Feuerschwanz – Memento Mori

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DER VERSUCH ERNSTHAFT ZU WERDEN!

Die Band:

Im Jahr 2000 hatte Peter Henrici die Idee, die rockige Mittelalterszene etwas aufzulockern. Spaß und Humor kamen ihm bisher zu kurz und im Fahrwasser einer Band von J.B.O. wollte er Gleiches auch in dieser Szene erreichen. Dies war die Geburtsstunde von Feuerschwanz. Er fand interessierte Mitstreiter und doch sollte es gut vier Jahre bis zum ersten Auftritt dauern. Durch weitere Engagements auf Mittelaltermärkten wurde eine Plattenfirma auf Feuerschwanz aufmerksam. So erschien 2005 ihr Debüt „Prima Nocte“. Die Fangemeinde wurde stets etwas größer und trotz einiger Umbesetzungen bliebt die Band ihrem Stil treu und kombiniert mittelalterlichen Rock oft mit frivolen und humorvollen Texten.

Das Album:

Ihr letztes Album „Das elfte Gebot“ stieg bis auf Platz 3 der deutschen Charts, was auch die Entwicklung der Band widerspiegelt. Nach und nach hat man den plumpen Comedy-Aspekt und die zum Teil wirklich bierseligen Sextexte abgelegt und versucht, dem Ganzen doch etwas ernsthafter zu begegnen. Mit Erfolg. Daher war man sehr gespannt, in welche Richtung der zehnte Longplayer gehen würde. 

Zumindest musikalisch zeigen Feuerschwanz bereits im Opener „ Mori“ das es durchaus zur Sache geht und die Band sich zu einer der führenden deutschsprachigen Folk Rock Bands gemausert hat. Diesem Sound bleiben sie in den nächsten rund vierzig Minuten treu. Textlich werden hier ebenfalls richtige Geschichten erzählt. „Krampus“ thematisiert die Sage des dämonischen Begleiters des heiligen Nikolaus, während „ der Barberei“ an alte Vikinger-Traditionen erinnert. In „Das Herz eines Drachen“ zeigen die Musiker schließlich ihre sanfte Seite. Das alles klingt sehr eingängig und macht richtig viel Spaß.

Um den Fans ein sattes Paket zu bieten gibt es noch zwei Bonus-CD´s. Auf der Zweiten covern sich Feuerschwanz durch Genres und lassen auch Nummer 1-Hits wie „Dragosta Din Tei“ oder „Blinding Lights“ nicht aus. Herzstück ist hier sicher das gelungene Manowar-Cover „Warriors Of The World United“, bei dem sich Feuerschwanz Unterstützung von Angus McFife, Saltatio Mortis und geholt haben. Die dritte Disk kommt noch mit den Instrumentalversionen des regulären Albums daher.

Trackliste CD:

01 – Memento Mori

02 – Untot im Drachenboot

03 – Ultima Nocte

04 – Rausch der Barberei

05 – Krampus

06 – Feuer & Schwert

07 – Das Herz eines Drachen

08 – Rohirrim

09 – am Galgen

10 – Hannibal

11 – Skaldenmet

Trackliste Bonus-CD:

01 – Blinding Lights

02 – Warriors Of The World United (feat. Angus McFife, Saltatio Mortis, Melissa Bonny)

03 – Twilight Of The Thunder God

04 – The Bad Touch

05 – Dragosta Din Tei

06 – Square Hammer

07 – der Graf

Fazit:

Feuerschwanz knüpfen mit „Memento Mori“ dort an, wo sie zuletzt bei „Das elfte Gebot“ aufgehört haben. Die Wandlung weg von der zotigen Comedy hin zu etwas ernsthafteren Mittelalter-Texten ist gut gelungen. Das Album kann sowohl musikalisch, als auch textlich überzeugen und selbst ein Death Metal Knaller von Amon Amarth („Twilight Of The Thuner God“) erweist sich nicht als Rohrkrepierer. Insgesamt ein richtig gutes Album, das zeigt, dass Feuerschwanz eine echte Größe in der Szene geworden sind.

Bewertung:

Musik: 4,5

Instrumentalisierung: 5

Stimme: 4,5

Texte: 4,5

Hörspaß: 5

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