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Das Buch der Transite

4 von 5 Redaktion · 2011-02-14 · aktualisiert 2026-10-01

Antwort

Das Buch der Transite ist ein Nachschlagewerk zur Transitdeutung von Robert Hand mit Deutungstexten zu den klassischen Aspekten der zehn Planeten, für Astrologie-Anfänger aber nicht geeignet. Die Rezension vom 14. Februar 2011 bewertet das Buch mit 4 von 5: vollständig und systematisch, aber ohne Halbaspekte, Lilith und Chiron und mit rund einer halben Seite pro Aspekt.

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„Das Buch der Transite. Lebenszyklen erkennen und nutzen“ von Robert Hand ist ein Nachschlagewerk zur Transitdeutung. Die Rezension vom 14. Februar 2011 stellt Aufbau, Stärken und Grenzen des Buchs vor und bewertet es mit 4 von 5.

Ein Werkzeug für Fortgeschrittene

Das Buch der Transite von Robert Hand ist ein gutes Werkzeug für jeden Astrologen oder für Leute, die im Bereich Astrologie schon über Grundwissen verfügen. Der Grund liegt in der Anlage: Das Buch deckt sein Thema vollständig ab.

Was ist Transitdeutung?

Transitdeutung fragt danach, wie die laufenden Planetenpositionen am Himmel zu den Positionen im Geburtshoroskop stehen. Bildet der laufende Saturn ein Quadrat zur Geburtssonne, ist das ein Transit. Zieht der laufende Jupiter durch das siebte Haus, ist auch das ein Transit.

Zunächst wird die Transitdeutung genauestens beschrieben, Robert Hand geht dabei auch auf die Häuserstellung ein. Das ist der Punkt, an dem sich das Buch von reinen Deutungslexika unterscheidet: Bevor Einzeldeutungen kommen, steht das Prinzip.

Zeitbestimmung und Geburtszeitkorrektur

Im zweiten Kapitel geht es um die Zeitbestimmung von Transiten. Hier wird es schon sehr mathematisch. Empfehlenswert ist an dieser Stelle eine gute Horoskop-Software, die man manuell exakt einstellen kann. So spart man sich die Rechnerei und kann das Buch dort einsetzen, wo es seine Stärke hat, nämlich bei der Deutung.

Das heiße und selten aufgegriffene Thema Geburtszeitkorrektur wird in diesem Kapitel beleuchtet. Dass Hand dieses Thema im Buch aufgreift, ist ein Pluspunkt.

Die Fallstudie Nixon und Watergate

Im dritten Kapitel lesen wir die Fallstudie „Nixon und Watergate“. Sie ist der praktische Teil vor den Deutungstexten und zeigt, wie die zuvor erklärte Methodik auf einen konkreten Lebenslauf angewendet wird. Wer nur die Einzeldeutungen nachschlägt, überspringt diesen Teil leicht, verschenkt damit aber die methodische Anleitung, die das Buch bietet.

Wie ist das Buch aufgebaut?

Ab Kapitel vier geht es ums Eingemachte: Endlich kommen die Planeten zum Zuge. Es geht los mit der Sonne. Zu Beginn wird die Bedeutung der transitierenden Sonne erläutert. Danach folgt die Bedeutung der Sonne in den Häusern eins bis zwölf.

Nun geht Robert Hand alle Aspekte durch, die die Sonne zu den Planeten bildet. Als Beispiel: Sonne Konjunktion Sonne, also „Heute ist Ihr Geburtstag“. Nach Aufzählung aller Aspekte zu den Planeten kommt noch ein interessantes Extra: der Planet im Aspekt zum AC und MC wird hier erläutert. Sehr schön.

Es werden die traditionellen Aspekte angesprochen: Konjunktion, Sextil, Quadrat, Trigon und Opposition. Auf diese Weise wird das auch mit den anderen Planeten Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto durchexerziert.

Jeder Planet wird auf diese Weise durchgegangen. Diese Systematik macht das Buch im Alltag brauchbar: Man findet jede Stelle nach demselben Muster.

Wer ist Robert Hand?

Robert Hand ist ein US-amerikanischer Astrologe, dessen Titel seit Jahrzehnten zur Standardliteratur der deutschsprachigen Szene gehören. „Das Buch der Transite“ ist die deutsche Ausgabe seines Werks „Planets in Transit“. Die deutsche Erstausgabe erschien 1991 bei Hugendubel in München, übersetzt von Hildegard Ostarhild. Der Untertitel lautet „Lebenszyklen erkennen und nutzen“.

Die Hugendubel-Ausgabe von 2000 ist gebunden und enthält Deutungen zu den Aspekten der zehn Planeten sowie zu den Transiten über Aszendent und Medium Coeli.

Stärken

Kompaktes Wissen auf knapp 580 Seiten. Das Buch ist lexikonartig und erlaubt ein schnelles Nachschlagen, wenn man gerade mal darauf zurückgreifen muss. Die Seiten sind ab Kapitel vier seitlich grau markiert, sodass damit die Suche noch weiter erleichtert wird.

Schwächen

Allerdings muss auch eine Warnung ausgesprochen werden: Das ist keine Hilfe für Astrologie-Anfänger. Wer die Grundbausteine der Astrologie nicht verstanden hat, wird beim Aufschlagen dieses Buches die berühmten drei Fragezeichen sehen.

Was fehlt

Was manche vermissen: Halbaspekte werden nicht berücksichtigt. Ebenso geht Robert Hand nicht auf Lilith und Chiron ein, die in der Astrologie-Literatur selten ausführlich behandelt werden.

Keine Tiefe pro Aspekt

Das Buch der Transite ist somit kein Werk zum Lernen und Studieren, sondern vielmehr als Lexikon gedacht. Jeder Aspekt wird zwar beleuchtet, letztendlich geht es aber nicht in die Tiefe. Bei rund einer halben Seite pro Aspekt ist das nicht verwunderlich, sollte man aber wissen, bevor man das Buch als einziges Werk zum Thema einsetzt.

Häuser und Aspekte im Buch

Bei jedem Planeten behandelt das Buch zuerst die Bedeutung des transitierenden Planeten, dann seinen Durchgang durch die Häuser eins bis zwölf und danach die Aspekte zu den anderen Planeten. Hausdurchgang und Aspekt stehen damit in getrennten Abschnitten.

Praktisch im Alltag

Für die tägliche Arbeit heißt das: erst mit einer Software die exakten Transite und ihre Laufzeiten bestimmen, dann im Buch die betreffenden Abschnitte nachschlagen. Die seitliche Graumarkierung ab Kapitel vier erleichtert diesen Wechsel.

Für wen lohnt sich das Buch?

Für alle, die bereits mit Radix, Häusern und Aspekten arbeiten und ein verlässliches Nachschlagewerk für die laufende Deutungsarbeit brauchen.

Nicht geeignet ist es als Einstieg. Wer bei null anfängt, sollte erst ein Grundlagenbuch durcharbeiten und Hand danach dazustellen.

Fazit: Lohnt sich Das Buch der Transite?

Das Buch ist sehr nützlich und ein gutes Nachschlagewerk für jeden, der sich gerne mit Astrologie beschäftigt. Es punktet mit Vollständigkeit und klarer Systematik, es verliert Punkte für die fehlenden Halbaspekte, das ausgesparte Duo Lilith und Chiron sowie die begrenzte Tiefe je Einzeldeutung.

Empfehlenswert ist es trotzdem, denn gerade wegen der leichten Handhabung ist es ein verlässlicher Begleiter im Alltag. Es ist kein Buch zum Durchlesen, sondern eines zum regelmäßigen Nachschlagen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Transitdeutung?

Transitdeutung beschreibt, wie die laufenden Planetenpositionen am Himmel zu den Positionen im Geburtshoroskop stehen. Ein Transit ist etwa der laufende Saturn im Quadrat zur Geburtssonne oder der laufende Jupiter im siebten Haus. Das Buch der Transite von Robert Hand erklärt zuerst dieses Prinzip, bevor die Einzeldeutungen folgen.

Ist Das Buch der Transite für Anfänger geeignet?

Nein, Das Buch der Transite ist für Astrologie-Anfänger nicht geeignet. Vorausgesetzt werden Kenntnisse zu Radix, Häusern und Aspekten, wer bei null anfängt, sollte erst ein Grundlagenbuch durcharbeiten.

Welche Aspekte und Planeten deckt das Buch ab?

Das Buch der Transite behandelt die Aspekte Konjunktion, Sextil, Quadrat, Trigon und Opposition für Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto. Zusätzlich gibt es Deutungen für die Aspekte zu Aszendent und Medium Coeli. Halbaspekte sowie Lilith und Chiron fehlen.

Wer ist Robert Hand?

Robert Hand ist ein US-amerikanischer Astrologe. Das Buch der Transite ist die deutsche Ausgabe seines Werks Planets in Transit und erschien bei Hugendubel, der Untertitel lautet Lebenszyklen erkennen und nutzen.

Wie arbeitet man am besten mit dem Buch?

Das Buch der Transite nutzt man am besten zusammen mit einer Horoskop-Software, die die exakten Transite und ihre Laufzeiten bestimmt. Danach schlägt man die betreffenden Abschnitte im Buch nach, die seitliche Graumarkierung ab Kapitel vier erleichtert das Finden.

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