Erasure - Moon & Sky EP
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Erasure - Moon & Sky EP ist eine erweiterte Single-Auskopplung von Erasure aus dem Album Loveboat, die mit fünf Remixen und fünf Akustikversionen als EP durchgeht, und erhält in der Rezension vom 27. Juli 2011 3,5 von 5 Punkten. Die Akustikfassungen bekannter Erasure-Songs wie A Little Respect sind die eigentliche Stärke, die Dancefloor-Remixe sprechen vor allem Clubhörer an.
Moon and the Sky Ep
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Moon & The Sky erschien am 10. Dezember 2001 bei Mute Records als erweiterte Auskopplung aus dem Album Loveboat. Der Albumtitel wurde für die Radiofassung deutlich umgearbeitet und mit so vielen Zusatztracks und Mixen bestückt, dass die Veröffentlichung als EP durchgeht. In Großbritannien brachte Mute sie folgerichtig unter dem Titel Moon & the Sky Plus heraus, ein Vorgehen, das das Label zuvor schon bei einer anderen Erasure-Single gewählt hatte. Die Zusammenstellung zerfällt in zwei klar getrennte Hälften: fünf Remixe des Titelstücks und fünf Akustikversionen bekannter Erasure-Songs.
Die Tracklist der Moon & The Sky EP
- Moon & The Sky (JC’s Heaven Scent Radio Re-Work)
- Moon & The Sky (The Millionaires Radio Edit)
- Moon & The Sky (Randy Roger’s Ramjet Mix)
- Moon & The Sky (Sleaze Sisters Anthem Mix)
- Moon & The Sky (BK Mix)
- Baby Love (Acoustic Version)
- Freedom (Acoustic Version)
- Alien (Acoustic Version)
- Where In The World (Acoustic Version)
- A Little Respect (Acoustic Version)
Moon & The Sky, die EP
Moon & The Sky ist ursprünglich als Song auf dem leider viel zu schnell gesunkenen Loveboat erschienen. Im Gegensatz zur Albumversion erscheint das Lied Moon & The Sky hier nicht in der Originalfassung, sondern gleich in Form von fünf verschiedenen Remixen, wovon der erste dem Original noch am nächsten kommt.
Die Remixe des Titelstücks
Wobei gerade dieser erste Remix Andy Bells Gesang mehr Freiraum bietet. Machte der Titel auf dem Loveboat-Album irgendwie nur einen halbfertigen Eindruck, ist er hier ein richtiger Song. Der zweite Remix ist für meinen Geschmack etwas überproduziert. Alle anderen Remixe des Songs eignen sich dann nur noch für die Dancefloors, weil es sich hierbei um typische DJ-Remixe handelt, die das Stück bis zur Unkenntlichkeit verfremden und mit Erasure nicht wirklich viel zu tun haben. Dennoch werden diese Remixe auch bestimmten Leuten gefallen, vor allem jenen, die auf technoide Discobeats stehen.
Wer die Scheibe wegen der Remixe kauft, sollte das im Kopf behalten: Von fünf Fassungen sind zwei ernsthaft als Songversionen gedacht, die restlichen drei sind Clubware. Das ist für eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2001 nichts Ungewöhnliches, weil Remixpakete damals zum Standardrepertoire jeder Singleauskopplung gehörten, macht die erste Hälfte aber für Zuhörer am heimischen Gerät nur bedingt attraktiv.
Die Akustikversionen
Die zweite Hälfte der CD gestaltet sich dann schon um einiges interessanter, hier haben wir bekannte Erasure-Stücke im Akustik-Gewand vor uns liegen. Von denen mir „Baby Love“ aufgrund seiner albernen Lyrics am wenigsten zusagt. „Freedom“ erschien ja schon mit einem Akustikintro auf dem Album und kommt auch in der puren Akustikversion gut zur Geltung. „Alien“, ein weiterer Loveboat-Song, kommt sehr gefühlvoll rüber, Andys Stimme ist sehr schön und klar, mir gefällt diese Akustikversion auch besser als auf dem späteren Union Street, das die selbe Idee umgesetzt hat.
Die letzten beiden Songs „Where In The World“ und „A Little Respect“ erstrahlen durch den Akustikanstrich in einem ganz neuen Licht. Gerade der letzte Titel dürfte langjährige Erasure-Fans in Verzückung bringen, weil „A Little Respect“ zu den bekanntesten Stücken des Duos überhaupt gehört und in dieser reduzierten Form eine ganz andere Seite zeigt als die Synthesizer-Fassung.
Der Zusammenhang mit Loveboat
Drei der fünf Akustiknummern, „Freedom“, „Alien“ und „Where In The World“, stammen vom Album Loveboat, das 2000 erschien und weder bei der Kritik noch bei den Fans gut ankam. Damit ist diese EP im Kern eine zweite Chance für ein Album, das seinerzeit an der Erwartungshaltung des Publikums gescheitert ist. Wer die Stücke hier in reduzierter Form hört, ohne die Diskussion über die Produktion des Albums im Ohr, bekommt einen ziemlich klaren Blick auf die Substanz der Songs, und die ist besser als ihr Ruf. Das Album selbst wird in der Rezension zum neunten Studioalbum Loveboat besprochen.
Das Verhältnis zu Union Street
2006 veröffentlichten Erasure mit Union Street ein ganzes Album, auf dem ältere Songs des Duos akustisch beziehungsweise im Country-Stil neu interpretiert wurden. Die Idee war also nicht neu, sie war hier auf der Moon & The Sky EP fünf Jahre früher schon einmal ausprobiert worden. Bemerkenswert ist, dass die frühen Fassungen in mehreren Fällen überzeugender wirken als die späteren Neuaufnahmen, weil sie weniger auf ein durchgehendes Konzept getrimmt sind und den Songs mehr Luft lassen.
Für wen lohnt sich die EP?
Die Zielgruppe ist überschaubar, aber klar umrissen. Wer Loveboat mochte, bekommt hier Ergänzungen, die das Album im Nachhinein aufwerten. Wer Erasure schon lange hört und die bekannten Titel einmal ohne Synthesizerwand erleben will, findet in der zweiten Hälfte fünf gute Gründe.
Weniger geeignet ist die Scheibe für Einsteiger. Wer Erasure kennenlernen will, greift zu einem regulären Album oder einer Kompilation, weil eine Remix-EP nun einmal kein repräsentatives Bild des Duos zeichnet. Auch wer Dancefloor-Remixe grundsätzlich meidet, sollte wissen, dass die halbe Spielzeit genau daraus besteht. Eine weitere Erasure-EP ist die Abba-Esque EP von 1992 mit vier ABBA-Klassikern in Synthiepop.
Fazit: Lohnt sich Moon & Sky EP?
Die Moon & The Sky EP bietet neben zwei gelungenen Remixen eine Vielzahl interessanter Akustikversionen bekannter Erasure-Tracks. Ich hätte mir damals gewünscht, dass die Leute das Loveboat-Album mehr zu schätzen gewusst hätten, Potential hatten die Songs ohne Zweifel, in der Remix-Version wurde aus Moon & The Sky ein richtig gefühlvoller Song.
Die Akustikversionen sind zum Teil sogar besser als die auf dem Jahre später erschienenen Union Street. Ich empfehle diese EP jedem, der Gefallen am Loveboat-Album gefunden hatte, und solchen, die bekannte Erasure-Songs mal in einem anderen Soundgewand hören möchten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Moon & The Sky EP von Erasure?
Die Moon & The Sky EP von Erasure ist eine erweiterte Singleveröffentlichung zum Loveboat-Song Moon & The Sky, die am 10. Dezember 2001 bei Mute Records erschien. Sie enthält fünf Remixe des Titelstücks und fünf Akustikversionen bekannter Erasure-Songs. In Großbritannien brachte Mute sie unter dem Titel Moon & the Sky Plus heraus.
Warum heißt die Veröffentlichung in Großbritannien Moon & the Sky Plus?
Mute Records hat die Moon & The Sky EP mit so vielen Zusatztiteln und Mixen bestückt, dass sie als EP durchgeht, und nannte die britische Ausgabe deshalb Plus. Das Label wählte dieses Vorgehen zuvor schon bei einer anderen Erasure-Single. Für Käufer bedeutet das deutlich mehr Material als bei einer üblichen Single.
Welche Akustikversionen sind auf der EP enthalten?
Die Moon & The Sky EP enthält Akustikfassungen von Baby Love, Freedom, Alien, Where In The World und A Little Respect. Freedom, Alien und Where In The World stammen vom Erasure-Album Loveboat, A Little Respect gehört zu den bekanntesten Erasure-Songs überhaupt und zeigt im reduzierten Arrangement eine ganz andere Seite.
Wie unterscheidet sich die EP vom Album Union Street?
Die Moon & The Sky EP unterscheidet sich vom Album Union Street vor allem durch Umfang und Alter: Union Street erschien 2006 als ganzes Album mit akustisch oder im Country-Stil neu interpretierten Erasure-Songs, die Akustikversionen der EP sind fünf Jahre älter. In der Rezension wirken die frühen Fassungen in mehreren Fällen überzeugender als die späteren Neuaufnahmen.
Für wen lohnt sich die Moon & The Sky EP?
Die Moon & The Sky EP lohnt sich vor allem für Hörer, die das Erasure-Album Loveboat mögen, und für Fans, die bekannte Erasure-Stücke in ungewohnter Form hören wollen. Wer Dancefloor-Remixe meidet, sollte wissen, dass die erste Hälfte der EP genau daraus besteht. Einsteigern empfiehlt die Rezension ein reguläres Album.
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