Gods Of Violence

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

MÄCHTIG GEWALTIG, MILLE!

Die Band:
Anfang der 1980er Jahre beschlossen Miland „Mille“ Petrozza und Jürgen Reil zusammen Musik zu machen. Aus der Schülerband Tyrant wurde Tormentor, bevor man bei einem Independent Label unter Vertrag genommen wurde und der Bandname sich in änderte. Das Debütalbum „Endless Pain“ mauserte sich zu einem Geheimtipp. Mit dem dritten Album „Terrible Certainty“, das 1987 veröffentlicht wurde, manifestierten sich endgültig als eine der angesagtesten Trash Metal Bands. Im Laufe der Jahre tourte die Band um den gesamten Globus und spielte immer wieder mit anderen Sounds. Mit dem Einstieg des Gitarristen Sami Yil-Sirniö, der 2001 zu stieß, gab es nochmals einen musikalischen Qunantensprung.

Das Album:
Seit einigen Jahren teilen sich nach Meinung vieler Fans und Kritiker Kreator und die New Yorker Kollegen von den Trash Metal Thron, auf dem einmal Bands wie Metallica oder Slayer saßen. Und spätestens das letzte Kreator-Album „Phantom Antichrist“ bestätigte eindrucksvoll diese Meinung. Satte fünf Jahre sind seitdem vergangen, auch wenn die Band bereits im Jahr 2013 mit der Arbeit am neuen Album begann. Jedoch wollte man laut Aussage von Sänger und Gitarrist keinen musikalischen Schnellschuss abliefern.

„Gods Of Violence“ ist dann auch alles andere geworden. Erneut ging es ins schwedische Fascination Street Studio, wo man mit Hilfe von Jens Bogren auch den hochgelobten und erfolgreichen Vorgänger eingespielt hat. Ursprünglich sollte „Gods Of Violence“ ein Konzeptalbum werden, dass sich mit der griechischen Mythologie beschäftigt, doch im Verlauf der Aufnahmen hat die Band davon Abstand genommen, da sich Mille Petrozza durch dieses Konzept zu eingeengt fühlte.

Fünfzehn Songs sind in dieser Studiophase entstanden, von denen es neben dem Intro „Apocalypticon“ zehn Songs auf das Album geschafft haben, die einfach nur begeistern. Wer glaubt, das Metallica mit dem wirklichen tollen Song „Spit Out The Bone“ vom letzten Album zur alten Trash-Stärke zurückgefunden haben, sollten sich beim Opener „World War Now“ warm anziehen. Der Song hat ein solches Tempo und einen solchen Drive, dass er im wahrsten Sinne des Wortes ein Nackenbrecher ist. Schon jetzt deutet sich an, dass der Band aus Essen wieder ein echter Knaller gelungen ist.

Dies wird im weiteren Verlauf eindrucksvoll untermauert. Mille Petrozza (Gesang, Gitarre), Sami Yli-Sirniö (Gitarre), Christian Giesler (Bass) und Jürgen Reil (Schlagzeug) knüppeln sich so virtuos durch die Songs, dass es eine echte Freude ist. Vollgastitel wie „Totalitarian Terror“ oder „Gods Of Violence“ leben vor allem durch das wirklich brillante Spiel von Yil-Sirnös Gitarre und Reils Drums. Sicher, musikalisch eher zarte Hörer werden dem rauen Sound nicht wirklich etwas abgewinnen können. Wer aber offen für alles ist und sich die Zeit nimmt, sich mit den Songs und ihren Texten auseinanderzusetzen, wird recht schnell erkennen, dass Kreator hier erneut ein Album abgeliefert haben, dass durchaus in die Kategorie Alben für die Ewigkeit passt.

Trackliste:
01 – Apocalypticon
02 – World War Now
03 – Satan Is Real
04 – Totalitarian Terror
05 – Gods Of Violence
06 – Army Of Storms
07 – Hail To The Hordes
08 – Lion With Eagle Wings
09 – Fallen Brother
10 – Side By Side
11 – Death Becomes My Light

Fazit:
Seit einigen Jahren gelten Kreator, neben der New Yorker Trash Institution Overkill als die führende Trash Metal Band. Mit ihrem vierzehnten Album „Gods Of Violence“ untermauern Kreator diesen Eindruck. Das Album hat echte Meilenstein-Qualitäten für dieses Genre. Die Mischung aus Brutalität, Härte und eingängigen Rhythmen ist so packend, dass jeder Song eine Perle ist. Sofern Overkill in wenigen mit ihrem neuen Album, dass dieser Tage erscheint, da nicht noch einen raufsetzen, werden Kreator im Bereich des Trash Metals in diesem Jahr wohl wieder unerreicht bleiben. Ein Hammeralbum!

 

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