Bruce Dickinson – The Mandrake Project

Inhaltsverzeichnis
Musik

Christina Stürmer – MTV Unplugged in Wien

Musik

Pearl Jam – Dark Matter

Musik

Maite Kelly – Nur Liebe

ES BRAUCHT ZEIT …

Der Sänger:

Bruce Dickinson wurde am 7. August 1958 in Worksop, England geboren und ist ein britischer Sänger, Songwriter, Musiker, Pilot und Autor. Nach einem Geschichtsstudium begann er seine Musikkarriere in den 1970er Jahren in verschiedenen Bands, bevor er 1981 als Ersatz für den bisherigen Sänger von Iron Maiden, Paul Di’Anno, in die Band einstieg.

Mit seiner kraftvollen Stimme, seiner charakteristischen Bühnenpräsenz und seinem Talent als Songwriter prägte Dickinson den Sound von Iron Maiden und trug maßgeblich zum Erfolg der Band bei. Neben seiner Musikkarriere ist Dickinson auch als kommerzieller Pilot und Fluglehrer tätig. Er ist lizenzierter Pilot für Verkehrsflugzeuge. Darüber hinaus hat der Sänger eine erfolgreiche Solo-Karriere verfolgt und mehrere Alben veröffentlicht. Zudem ist er als Autor aktiv und hat mehrere Bücher publiziert, darunter eine Autobiografie mit dem Titel „What Does This Button Do?“.

Das Album: 

Neunzehn Jahre sind seit dem letzten Soloalbum von Bruce Dickinson vergangen. Jahre, in denen er sich auf seien Karriere bei Iron Maiden konzentriert hat. Doch jetzt war es wohl an der Zeit, mit eigenem Material an den Start zu gehen. An seiner Seite wieder der amerikanische Songwriter, Produzent und Gitarrist Roy Z., der seit Dickinsons ersten Soloalbum „Accident Of Birth“ mit an Bord ist. Und der bei etwas mehr als der Hälfte der Titel auch als Songschreiber mitgewirkt hat. 

An allen Songs war natürlich der Herr des Albums selbst beteiligt. Dickinsons Selbstverständnis als Songwriter ist in den Jahren gewachsen, was man insbesondere auf den Maiden-Alben „The Final Frontier“ und „The Book Of Souls“ hören konnte. Auch hier kamen vermehrt progressive Töne ins Spiel, die den Sound der Band erweitern sollten.

Jetzt also „The Mandrake Project“. Eingebettet in ein Konzept, das sich von einer Comicserie inspirieren ließ, gibt es hier einiges zu entdecken. Von Countryanleihen bei „Resurrection Man“, klassischem Metal im Stil der 80er Maidens („Eternity Has Failed“), bis hin zur progressiven Schlussnummer „Sonata (Immortal Beloved) – mit fast zehn Minuten der längste Song des Albums, ist viel vertreten, was man gehört werden will. 

Und genau darum geht es. „The Mandrake Project“ ist ganz sicher kein Album zum Abrocken. Auch ist es meiner Ansicht nach nicht für die großen Festivalbühnen geeignet. Vielmehr ist es ein Werk, für das man sich Zeit nehmen muss, denn den ersten Hördurchgang fand ich fast enttäuschend. Erst nach und nach haben sich mir einzelne Songs erschlossen. Natürlich muss man die Stimme von Bruce Dickinson mögen. Mit 65 ist er noch gut dabei, allerdings sollte man ein Faible für die oft hohen Tonlagen haben. 

Trackliste:

01 – Afterglow of Ragnarok

02 – Many Doors to Hell

03 – Rain on the Graves

04 – Fingers in the Wounds

05 – Resurrection Men

06 – Eternity Has Failed

07 – Mistress of Mercy

08 – Face in the Mirror

09 – Schadow of the Gods

10 – Sonata (Immortal Beloved)

Fazit:

„The Mandrake Project“ braucht Zeit und entwickelt sich, obgleich ich die stellweise sehr lobenden Kritikern nicht ganz nachvollziehen kann. Das mag sicher auch daran liegen, dass ich mit der Prog-Richtung, die Maiden in den letzten Jahren genommen hat, nicht konform gehe. Von daher ein gutes, aber kein brillantes Album.

Bewertung:

Musik: 4

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 4,5

Abwechslung: 4,5

Hörspaß: 3,5

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