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Gary Numan - Living Ornaments ’79

5 von 5 Alle Rezensionen zu Gary Numan Redaktion · 2011-07-19 · aktualisiert 2026-10-01

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Gary Numans Living Ornaments ’79 ist ein Livealbum vom Konzert am 28. September 1979 im Londoner Hammersmith Odeon, erschienen am 24. April 1981, und in der Rezension vom 19. Juli 2011 mit 5 von 5 bewertet. Die Doppel-CD von 1998 bildet den Abend mit 21 Titeln und glasklarem, kraftvollem Klang ab.

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Was ist Living Ornaments ’79?

Living Ornaments ’79 ist ein Livealbum von Gary Numan, das den Auftritt vom 28. September 1979 im Londoner Hammersmith Odeon festhält. Veröffentlicht wurde es allerdings erst am 24. April 1981 bei Beggars Banquet, also rund anderthalb Jahre nach dem Konzert. Die ursprüngliche LP enthielt neun Titel und erreichte Platz 47 der britischen Albumcharts. Zeitgleich erschien eine limitierte Box, die Living Ornaments ’79 mit dem Schwesteralbum Living Ornaments ’80 zusammenspannte, und diese Box kletterte sogar bis auf Platz 2.

Die hier besprochene Ausgabe ist die 1998 erschienene Doppel-CD, die den Abend mit 21 Titeln erheblich vollständiger abbildet als die alte Neun-Song-LP. 2005 folgte eine remasterte Wiederveröffentlichung, 2009 wanderten die neun Originaltitel zusätzlich auf die Bonusdisc der erweiterten Ausgabe von The Pleasure Principle. Wer heute nach dem Album sucht, sollte also genau hinsehen, welche Fassung vor ihm liegt.

Die Tracklist der Doppel-CD

Disc 1

  1. Intro
  2. Airlane
  3. Me! I Disconnect From You
  4. Cars
  5. M.E.
  6. You Are In My Vision
  7. Something’s In The House
  8. Random
  9. Everyday I Die
  10. Conversation
  11. We Are So Fragile

Disc 2

  1. Bombers
  2. Remember I Was Vapour
  3. On Broadway
  4. The Dream Police
  5. Films
  6. Metal
  7. Down In The Park
  8. My Shadow In Vain
  9. Are „Friends“ Electric?
  10. Tracks

Worum geht es auf Living Ornaments ’79?

Living Ornaments ’79 ist ein Doppel-Livealbum aus der Anfangsphase von Gary Numans Karriere, es umfasst Songs aus seinem ersten Soloalbum The Pleasure Principle, aber auch Titel aus seiner Zeit mit der Tubeway Army. Gary Numan war damals für seine futuristischen Bühnenshows berühmt und berüchtigt, sehr aufwendige Lichteffekte und Bühnenaufbauten zierten das Bild. Auf Standbildern lässt sich die damalige Atmosphäre nur schwer erahnen, aber wenn man die zugehörigen Liveaufnahmen zu seinen Auftritten sieht, kann man die Faszination des Künstlers, die er auf sein Publikum haben musste, ganz gut verstehen. Das ganze Konzept war damals neu und beispiellos.

Wie klingt Living Ornaments ’79?

Im Gegensatz zu den Studioaufnahmen der Titel kommen sie live richtig schön kraftvoll rüber, die Gitarren sind dabei besonders schön herauszuhören, auch die Synthies klingen so wuchtig, dass bei dem einen oder anderen Titel fast die Erde anfängt zu beben. Die Soundqualität ist trotz der über 30 Jahre, die das Album jetzt schon auf dem Buckel hat, erstaunlich transparent und gut. Auch wer die Studioalben nicht kennt, wird seine Freude mit diesen Aufnahmen haben, denn gute Livemitschnitte im Synthiepop-Sektor sind recht selten, und so gute wie diese sind fast gar nicht zu finden. Mir fällt so auf die Schnelle jedenfalls kein Werk ein, das eine ähnliche Sogwirkung erzeugt wie dieses hier.

Ein wichtiger Grund dafür ist die Instrumentierung. Die Stücke sind nicht vollsynthetisch, sondern werden von richtigen Instrumenten wie E-Gitarre, Bass und echtem Schlagzeug begleitet, was den Stücken zusätzlich einen treibenden Charakter verleiht. Somit ist Living Ornaments ’79 ein perfektes Beispiel für gute synthetische Livemusik.

Die Highlights im Einzelnen

Airlane

Das alienhafte Instrumentalstück eröffnet nach dem Intro den Abend und funktioniert live noch besser als auf Platte. Die Melodielinien schweben über einem sehr körperlichen Rhythmusfundament, und genau dieser Kontrast macht den Reiz aus.

Down In The Park

Die geniale Liveversion des Tubeway-Army-Klassikers klingt viel düsterer als die Albumversion auf Replicas. Das Tempo wirkt gedrosselt, die Flächen stehen länger im Raum, und der Song bekommt dadurch etwas spürbar Bedrohliches.

Tracks

Der Schlusspunkt des Konzerts strotzt dermaßen vor Kraft, dass er beinahe die Boxen zum Bersten bringt. Wer nur eine einzige Nummer als Beleg dafür hören will, dass Synthpop 1979 alles andere als blutleer war, nimmt diese.

Wer spielte 1979 in Gary Numans Band?

Die Live-Besetzung dieser Tour ist der Grund, warum das Album so wenig nach Laborsound klingt. Neben Gary Numan am Gesang standen Paul Gardiner am Bass, Ced Sharpley am Schlagzeug und Rrussell Bell an der Gitarre auf der Bühne. Die Keyboards teilten sich Chris Payne, der zusätzlich Viola spielte, und Billy Currie, der auch die Violine bediente und ansonsten bei Ultravox aktiv war. Diese Mischung aus Synthesizern, Streichinstrumenten und klassischer Rockbesetzung erklärt, warum die Stücke live so viel mehr Druck entwickeln als auf den Studioplatten.

Welche Ausgabe sollte man kaufen?

Für Einsteiger ist die Doppel-CD von 1998 beziehungsweise die remasterte Fassung von 2005 die richtige Wahl, weil sie den Abend nahezu vollständig enthält. Die ursprüngliche LP von 1981 mit ihren neun Titeln ist eher etwas für Sammler, die den historischen Erstdruck haben wollen. Wer die passende Ergänzung sucht, greift zusätzlich zu Living Ornaments ’80, das die Tour zum Nachfolger Telekon dokumentiert und ein spürbar anderes Repertoire bietet. Ein weiteres Zeitdokument aus Numans goldener Phase ist das Livealbum Living Ornaments ’81 vom 28. April 1981 aus der Wembley Arena.

Für wen lohnt sich Living Ornaments ’79?

Das Album richtet sich an alle, die Gary Numan nicht nur als Studiotüftler, sondern als Bühnenkünstler kennenlernen wollen. New-Wave- und Synthpop-Fans bekommen ein Zeitdokument aus dem Jahr, in dem das Genre in Großbritannien den Durchbruch schaffte. Und wer sonst eher Gitarrenmusik hört, dürfte überrascht sein, wie rockig diese Aufnahmen tatsächlich klingen. Nur wer ausschließlich das spätere, industriallastige Werk ab Sacrifice mag, findet hier wenige Anknüpfungspunkte. Einen Überblick über die Jahre zwischen Tubeway Army und Warriors liefert die Doppel-CD The Best Of 1978-1983 mit Hits wie Cars.

Fazit: Lohnt sich Living Ornaments ’79?

Living Ornaments ’79 ist eines der besten Livealben überhaupt und mit seinem glasklaren Klang auch eine kleine Seltenheit zu jener Zeit. Die Songauswahl ist perfekt und gibt einen guten Überblick über all die großen Hits, die Gary in der Anfangsphase seiner Karriere geschrieben hat. Für Synthpop-Fans ein absolutes Muss, da hier die Geschichte des New Wave hautnah miterlebt werden kann.

Häufig gestellte Fragen

Wann und wo wurde Living Ornaments ’79 aufgenommen?

Gary Numans Living Ornaments ’79 stammt vom Konzert am 28. September 1979 im Londoner Hammersmith Odeon. Veröffentlicht wurde die Aufnahme erst am 24. April 1981 bei Beggars Banquet, rund anderthalb Jahre nach dem Konzert.

Wie viele Titel enthält Living Ornaments ’79?

Die Doppel-CD von Gary Numans Living Ornaments ’79 enthält 21 Titel, die ursprüngliche LP von 1981 nur neun. 2005 folgte eine remasterte Wiederveröffentlichung. Wer den kompletten Auftritt hören will, greift zur Doppel-CD.

Welche Musiker spielen auf Living Ornaments ’79?

Auf Gary Numans Living Ornaments ’79 spielen neben Numan am Gesang Paul Gardiner am Bass, Ced Sharpley am Schlagzeug und Rrussell Bell an der Gitarre. Die Keyboards teilten sich Chris Payne, der zusätzlich Viola spielte, und Billy Currie, der auch Violine bediente. Diese Besetzung gibt den Stücken live mehr Druck als im Studio.

Ist Living Ornaments ’79 ein guter Einstieg in Gary Numans Musik?

Ja, Gary Numans Living Ornaments ’79 eignet sich als Einstieg, weil das Album Numan als Bühnenkünstler zeigt und einen Überblick über die großen Hits seiner Anfangsphase gibt. Die Doppel-CD von 1998 oder die remasterte Fassung von 2005 enthält den Abend nahezu vollständig.

Was ist der Unterschied zwischen Living Ornaments ’79 und ’80?

Gary Numans Living Ornaments ’79 dokumentiert das Konzert vom 28. September 1979, Living Ornaments ’80 dagegen die Tour zum Nachfolger Telekon mit spürbar anderem Repertoire. Zeitgleich erschien eine limitierte Box mit beiden Alben, die Platz 2 der britischen Albumcharts erreichte.

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