januar 2011 begab sich John Pertucci ins Studio, um mit der Arbeit an neuen Songs zu beginnen. Unterstützt wurde er dabei von James LaBrie und John Myung. Herausgekommen sind neun Songs, die mit einer Spielzeit von 77 Minuten ein sattes Album füllen. Schon der Opener „On The Back Of Angels“ macht deutlich, dass Dream Theater auf Album 1 ohne Mike Portony nicht von ihrer Klasse eingebüßt haben. Der Track gehört zwar eher in die Kategorie Prog Rock, hat aber einen tollen Instrumentalteil und ist ein mehr als appetitanregender Opener. Es folgt mit „Build Me Up, Break Me Down“ die härteste Nummer des Albums. Windgeräusche und Pferdegalopp leiten über zu „Lost Not Forgotten“. Spätestens jetzt werden die Dream-Theater-Fans begeistert sein. James LaBries Stimme führt kraftvoll durch den Song, der mit einer tollen Instrumentalpassage aufwarten kann und Erinnerungen an die Gruppe Yes weckt.

Mit „This Is The Life“ folgt ein Song zum Durchatmen. Sicher die radiotauglichste Nummer des Albums, ohne zu sehr in Richtung Mainstream zu gehen. Mit „Bridges In The Sky“ folgt das nächste Epos mit einer Länge von elf Minuten. Ein Song, der alles hat, was man von Dream Theater erwarten kann: Prog, Rock und Metal. Der Song geht in „Outcry“ über. Ebenfalls ein elfminütiger Track, der, neben hymnischen Elementen, mit einem rund vierminütigen Instrumental daherkommt.

Nach dieser geballten Ladung progressiver Rockmusik ist es Zeit für einen ruhigen Gegenpol. Den liefert mit „Far From Heaven“ der kürzeste Track des Albums. Eine knapp vierminütige Gänsehautballade, die nur von Klavier und Streicher untermalt wird und eindrucksvoll beweist, dass Dream Theater auch dieses Genre meisterhaft beherrschen. Weiter geht es mit dem längsten Track: „Breaking All Illusions“ ist ein Meisterwerk, das allein den Kauf des Albums rechtfertigt. In den zwölf Minuten feuert die Band alles ab, was diesen Musikstil auszeichnet: Satte Basslinien, Tempowechsel, instrumentale Breaks, lange Instrumentalteile und dazu James LaBries ausdrucksstarke Stimme. Vergleiche fallen schwer, sind letztlich auch nicht nötig. Wer aber Rush, oder mag, wird begeistert sein. „Beneath The Surface“, eine weitere Ballade, beendet das Album. Akustikgitarren, Cello, Keyboardklänge. Auch hier machen Dream Theater alles richtig. Ein toller Schlusspunkt.

Trackliste:

01 – On The Back Of Angels

02 – Build Me Up, Break Me Down

03 – Lost Not Forgotten

04 – This Is The Life

05 – Bridges In The Sky

06 – Outcry

07 – Far From Heaven

08 – Breaking All Illusions

09 – Beneath The Surface

 

Fazit:

Schon mit den letzten Alben „Black Clouds & Silver Linings“ und „Systematic Chaos“, die ebenfalls bei veröffentlicht wurden, haben Dream Theater die Messlatte für den eigenen Anspruch sehr hoch gelegt. Nach der Trennung von Mike Portony war die Frage, ob die Band dieses Level halten kann. Mit „A Dramatic Turn Of Events“ legen sie nun ein Album vor, dass absolut gefällt. Mehr noch. Der Band ist ein Album gelungen, dessen Vielschichtigkeit begeistert. Spiel- und Experimentierfreude halten sich die Waage. Dabei überzeugen Dream Theater sowohl in den langen Rocksongs, die vor Prog-Elementen nur so strotzen, als auch bei den Balladen, die weder klischeehaft noch mainstreamlastig klingen. Allen Befürchtungen zum Trotz ist der Band das vielleicht beste Album ihrer Karriere gelungen. Auf jeden Fall ist es ein ausgezeichneter Indikator dafür, dass Dream Theater weiterhin eine der wegweisenden Progressive-Metal-Bands sind.

 

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