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Ein Heim für Tiere

4 von 5 von Rezension.org · 2009-09-07 · aktualisiert 2026-07-28

Kurzfazit: Herzliche Vorabendserie mit Tieren, Wärme und viel Zwischenmenschlichem.

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Zwischen 1985 und 1992 gehörte Ein Heim für Tiere zum festen Bestand des ZDF-Vorabendprogramms. Die erste Folge lief am 23. Januar 1985, die letzte am 19. März 1992. In dieser Zeit entstanden 80 Episoden in acht Staffeln, jede 45 Minuten lang. Schauplatz ist der Ort Adelsheim, genauer die Tierarztpraxis der Familie Bayer.

Worum geht es in Ein Heim für Tiere?

Dreh und Angelpunkt ist eine Tierarztpraxis in Adelsheim. Sie gehört Dr. Bayer, der Autos hasst und seine kleinen und großen Patienten mit der Kutsche versorgt. Blondie, das Pferd ist dabei sein treuer Begleiter. An seiner Seite stehen Lisa, seine Tochter die den Haushalt übernommen hat. Zur Entlastung des Arztes wird Horst ins Boot geholt, der sich in Lisa verliebt, was dem Vater zunächst gar nicht gefällt. Nach einiger Zeit stö´ßt Martha zur Familie, Willi´s Schwester und führt von da an die Regie im Hause Bayer. Lisa und Horst heiraten und Willi lernt Ingrid, eine Ärztin kennen.

Die beiden werden gute Freunde. Auch in Martha´s Leben gibt es einen Mann. Alwin Bunte, der ihr immer wieder den Hof macht. Doch Martha hält Abstand zu ihm. Einige Zeit später hat Lisa einen Autounfall von dem sie sich nur schwer erholt. Sie reist nach Kanada um ganz zu genesen und bleibt länger als erwartet. Dr. Bayer, der eigentlich immer nur für seine Praxis gelebt hat, bricht eines Tages aufgrund eines Herzinfarktes zusammen.

Der neue Doktor

Martha, die nach einer Lösung sucht unterrichtet ihren Bruder Hannes in Brasilien, der sich dann der Praxis annimmt. Da nun Lisa nicht mehr als Sprechstundenhilfe zur Verfügung steht übernimmt dies Stefanie. Horst wird von Dr. Dinter vertreten. Lisa und Horst lassen sich scheiden und Stefanie und Dr. Dinter finden zusammen und eröffnen eine eigene Praxis.

Die neue Sprechstundenhilfe ist Christina. Ihre Mutter Hanna besitzt eine Kneipe im ort und ist eine alte Bekannte von Hannes. Doch seine Traumfrau ist Dr. Julia Gessner, eine Rechtsanwältin. Wie auch Lisa und Stefanie verlässt auch Christina irgendwann die Praxis und Julia zieht es nach Italien. Einige Zeit später ziehen im Nachbarhaus der Bayers Gudrun und Claudia ein, Mutter und Tochter und Hannes und Claudia werden ein Paar. Da Christina nicht mehr da ist übernimmt Sabine den Job als Sprechstundenhilfe. Sie verliebt sich in Horst und erobert sein Herz. Horst und sie heiraten. Dr. Willi Bayer hatte Blondie an seiner Seie und Hannes hat seinen Hund Limbo.

Die Besetzung

Die Serie lebt von einem Ensemble, das über Jahre zusammengeblieben ist und dessen Wechsel jeweils in die Handlung eingebaut wurden.

Dr. Willi Bayer

Siegfried Wischnewski spielt den Praxisgründer als kauzigen, grundgütigen Mann alter Schule. Seine Ablehnung des Autos und die Fahrten mit der Kutsche sind das prägende Bild der frühen Staffeln und geben der Serie ihre eigene Note.

Lisa und Dr. Horst Nenner

Marion Kracht ist als Lisa Bayer-Nenner die Figur, an der die private Ebene der ersten Jahre hängt. Michael Lesch spielt Dr. Horst Nenner, den jungen Kollegen, der erst als Konkurrenz und dann als Schwiegersohn ins Haus kommt.

Martha und Dr. Hannes Bayer

Angela Pschigode übernimmt als Martha die Rolle der resoluten Hausherrin. Hans Heinz Moser ist Dr. Hannes Bayer, der aus Brasilien zurückkommt und die Praxis fortführt. Mit ihm bekommt die Serie in der zweiten Hälfte einen neuen Ton, offener und moderner als unter seinem Bruder.

Weitere Rollen

Bettina Spier ist als Stefanie Sommer zu sehen, Tobias Meister als Dr. Erich Dinter, Kristina Böhm als Christina Dudek, Jeannine Burch als Sabine Kupfer, Kurt Schmidtchen als Alwin Bunte und Vera Tschechowa als Julia Gessner.

Wie ist die Serie aufgebaut?

Jede Folge erzählt einen oder mehrere Tierfälle, die innerhalb der 45 Minuten gelöst werden. Darüber liegt ein durchlaufender Handlungsbogen aus Beziehungen, Trennungen und Zuzügen, der sich über Staffeln erstreckt. Diese Mischung war typisch für das deutsche Vorabendprogramm der achtziger Jahre und erklärt, warum man einzelne Folgen ohne Vorwissen sehen kann und trotzdem beim Weiterschauen belohnt wird.

Auffällig ist der hohe Anteil echter Tiere vor der Kamera, vom Hofhund bis zum Rind. Sie sind nicht Beiwerk, sondern Anlass der Geschichten, und ein Teil der Wirkung der Serie beruht schlicht darauf, dass man Menschen dabei zusieht, wie sie sich um Tiere kümmern.

Für wen lohnt sich Ein Heim für Tiere?

Die Serie ist etwas für Familien, für Tierfreunde und für alle, die mit dem Vorabendprogramm dieser Jahre aufgewachsen sind. Der Ton ist durchweg freundlich, harte Konflikte werden angedeutet und schnell wieder aufgefangen. Wer heutige Serienspannung gewohnt ist, wird das Tempo als gemächlich empfinden und die Auflösungen als absehbar. Genau darin liegt für viele Zuschauer aber der Reiz: Man weiß, dass am Ende der Folge nichts Schlimmes bleibt.

Für Kinder ist die Serie gut geeignet, weil Krankheit und Tod der Tiere zwar vorkommen, aber behutsam behandelt werden. Auf DVD sind die Folgen in Boxen gebündelt erhältlich, sodass sich Staffeln am Stück ansehen lassen.

Fazit: Lohnt sich Ein Heim für Tiere?

Eine Serie die oft zu Tränen gerührt hat und einfach nur ans Herz geht. Nett und charmant gemacht, zeigt die Serie den Alltag einer Tieraztpraxis, wenn auch manches wohl nicht immer der Realität entspricht. Das Zwischenmenschliche so wie auch die engen Beziehungen der Tiere sind der Mittelpunkt der Serie. Doch auch andere aktuelle Themen finden Platz, wie beispielsweise Trennungen und Neuanfänge. Wenn gleich auch die Geschichten jeder einzelen Folge meist vorhersehbar waren und auch das Ende eigentlich immer schon feststand, wird es dennoch nicht langweilig. Auch die Romantik und der Humor finden genügend Platz in der Serie. Gerade Dr. Dinter ist immer wieder für einen Lacher gut.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Ein Heim für Tiere?

Im Mittelpunkt steht die Tierarztpraxis von Dr. Willi Bayer im Ort Adelsheim. Erzählt werden die Krankheitsfälle der Tiere ebenso wie das Familienleben und die Beziehungen der Menschen rund um die Praxis. Über die Jahre wechseln die Ärzte und Sprechstundenhilfen, das Haus Bayer bleibt der feste Bezugspunkt.

Wann lief Ein Heim für Tiere im Fernsehen?

Die Serie lief von 1985 bis 1992 im Vorabendprogramm des ZDF. Die erste Folge wurde am 23. Januar 1985 gezeigt, die letzte am 19. März 1992. Insgesamt entstanden 80 Folgen in acht Staffeln zu je 45 Minuten.

Wer spielt in Ein Heim für Tiere mit?

Siegfried Wischnewski spielt Dr. Willi Bayer, Marion Kracht seine Tochter Lisa und Michael Lesch Dr. Horst Nenner. Angela Pschigode ist als Schwester Martha zu sehen, Hans Heinz Moser als Dr. Hannes Bayer. Dazu kommen unter anderem Bettina Spier, Tobias Meister und Vera Tschechowa.

Wie viele Folgen hat Ein Heim für Tiere?

Es wurden 80 Folgen in acht Staffeln produziert. Jede Folge dauert 45 Minuten und erzählt in sich abgeschlossene Fälle, während sich die Familiengeschichten über mehrere Folgen hinweg entwickeln.

Für wen ist die Serie geeignet?

Die Serie richtet sich an Familien und an alle, die ruhige, warmherzige Unterhaltung mögen. Tiere stehen im Mittelpunkt, dramatische Zuspitzungen bleiben die Ausnahme. Wer moderne Spannungsserien erwartet, wird das Tempo als sehr gemächlich empfinden.

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