En Garde

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En Garde

Haudegen. Warner Music International (Warner) 2012, Audio CD, € 11,04

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

En Garde von

Die Band:
Haudegen ist das Gemeinschaftsprojekt der beiden Berliner Hagen Stoll und Sven Gillert. Aufgewachsen im Plattenbaubezirk Hellersdorf versuchten sich die beiden zunächst als Rapper, bevor sie sich der Tätowiererszene zuwandten und ihren Musikstil änderten. Als Haudegen vermischen sie Elemente aus Rock, Pop und Jazz mit Klängen der klassischen Liedermachertradition.

Das Album:
Nach ihrem vielbeachtetem Debüt „“, das auf Platz 9 in den deutschen Charts einstieg und sich ein knappes halbes Jahr in den Top 100 halten konnte, legt das Berliner Duo sein zweites Album vor. „En Garde“, so der vermeintlich kämpferische Titel, soll eine Aufforderung der Musiker sein, wachsam durch das Leben zu gehen.

Wer das Album zum ersten Mal hört, wird feststellen, das es wesentlich energiegeladener und rockiger klingt, als das Debüt. Eine Tatsache, die der Tour zum ersten Album geschuldet ist, bei der sich Haudegen zu einer echten Band entwickelt haben. Eine Entwicklung, die dem Sound ausgesprochen gut getan hat. War „Schlicht Und Ergreifend“ durchweg ruhig und lieferte nur wenig rockige Momente, gibt es diesmal eine ausgewogene Mischung aus flotten Titeln wie „Feuer Und Flamme“, „Hölle“ oder dem Titelsong „En Garde“ und Balladen wie „Der Fehlerlose Mann“ oder „Herz Aus Glas“. Dabei vergessen Hagen Stoll und Sven Gillert nicht ihre Wurzeln. Gerade die Texte sind es, die für ihre Fans den Reiz dieser Band ausmachen. Und so ist es auch schwer, unter den 15 Titeln des Albums einzelne herauszuheben.

Erwähnenswert sind sicher „Für Die Familie“ oder „So Eine Starke Frau“, die mitten aus dem Leben sind und eine Geschichte erzählen, mit der sich jeder Hörer identifizieren kann. An der einen oder anderen Stelle liebäugeln Haudegen ein wenig mit den Böhsen Onkelz. Auch wenn die Musik nicht deren Härte erreicht, sind es die Texte von „Wir Rufen Was Ins Leben“ oder „Wir Kommen Zurück“, die durchaus Parallelen zu den Songs der ehemaliger Band aus Frankfurt aufweisen.

Mein persönlicher Favorit ist der Schlusspunkt des Albums. „Tintenfass Und Feder“ ist eine tolle Ballade, bei der Haudegen gesanglich von unterstützt werden. Auch wenn sich Haudegen als Rockband sehen und dies mit diesem Album auch untermauern, sind Anleihen bei der Zunft der Liedermacher in ihrer Musik immer wieder gewollt und Willkommen. Noch dazu, wenn sie so grandios umgesetzt werden, wie in diesem Song.

Trackliste:

01 – Intro

02 – Wir Rufen Was Ins Leben

03 – Feuer Und Flamme

04 – Leuchtturm

05 – Der Fehlerlose Mann

06 – En Garde

07 – Haus Aus Glas

08 – Alles Oder Nichts

09 – Hölle

10 – Weck Mich Auf

11 – Für Die Familie

12 – Zwei Für Alle

13 – So Eine Starke Frau

14 – Wir Kommen Zurück

15 – Titenfass Und Feder (Zu Gast: Reinhard Mey)

 

Fazit:

Die rockenden Liedermacher von Haudegen legen mit „En Garde“ ein richtig gutes zweites Album vor, das den Erfolg ihres Debüts wiederholen und übertreffen sollte. „En Garde“ bietet eine ausgewogene Mischung und spricht Hörer härterer Musik sicher ebenso an, wie Fans von oder Reinhard Mey. Großer Pluspunkt ist die Authentizität, die Hagen Stoll und Sven Gillert in ihre Musik und vor allem in ihre Texte legen. Ein rundes Album, das Grundstein für weitere Kapitel im Buch der Bandgeschichte sein sollte.

 

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