Herr der Fliegen

Rezension von: Nathalieo10 | Rezensionsdatum:

Herr der Fliegen von

Inhalt

In „Herr der Fliegen“ von William Golding, der von 191 bis 1993 in England lebte und den Nobelpreis für Literatur erhielt, wird die Geschichte einer Gruppe von Jungen erzählt, die auf einer einsamen Insel stranden. Die Kinder befinden sich in einem Alter von ungefähr sechs bis zwölf Jahren. Zunächst scheint es, als würden die Jungen zusammenhalten. Auch wenn es bereits bei der Wahl des Anführers zu Auseinandersetzungen kommt, versuchen sie Pläne zu entwickeln, die ein Zusammenleben und eine baldige Rettung sichern sollen. Sie entscheiden, ein Feuer zu machen, dessen Rauch bis weit über das Meer sichtbar ist, damit sie, im Falle eines vorbei fahrenden Schiffes gesehen werden. Auch Hütten, die vor Regen schützen sollen, bauen sie mit vereinten Kräften. Doch das Engagement und die Zusammenarbeit währen nur kurz. Den meisten Jungen vergeht die Lust an der Arbeit und sie wenden sich anderen Beschäftigungen zu. Nur einige wenige Kinder, unter ihnen der Anführer Ralph, arbeiten fleißig weiter. Doch die Harmonie ist vorüber und die Streitigkeiten häufen sich. Bald spaltet sich die Gruppe in zwei Stämme, zwischen denen eine Art Krieg ausbricht. Einer der beiden Stämme, angeführt von Jack, verwandelt sich immer mehr in eine Gruppe von Wilden. Für sie ist die Jagd auf Schweine das Wichtigste. Doch die Hemmungen zu töten, sinken von Tag zu Tag, sodass schließlich auch vor dem Töten von Menschen kein Halt mehr gemacht wird.

hat sich mit seinem Roman für eine Ausnahmesituation entschieden, die von einem Auseinanderbrechen der gesellschaftlichen Ordnung begleitet wird. Entgegen der Möglichkeit eines Zusammenhalts der Jungen, zeigt Golding, was passieren kann, wenn das für Ordnung und Respekt verloren geht und stattdessen Hass und Machtgefühle regieren.

Fazit

Ich kann das durchaus empfehlen, wenngleich mir die Handlung an einigen Stellen etwas zu langsam voran ging. Andererseits beinhaltet das Buch gerade einmal ungefähr 300 Seiten. Man braucht also ohnehin nicht allzu lange, um es zu lesen.
Spannend bleibt die Geschichte durch die ständige Steigerung von Hass und Machtgefühlen zwischen den Jungen. Man ahnt schon nach kürzester Zeit, dass das Abenteuer nicht für alle Jungen ein gutes Ende nehmen wird.
Ein besonderes Kriterium für das ist neben der außergewöhnlichen Handlung der Sprachstil. Obwohl es sich um einen prosaischen Text handelt, hat man manchmal beinahe das Gefühl, lyrische Elemente in dem Text zu finden. Viele Stellen klingen poetisch. Die Beschreibung der Natur spiegelt sich in der wieder. Auch dies ist ein Aspekt dafür, dass ich das Buch weiterempfehlen kann.


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