Das elfte Gebot

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DU SOLLST NICHT SCHLAGER HÖREN!

Die Band:

Im Jahr 2000 hatte Peter Henrici die Idee, die rockige Mittelalterszene etwas aufzulockern. Spaß und Humor kamen ihm bisher zu kurz und im Fahrwasser einer Band von wollte er Gleiches auch in dieser Szene erreichen. Dies war die Geburtsstunde von . Er fand interessierte Mitstreiter und doch sollte es gut vier Jahre bis zum ersten Auftritt dauern. Durch weitere Engagements auf Mittelaltermärkten wurde eine Plattenfirma auf aufmerksam. So erschien 2005 ihr Debüt „Prima Nocte“. Die Fangemeinde wurde stets etwas größer und trotz einiger Umbesetzungen bliebt die Band ihrem Stil treu und kombiniert mittelalterlichen Rock oft mit frivolen und humorvollen Texten.

Das Album:

Seit einigen Jahren erfreuen Feuerschwanz ihre Fangemeinde im 2-Jahres-Rhythmus mit neuer Musik. Jetzt liegt mit „“ der neunte Longplayer vor, der die Fans doppelt begeistern soll. Zum einen gibt es elf aktuelle Songs, zum anderen ein Bonus-Album mit sieben Coversongs. 

Auf „Das elfte Gebot“ überraschen Sänger und Gitarrist Peter Henrici alias Hauptmann Feuerschwanz mit einer Mischung aus Power Metal und Mittelalterrock. Die ersten Songs sind richtig gut und machen viel Spaß, zumal die Texte nicht ganz so platt sind, wie befürchtet. Leider kann die Band das anfangs gute Niveau nicht wirklich halten. Etwa aber der Mitte wird das Album zwar nicht schlecht, doch die Songs versinken im Mittelmaß. Highlights oder Titel, die sich längerfristig im Gehör festsetzen, sind hier leider nicht mehr auszumachen. 

Somit liegen die Hoffnungen auf dem Cover-Album. Wobei ich die Songauswahl schon etwas platt finde. So ist es letztlich nur ein Song, der mich hier wirklich ansprechen konnte. Seeeds „Ding“ ist ein richtig gutes Coverversion, zumal ich es eh reizvoller finde, bei solchen Aktionen ein Genre zu nehmen, dass nicht dem eigenen entspricht. Gerade das Cover der Berliner Band wird mit einem hörenswerten Gastauftritt der aus der Schweiz stammenden Sängerin veredelt, die den Rap-Part des Originals übernimmt und mit ihren Growls glatt das Fürchten lehrt. Vielleicht kann noch „I See Fire“ überzeugen. Der ruhige Hobbit-Filmsong von bekommt hier mehr Dampf. Doch bei den restlichen Songs wie „Amen & Attack“ von Powerwolf oder „Gott mit uns“ von Sabaton hängt man viel zu sehr am Original – nur das diese halt besser klingen. 

Trackliste CD 01:

01 – Meister der Minne

02 – Metfest

03 – Das elfte Gebot

04 – Kampfzwerg

05 – Im Bauch des Wals

06 – Mission Eskalation

07 – Schildmaid

08 – Malleus Maleficarum

09 – Lords Of Powermet

10 – Totentanz

11 – Unter dem Drachenbanner

Trackliste 02:

01 – Ding (feat. Melissa Bonny)

02 – Hier kommt Alex

03 – Amen & Attack

04 – I See Fire

05 – Gott mit uns

06 – Limit

07 – Engel

Fazit:

„Das elfte Gebot“ ist sicher kein schlechtes Album. „Meister der Minne“ und „Metfest“ haben mich durchaus überzeugen können. Fans von Feuerschwanz werden zufrieden sein, doch wirklich neue Hörer wird sich die Gruppe nicht erschließen. Zumal es im Bereich des Mittelalterrocks deutlich bessere Bands gibt. Die Coversongs können ebenfalls nur bedingt gefallen, haben aber mit „Ding“ eine echte Perle dabei. Insgesamt ein Album, das man hören kann, doch nicht zwingend muss. 

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