Back To The 80´s: Point Of Entry

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

FREIHEIT ÜBER DEM HIGHWAY!

Die Band:

gingen aus einer im Jahr 1969 gegründeten Bluesband hervor, als Gitarrist K. K. Downing das Zepter übernahm. Der Name der Band leitet sich vom Bob-Dylan-Song „The Ballad Of Frankie Lee And Judas Priest“ ab. 1973 stieß Sänger Rob Halford zur Band, ein Jahr später Gitarrist Glenn Tipton. Zusammen mit Bassist Ian Hill und Schlagzeuger Ellis war dies die Formation, die das und den Sound von Judas Priest maßgeblich prägen sollte. 1976, das zweite Album war gerade veröffentlicht, unterschrieb die Band ihren ersten großen Plattenvertrag bei /Columbia. 1980 veröffentlichten sie mit „“ ein Album, das wegweisend für die gesamte Rockmusik war und die Stilrichtung NWOBHM (New Wave Of British Heavy ) hervorrief, auf deren Welle sich auch Bands wie Iron Maiden, Def Leppard oder Saxon formierten. In den 90ern gab es zahlreiche Umbesetzungen innerhalb der Band, unter anderem wurde Tim Owens zeitweise Sänger der Band. Erst 2005 gab es die Wiedervereinigung mit Rob Halford auf dem Album „Angel Of Retribution“. 

Das Album:

Den großen Erfolg ihres Vorgängers „British Steel“ habe ich noch nicht mitbekommen. Mein erster Berührungspunkt mit Judas Priest, ist dieses Album. „Point Of Entry“ ist das erste von drei Alben, die die Band unter der Führung von Produzent Tom Allom auf Ibiza aufgenommen hat. Wobei gerade das Werk von großer Improvisation lebte, da die Musiker ohne jedes Songmaterial auf die Baleareninsel gereist ist, sodass die Lieder erst im Verlauf der Aufnahmesessions entstanden sind.

Wenn man den Backkatalog von Judas Preis betrachtet, ist „Point On Entry“ eine Platte, die ein wenig stiefmütterlich behandelt wird. Sicher, sein experimenteller Charakter macht es zu einem eher untypischen Album, zumal die Songs stellenweise einen New-Wave-Einschlag besitzen, was daran liegt, dass gerade Sänger Rob Halford in dieser Zeit auch mit anderen musikalischen Einflüssen geflirtet hat.

Trotzdem hat das Album Potenzial. Allen voran „Heading Out To The Highway“. Bis heute ist der Song eine absolute Biker-Hymne und überhaupt der Grund, dass ich mich mit der Musik von Judas Priest beschäftigt habe. Auch Titel wie „Hot Rockin“ oder „Desert Plains“ machen Spaß. Eher auf der damals üblichen zweiten Seite (ab Track 6) lassen die Lieder etwas nach. Hier ist mit „Troubleshooter“ noch ein hörenswerter Song versteckt, doch insgesamt gibt es sicher bessere Priest-Alben. 

Trackliste:

01 – Heading Out To The Highway

02 – Dont Go

03 – Hot Rockin

04 – Turning Circles

05 – Desert Plains

06 – Solar Angels

07 – You Say Yes

08 – All The Way

09 – Troubleshooter

10 – On The Run

Fazit:

Auf dem ersten Höhepunkt ihrer Karriere mit „British Steel“ folgte mit „Point Of Entry“ ein Album, dass die Erwartungen von Fans und Kritiker nicht ganz erfolgen konnte. Das ist schade. Denn wenn man dem Longplayer etwas Zeit gibt, wird man feststellen, dass sich doch einige Perlen darauf befinden. Für mich als elfjähriger Knirips, war es jedenfalls der Einstieg in die Welt von Rob Halford und Co. 

Bewertung:

Musik: 4,5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 5

Abwechslung: 4

Hörspaß: 4

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