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Hexe Lilli feiert Geburtstag

4 von 5 von Rezension.org · 2011-12-27 · aktualisiert 2026-07-28

Kurzfazit: Kurzes Hexen-Abenteuer mit großer Schrift, stark zum Vorlesen.

Hexe Lilli feiert Geburtstag: Der Bücherbär. Hexe Lilli für Erstleser. Mit Silbentrennung zum leichteren Lesenlernen
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Hexe Lilli feiert Geburtstag: Der Bücherbär. Hexe Lilli für Erstleser. Mit Silbentrennung zum leichteren Lesenlernen

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Hexe Lilli feiert Geburtstag: Der Bücherbär. Hexe Lilli für Erstleser. Mit Silbentrennung zum leichteren Lesenlernen

Worum geht es in Hexe Lilli feiert Geburtstag?

Leon ist schon ganz aufgeregt. Er hat bald Geburtstag und Mama hat ihm eine richtig tolle Geburtstagsparty versprochen. Doch dann kommt Mama zu Lilli mit einer schlechten Nachricht: An dem Tag, an dem Leon’s Party ist, findet ein Computerkurs statt, an dem sie gerne teilnehmen würde. Nun weiß sie nicht, was sie tun soll und hofft auf einen Rat von Lilli.

Die schlägt vor, dass sie einfach die Party für Leon organisiert. Doch Mama ist davon nicht ganz so begeistert und hätte lieber jemand Erwachsenes da. Aber auch für dieses Problem ist schnell eine Lösung gefunden: Tante Eliana soll einfach vorbei kommen und auf die Kinder aufpassen. Die Tante ist zwar anstrengend und hat überhaupt keine Ahnung von Kindern, aber so ist wenigstens eine Aufsichtsperson da und Leon’s Party kann steigen.

Der Konflikt: Party gegen Computerkurs

Die Ausgangslage ist bewusst klein gehalten und damit für junge Leserinnen und Leser sofort nachvollziehbar. Es geht nicht um Weltrettung, sondern um einen Terminkonflikt, wie ihn jede Familie kennt. Genau daraus zieht die Geschichte ihren Reiz: Das Problem ist alltäglich, die Lösung ist es nicht.

Tante Eliana als Notlösung

Tante Eliana ist die klassische Figur, an der sich Kinderhumor entzündet – eine Erwachsene, die alles besser weiß und trotzdem nichts im Griff hat. Sie liefert den Widerstand, den die Geschichte braucht, ohne dass der Ton je bedrohlich wird.

Wenn Spiele plötzlich echt werden

Als der Tag der Party gekommen ist, geht Mama also zum Computerkurs und Tante Eliana kommt, um auf die Kinder aufzupassen. Mama hat noch schnell einen Kuchen gebacken und Lilli hat sich Spiele überlegt - gewöhnliche Spiele, doch mit einem unerwarteten Ausgang - weil Lilli ihr geheimes Hexenbuch hat, kann sie natürlich auch zaubern.

Und sie hat sich schon einige schöne Hexsprüche rausgesucht, die sie an dem Tag ausprobieren möchte. So wird dann die ständig schimpfende und nörgelnde Tante in den Schlaf gehext und beim Topfschlagen wird auf einmal aus einem Sparschwein ein richtiges Schwein - was unter dem Topf heraus flitzt und was dann von allen Kindern gejagt wird - das ist ein Spaß… Doch weil Lilli Angst hat, dass etwas vom Hausrat kaputt gehen könnte und die ganzen Kinder nicht mehr zu bändigen sind beschließt sie, einfach die Puppen tanzen zu lassen - im wahrsten Sinne des Wortes. Solch eine Party hat der kleine Leon noch nie gehabt.

Wer ist Hexe Lilli und wer hat sie erfunden?

Hinter dem Autorennamen Knister steht Ludger Jochmann. Seine Hexe Lilli erscheint seit 1992 im Arena Verlag in Würzburg, die Illustrationen stammen durchgehend von Birgit Rieger – ihr Strich prägt das Bild der Figur bis heute. Weltweit hat sich die Reihe nach Verlagsangaben in mehr als 17 Millionen Exemplaren verkauft.

Aus den Büchern ist längst ein eigener Kosmos geworden: eine Zeichentrickserie, ein Musical und mehrere Kinofilme, darunter „Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch“ (2009), „Hexe Lilli – Die Reise nach Mandolan“ (2011) und „Hexe Lilli rettet Weihnachten“ (2017). Wer das Buch verschenkt, trifft also auf Kinder, die die Figur oft schon vom Bildschirm kennen – ein Vorteil, weil die Hemmschwelle vor dem ersten eigenen Buch sinkt.

Was macht die Erstleser-Ausgabe aus?

Dieser Band gehört nicht zur normalen Hexe-Lilli-Reihe, sondern zu „Hexe Lilli für Erstleser“ im Bücherbär-Programm des Arena Verlags. Das ist mehr als ein Etikett: Der Text ist kürzer, die Schrift größer, der Bildanteil höher, und die Kapitel sind sehr knapp geschnitten.

Die hier besprochene Ausgabe setzt zusätzlich auf Silbentrennung zum leichteren Lesenlernen. Lange Wörter zerfallen dadurch optisch in Portionen, die ein Leseanfänger einzeln bewältigen kann. Den Titel gibt es in mehreren Auflagen und Ausstattungen, daher lohnt beim Kauf ein Blick auf den Zusatz im Titel – nicht jede Fassung bringt die Silbenhilfe mit.

Kurze Kapitel als Erfolgserlebnis

Toll ist, dass, obwohl das Buch so kurz ist, es viele Kapitel gibt, sodass Leseanfänger sich wirklich von Kapitel zu Kapitel hangeln können und immer nur ein paar Seiten lesen müssen. Für Kinder, die schnell die Lust verlieren, ist das der entscheidende Punkt: Ein Kapitel ist in wenigen Minuten geschafft, und das Gefühl, etwas zu Ende gelesen zu haben, stellt sich mehrmals pro Sitzung ein.

Zauberei mit Alltagsbezug

Die Hexerei bleibt an vertraute Situationen gekoppelt – Topfschlagen, Kuchen, eine nervige Verwandte. Das macht die magischen Einfälle komisch, statt sie ins Beliebige abrutschen zu lassen, und es gibt Kindern beim Vorlesen genug Anlass zum Mitreden.

Ab welchem Alter lohnt sich das Buch?

Für 6-jährige zum selber lesen aber meiner Meinung nach noch nicht unbedingt geeignet - da sollte man lieber noch 1-2 Jahre warten. Wer gerade erst eingeschult wurde, kämpft trotz großer Schrift noch mit der Textmenge. Ab dem zweiten Schuljahr, wenn das Erlesen einzelner Wörter nicht mehr die ganze Aufmerksamkeit frisst, passt der Band deutlich besser.

Aber zum Vorlesen auch absolut super. In dieser Rolle funktioniert das Buch schon früher, weil die Kapitelstruktur ein natürliches Ende für jeden Abend liefert und die Bilder zwischendurch Pausen setzen.

Wo das Buch an Grenzen stößt

Die Geschichte ist kurz, und wer die dickeren Bände der Hauptreihe kennt, wird die längeren Abenteuerbögen vermissen. Auch inhaltlich bleibt der Band schlicht: Es gibt keine echte Bedrohung, keinen doppelten Boden, nur eine Kette lustiger Einfälle. Als Lesefutter für geübte Leser ab neun ist der Preis pro Lesestunde entsprechend hoch. Als Brücke zwischen Vorlesen und Selberlesen dagegen ist genau diese Schlichtheit der Zweck.

Fazit: Lohnt sich Hexe Lilli feiert Geburtstag?

Ich finde die Geschichte sehr schön, lustig und einfach geschrieben. Untermalt ist sie mit vielen bunten Zeichnungen. Die Geschichte ist kurz und enthält trotzdem eine Menge lustige Hexereien. Die Schrift ist groß geschrieben und die Texte sind einfach zu verstehen.

Knister ist ein toller Autor - dafür spricht wohl auch, dass es von der Hexe Lilli mittlerweile auch schon einen Film, eine TV-Serie auf KIKA und sogar ein Musical gibt. Für Leseanfänger mit etwas Übung und für alle, die abends vorlesen, ist dieser kurze Geburtstagsband eine sichere Bank – nur eben kein Buch, das lange beschäftigt.

Häufig gestellte Fragen

Ab welchem Alter ist Hexe Lilli feiert Geburtstag geeignet?

Zum Vorlesen funktioniert die Geschichte schon ab etwa fünf Jahren. Zum Selberlesen sollten Kinder aber bereits etwas Leseerfahrung mitbringen: Für frisch eingeschulte Sechsjährige ist der Text trotz großer Schrift oft noch zu viel, ein bis zwei Jahre später klappt es deutlich besser.

Wer hat Hexe Lilli geschrieben?

Hinter dem Namen Knister steht der deutsche Kinderbuchautor Ludger Jochmann. Die Bilder stammen von Birgit Rieger, die die Reihe von Anfang an illustriert. Erschienen sind die Bände im Arena Verlag in Würzburg, wo Hexe Lilli seit 1992 zu Hause ist.

Was unterscheidet die Erstleser-Bände von der normalen Hexe-Lilli-Reihe?

Die Erstleser-Ausgaben erscheinen im Bücherbär-Programm des Arena Verlags. Sie sind deutlich kürzer, in größerer Schrift gesetzt, stärker bebildert und in sehr kurze Kapitel zerlegt. Ein Teil der Ausgaben nutzt zusätzlich eine farbige Silbentrennung, die das Erlesen langer Wörter erleichtert.

Muss man andere Hexe-Lilli-Bände kennen?

Nein. Jede Geschichte steht für sich und wird ohne Vorwissen verständlich. Dass Lilli ein geheimes Hexenbuch besitzt und einen kleinen Bruder namens Leon hat, erklärt der Text nebenbei mit.

Welche Ausgabe von Hexe Lilli feiert Geburtstag sollte man kaufen?

Den Titel gibt es in mehreren Auflagen und Ausstattungen, unter anderem als Bücherbär-Erstleser mit Silbentrennung. Wer das Buch gezielt zum Lesenlernen einsetzen will, achtet beim Kauf auf genau diesen Zusatz im Titel, sonst landet man schnell bei einer Ausgabe ohne Silbenhilfe.

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