German Secrets

Autorenwertung
  • Humor
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  • Realismus
    ein Buchein Buchein Buchein Buchhalbes Buch
  • Zeichnungen
    ein Buchein Buchein Buchein Buchkein Buch
  • Unterhaltung
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Authentizität
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

German Secrets von und Ken Taylor

Dieses Büchlein (84 Seiten) ist eine witzige Darstellung der Marotten von uns Deutschen.  Die beiden Autoren sind Engländer, der eine lebt in Deutschland, der andere in London. Sie haben das englischsprachige Buch aufgeteilt in 2 große Bereiche, zum einen das deutlich größere Kapitel „Impressions“, in dem sie alphabetisch sortiert die gängigen Marotten, Charakteristika bzw. Vorurteile über Deutsche jeweils pointiert beschreiben und widerlegen bzw. bestätigen. Das zweite Kapitel nennt sich „Survey Results“, das auf rund 10 Seiten die Ergebnisse einer Onlinebefragung unter 2000 Deutschsprechenden von 2009 widergibt.

In den alphabetisch sortierten „Impresssions“ finden sich Einträge von Achtung, über Angst, Beate Uhse, Buereaucracy, Cars, Der-Die-Das, Du and Sie, Funny English, Mobile Phones, Punctuality, Rules, Sauerkraut, Stammtisch, Tipping, Toilets, Work and Pleasure bis zu Zeitgeist.

Da beide Autoren Deutschland und die Deutschen sehr gut kennen, nehmen sie die typischen Eigenschaften – natürlich in etwas (aber nicht sehr) übertriebener Weise – pointiert auf die Schippe. Die Einträge sind unterschiedlich lang und oft begleitet von kleinen Karikaturen.

Besonders gefallen hat mir der Eintrag zur Pünktlichkeit, der übersetzt folgendes beinhaltet: Nein, die Deutschen wären überhaupt nicht penibel in Sachen Pünktlichkeit. Es könne sehr gut sein, dass einem Zuspätkommenden schon verziehen werde, wenn er 30 Sekunden zu spät komme.

Zum Thema Müll (Rubbish) bestätigen die Autoren, dass die Deutschen Müll- und Trennexperten seien. Für alles gebe es spezielle Müllcontainer. Nicht nur für Glas, nein es werde auch unterschieden in grünes und braunes Glas und es gebe doch tatsächlich einen Unterschied bei Verpackungen – Papier, Tetrapack usw.

Die Hinweise zu den typischsten Englischfehlern entsprechen ebenfalls guten Beobachtungen der Autoren (z.B. die Verwechslung von (do not have to mit must not), und sympathisch ist es, dass sie augenzwinkernd am Ende dieses Eintrags anmerken, dass der Platz leider fehle, ihre eigenen Fehler im Deutschen ebenfalls aufzulisten.

Im zweiten Kapitel – der Darstellung der Umfrageerbnisse – wurden die 13 typischsten Charakteristika (Pünktlichkeit, harte Arbeiter, perfektionistisch, effizient, Englischkenntnisse, Empfindsamkeit bzgl. 2. Weltkrieg, Reserviertheit, Bürokratismus, Arroganz, fehlender Humor, Direktheit bzw. fehlende Diplomatie, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit) untersucht und die Ergebnisse jeweils kurz kommentiert. Dies erfolgt nicht wissenschaftlich-trocken, sondern in einer unterhaltsamen, aber nicht ironischen Art und Weise wie dies in Kapitel 1 geschieht. Da es zudem auch die eigene Meinung bzw. Einschätzung von Deutschen widergibt, ist es eine schöne Ergänzung.

Fazit

Für alle deutschsprachigen Leser eine sehr lustige und kurzweilige Lektüre. Es tut gut, mal ein paar Schritte zurückzutreten und sich selbst aus der Perspektive eines Ausländers zu betrachten. Wir sind nicht perfekt, und andere sind es natürlich auch nicht. Das Englisch ist sehr einfach geschrieben, so dass es auch für deutsche Leser kein Problem darstellt. Und mit 9,90 Euro auch nicht zu teuer.

Sehr lohnenswert, nicht nur zum selbst lesen, sondern auch zum Verschenken!

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