Das Buch der Transite
Kurzfazit: Starkes Nachschlagewerk zur Transitdeutung, aber nichts für Anfänger
Das Buch der Transite. Lebenszyklen erkennen und nutzen
14,29 € Stand: 10.08.2026
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Das Buch der Transite von Robert Hand ist ein gutes Werkzeug für jeden Astrologen oder für Leute, die im Bereich Astrologie schon über Grundwissen verfügen. Es ist eines der Bücher, die in einschlägigen Regalen fast immer stehen, und das hat einen einfachen Grund: Es deckt sein Thema vollständig ab.
Was ist Transitdeutung?
Transitdeutung fragt danach, wie die laufenden Planetenpositionen am Himmel zu den Positionen im Geburtshoroskop stehen. Bildet der laufende Saturn ein Quadrat zur Geburtssonne, ist das ein Transit. Zieht der laufende Jupiter durch das siebte Haus, ist auch das ein Transit.
Zunächst wird die Transitdeutung genauestens beschrieben, Robert Hand geht dabei auch auf die Häuserstellung ein. Das ist der Punkt, an dem sich das Buch von reinen Deutungslexika unterscheidet: Bevor Einzeldeutungen kommen, steht das Prinzip.
Zeitbestimmung und Geburtszeitkorrektur
Im zweiten Kapitel geht es um die Zeitbestimmung von Transiten. Hier wird es schon sehr mathematisch. Empfehlenswert ist an dieser Stelle eine gute Horoskop-Software, die man manuell exakt einstellen kann. So spart man sich die Rechnerei und kann das Buch dort einsetzen, wo es seine Stärke hat, nämlich bei der Deutung.
Das heiße und selten aufgegriffene Thema Geburtszeitkorrektur wird in diesem Kapitel beleuchtet. Dass Hand sich daran überhaupt heranwagt, ist bemerkenswert, denn viele Standardwerke lassen die Frage schlicht weg.
Die Fallstudie Nixon und Watergate
Im dritten Kapitel lesen wir die Fallstudie „Nixon und Watergate“. Sie ist der praktische Teil vor den Deutungstexten und zeigt, wie die zuvor erklärte Methodik auf einen konkreten Lebenslauf angewendet wird. Wer nur die Einzeldeutungen nachschlägt, überspringt diesen Teil leicht, verschenkt damit aber das Beste an methodischer Anleitung, das das Buch zu bieten hat.
Wie ist das Buch aufgebaut?
Ab Kapitel vier geht es ums Eingemachte: Endlich kommen die Planeten zum Zuge. Es geht los mit der Sonne. Zu Beginn wird die Bedeutung der transitierenden Sonne erläutert. Folglich erfahren wir die Bedeutung der Sonne in den Häusern eins bis zwölf.
Nun geht Robert Hand alle Aspekte durch, die die Sonne zu den Planeten bildet. Als Beispiel: Sonne Konjunktion Sonne, also „Heute ist Ihr Geburtstag“. Nach Aufzählung aller Aspekte zu den Planeten kommt noch ein interessantes Extra: der Planet im Aspekt zum AC und MC wird hier erläutert. Sehr schön.
Es werden die traditionellen Aspekte angesprochen: Konjunktion, Sextil, Quadrat, Trigon und Opposition. Auf diese Weise wird das auch mit den anderen Planeten Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto durchexerziert.
Das Ergebnis ist ein sehr regelmäßiges Raster. Jeder Planet bekommt denselben Durchlauf, jede Kombination ihren eigenen Abschnitt. Genau diese Systematik macht das Buch im Alltag so brauchbar: Man findet jede Stelle nach demselben Muster.
Wer ist Robert Hand?
Robert Hand ist ein US-amerikanischer Astrologe, dessen Titel seit Jahrzehnten zur Standardliteratur der deutschsprachigen Szene gehören. „Das Buch der Transite“ ist die deutsche Ausgabe seines Werks „Planets in Transit“. Die deutsche Erstausgabe erschien 1991 bei Hugendubel in München, übersetzt von Hildegard Ostarhild. Der Untertitel lautet „Lebenszyklen erkennen und nutzen“.
Dass das Buch über so viele Jahre und in mehreren Auflagen nachgedruckt wurde, sagt mehr über seinen Gebrauchswert als jede Empfehlung.
Stärken
Kompaktes Wissen verteilt auf 579 Seiten. Das Buch ist lexikonartig und erlaubt ein schnelles Nachschlagen, wenn man gerade mal darauf zurückgreifen muss. Die Seiten sind ab Kapitel vier seitlich grau markiert, sodass damit die Suche noch weiter erleichtert wird.
Der Ton der Deutungstexte ist ein weiterer Pluspunkt. Hand arbeitet nüchtern und verzichtet auf Schicksalsrhetorik. Transite werden als Phasen mit einer bestimmten Qualität beschrieben, nicht als Ereignisse, die zwangsläufig eintreten.
Schwächen
Allerdings muss auch eine Warnung ausgesprochen werden: Das ist keine Hilfe für Astrologie-Anfänger. Wer die Grundbausteine der Astrologie nicht verstanden hat, wird beim Aufschlagen dieses Buches die berühmten drei Fragezeichen sehen.
Was fehlt
Was manche vermissen dürften: Es werden Halbaspekte nicht berücksichtigt. Ebenso geht Robert Hand nicht auf Lilith und Chiron ein, obwohl das gerade das Sahnehäubchen sein könnte, zumal diese beiden Exoten in kaum einer Astrologie-Literatur wirklich ihren dankbaren Platz finden.
Keine Tiefe pro Aspekt
Das Buch der Transite ist somit kein Werk zum Lernen und Studieren, sondern vielmehr als Lexikon gedacht. Jeder Aspekt wird zwar beleuchtet, letztendlich geht es aber nicht in die Tiefe. Bei rund einer halben Seite pro Aspekt ist das nicht verwunderlich, sollte man aber wissen, bevor man das Buch als einziges Werk zum Thema kauft.
Häuser oder Aspekte: was Hand stärker gewichtet
Ein Punkt, der beim Arbeiten mit dem Buch schnell auffällt: Hand behandelt den Hausdurchgang und den Aspekt als zwei getrennte Ebenen, die man zusammenlesen muss. Ein transitierender Planet im sechsten Haus sagt etwas anderes als derselbe Planet im Quadrat zum Mond, und erst die Kombination ergibt ein brauchbares Bild.
Das Buch nimmt einem diese Zusammenschau nicht ab. Es liefert die Bausteine sauber und vollständig, das Verknüpfen bleibt Aufgabe der Leserin oder des Lesers. Genau daher rührt die Warnung an Anfänger: Wer nur einen Abschnitt nachschlägt und wörtlich nimmt, deutet zwangsläufig zu eng.
Praktisch im Alltag
Für die tägliche Arbeit heißt das: erst mit einer Software die exakten Transite und ihre Laufzeiten bestimmen, dann im Buch die betreffenden Abschnitte nebeneinanderlegen. Die seitliche Graumarkierung ab Kapitel vier macht diesen Wechsel schnell, und das lexikonartige Format hält auch häufiges Blättern aus.
Für wen lohnt sich das Buch?
Für alle, die bereits mit Radix, Häusern und Aspekten arbeiten und ein verlässliches Nachschlagewerk für die laufende Deutungsarbeit brauchen. Auch für Beratende, die schnell eine sauber formulierte Grundaussage zu einem Transit suchen, ist es praktisch.
Nicht geeignet ist es als Einstieg. Wer bei null anfängt, sollte erst ein Grundlagenbuch durcharbeiten und Hand danach dazustellen.
Fazit: Lohnt sich Das Buch der Transite?
Das Buch ist sehr nützlich und ein gutes Nachschlagewerk für jeden, der sich gerne mit Astrologie beschäftigt. Es punktet mit Vollständigkeit, klarer Systematik und einem nüchternen Ton, es verliert Punkte für die fehlenden Halbaspekte, das ausgesparte Duo Lilith und Chiron sowie die begrenzte Tiefe je Einzeldeutung.
Empfehlenswert ist es trotzdem, denn gerade wegen der leichten Handhabung ist es ein super Begleiter im Alltag. Man kauft hier kein Buch zum Durchlesen, sondern eines, das jahrelang in Reichweite stehen bleibt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Transitdeutung?
Transitdeutung beschreibt, wie die aktuellen Positionen der Planeten am Himmel zu den Positionen im Geburtshoroskop stehen und was sich daraus ablesen lässt. Gedeutet werden dabei sowohl die Aspekte zwischen laufendem Planeten und Geburtsplanet als auch der Durchgang durch die Häuser. Robert Hand widmet dem Grundgerüst dieser Technik die ersten Kapitel des Buches, bevor er in die Einzeldeutungen geht.
Ist Das Buch der Transite für Anfänger geeignet?
Nein. Wer die Grundbausteine der Astrologie nicht verstanden hat, wird beim Aufschlagen dieses Buches die berühmten drei Fragezeichen sehen. Vorausgesetzt werden Kenntnisse zu Planeten, Häusern und Aspekten. Für Einsteiger ist ein Grundlagenbuch die bessere erste Anschaffung.
Welche Aspekte und Planeten deckt das Buch ab?
Behandelt werden die klassischen Aspekte Konjunktion, Sextil, Quadrat, Trigon und Opposition, und zwar für Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Zusätzlich gibt es Deutungen für die Aspekte zum Aszendenten und zum Medium Coeli. Halbaspekte bleiben außen vor, ebenso Lilith und Chiron.
Wer ist Robert Hand?
Robert Hand ist ein US-amerikanischer Astrologe, dessen Bücher seit Jahrzehnten zu den meistgenutzten der Szene gehören. „Das Buch der Transite“ ist die deutsche Ausgabe seines Werks „Planets in Transit“. Die deutsche Erstausgabe erschien 1991 bei Hugendubel in München, übersetzt von Hildegard Ostarhild.
Wie arbeitet man am besten mit dem Buch?
Am sinnvollsten in Kombination mit einer Horoskop-Software, die exakte Transitzeiten berechnet. Dann lässt sich die Rechnerei aus dem zweiten Kapitel abkürzen und man nutzt das Buch als reines Nachschlagewerk. Die seitliche Graumarkierung ab Kapitel vier hilft dabei, die passende Stelle schnell zu finden.
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