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Die Protokollantin

von Michael Krause · 2019-01-24 · aktualisiert 2026-10-01

Antwort

Die Protokollantin ist eine fünfteilige ZDF-Serie mit Iris Berben als LKA-Protokollantin Freya Becker, die gemeinsam mit Damir Mitkovic dem getöteten Mädchen eines freigesprochenen Angeklagten Gerechtigkeit verschaffen will. Die Rezension vom 24. Januar 2019 nennt sie eine Serie mit viel Licht und wenig Schatten, kritisiert aber das Ende.

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VIEL LICHT, WENIG SCHATTEN!

Worum geht es in Die Protokollantin?

Freya Becker arbeitet seit Jahren als Protokollantin beim LKA in Berlin. Seit dem spurlosen Verschwinden ihrer Tochter lebt sie zurückgezogen und hat nur noch mit ihrem Bruder Jo und dessen Familie ein paar soziale Kontakte. Als Thilo Menken freigesprochen wird, der angeklagt wurde, ein junges Mädchen ermordet zu haben, kochen bei Freya alte Erinnerungen hoch. Gemeinsam mit Damir Mitkovic, den Freya von früher kennt, beschließt sie, dem getöteten Mädchen Gerechtigkeit zu verschaffen. Freya ahnt nicht, dass sie damit eine Lawine lostritt.

Darsteller

Iris Berben ist Freya Becker

Peter Kurth ist Henry Silowski

Moritz Bleibtreu ist Jo Jacobi

Katharina Schlothauer ist Anne Liebig

Timur Isik ist Yanik Akbay

Misel Maticevic ist Murat Nadarevic

Johannes Krisch ist Damir Mitkovic

Julischka Eichel ist Nadine Krug

Episodenübersicht

01 - Andere Gesetze

02 - Ein neuer Chef

03 - Das Haus im Wald

04 - Schuld und Sühne

05 - Die Lichtung

Produktinformationen

2 DVD´s

Laufzeit: 287 Minuten

Sprache: Deutsch

Ton, Bild, Farbe: Dolby, 16:9, PAL

FSK: ab 12 Jahren

Fazit: Lohnt sich Die Protokollantin?

Mit „Die Protokollantin„ lief vor einiger Zeit im ZDF eine fünfteilige Serie, die man durchaus als ambitioniert bezeichnen kann. Vier Jahre arbeiteten die Drehbuchautorin Nina Grosse („Tatort„) und die Regisseurin Samira Radsi („Deutschland 83„) an dieser Serie, die auf einer Idee von Friedrich Ani beruht. Die Arbeit hat sich gelohnt. Mit der Produktionsfirma von Oliver Berben hat sich ein Platzhirsch in der deutschen Fernsehlandschaft der Umsetzung angenommen. Herausgekommen ist eine spannende Story, die jedoch ein wenig Zeit braucht, um wirklich in Gang zu kommen. Man ahnt zu beginn noch nicht, wie die einzelnen Charaktere zueinanderstehen und in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Doch genau das macht eine Serie aus, die sich von den 0815-Produktionen unterscheidet. So lohnt es sich, in den Kosmos dieser Reihe einzusteigen.

Belohnt wird der Zuschauer mit einer vielschichtigen Story, die sich von Folge zu Folge steigert und an Spannung gewinnt. Vor allem die bestens herausgearbeiteten Charaktere sind das Salz dieser Miniserie. Es macht Spaß, diese zu entdecken. Das führt natürlich unweigerlich zur Darstellerriege. Iris Berben hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer der erstklassigsten deutschen Schauspielerinnen entwickelt und legt in der Rolle der unscheinbaren grauen Maus Freya Becker eine geradezu preiswürdige Leistung ab. Moritz Bleibtreu spielt ihren Bruder Jo mit der gleichen Intensität. Allerdings stellt man sich immer wieder die Frage, ob es wirklich glaubhaft ist, dass die beiden ein Geschwisterpaar spielen. Immerhin trennen die beiden im wahren Leben gute zwanzig Jahre. Unabhängig von Iris Berben und Moritz Bleibtreu können aber auch die anderen Darsteller überzeugen. Allen voran Anne Liebig als Kommissarin Katharina Schlothauer.

Negative Kritikpunkte? Ja, einen: Das Ende! Ich war sehr gespannt, wie sich die Geschichte auflösen wird, insbesondere, was die Frage nach dem Verschwinden von Freyas Tochter angeht, das sich wie ein roter Faden durch alle fünf Folgen zieht. Hier konnten meine Erwartungen leider nicht erfüllt werden.

Unter dem Strich ist „Die Protokollantin„ eine Serie mit viel Licht und wenig Schatten. Es ist schön, zu sehen, dass es Immer mehr deutsche Serien gibt, die internationalen Standard haben. Dazu gehört auch diese Produktion, die in zahlreiche Länder verkauf wurde. Eine weitere deutsche Miniserie ist die komplette Miniserie Das Verschwinden, die hier ebenfalls besprochen wird.

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