Hexe Lilli und das magische Schwert
Kurzfazit: Spannender Ritterband mit Merlin, Drache und verblüffendem Ende.
Hexe Lilli und das magische Schwert
5,34 € Stand: 10.08.2026
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Zum Angebot bei Amazon →Hexe Lilli und das magische Schwert von Knister, illustriert von Birgit Rieger, Arena Verlag
Worum geht es in Hexe Lilli und das magische Schwert?
Leon spielt gerade in seinem Zimmer mit seiner Ritterburg, als Lilli herein kommt. Sie ist sofort Feuer und Flamme und möchte unbedingt mitspielen - also holt sie sich Mama’s Feuerzeug aus der Küche und bastelt aus Papier einen Drachen - mit Hilfe von Mama’s Feuerzeug kann der dann sogar richtig Feuer speien. Mit ihrem Drachen fackelt sie die Fahne von Leon’s Burg ab, der erst mal total fasziniert ist.
Doch kurz darauf kommt auch Mama ins Zimmer und schimpft, weil man mit Feuer ja nicht spielen darf. Doch sie kann den Beiden nicht lange böse sein und fängt an, von magischen Schwertern und den Rittern der Tafelrunde zu erzählen. Lilli findet das alles so spannend, dass sie gleich in die Bibliothek geht und sich ein Buch darüber ausleiht.
Der Sprung ins Mittelalter
Ein paar Tage später hat sie sich auch von ihrer Tante ein Goldstück geliehen, dass ursprünglich aus dem Mittelalter kam. Damit kann sie sich dank ihres Hexenbuches zurück in die Vergangenheit zu den Rittern hexen. Und was ihr da alles widerfährt ist einfach unglaublich. Sie landet in einer leeren Schatztruhe inmitten einer Burg.
Das Muster kennen Leserinnen und Leser der Reihe: Lilli braucht für ihren Zauber immer einen echten Gegenstand vom Zielort. Hier ist es das alte Goldstück der Tante, das den Weg ins Mittelalter öffnet. Diese kleine Regel gibt der Magie eine nachvollziehbare Logik und ist gleichzeitig der Grund, warum jedes Abenteuer anders beginnt.
Die belagerte Burg
Die Burg wird gerade vom gefährlichen Schwarzen Ritter und seinen Leuten angegriffen. Die Menschen in der Burg sind hilflos ausgeliefert, weil ihr Herrscher und die Armee weit weg sind. Die Essensvorräte werden knapp und dann bricht auch noch ein Feuer im Turm aus, in dem die Alten und Kinder Zuflucht suchten.
Die Situation scheint ausweglos zu sein - doch dann kommt Lilli zu Hilfe. Glücklicherweise hat sie einige Sachen von zu Hause mitgebracht, die ihr hier weiter helfen können. Als sie das Feuer gelöscht und die Menschen im Turm gerettet hat, kommt ihr auch schon Merlin, der große Zauberer entgegen.
Merlins Auftrag
Er lädt sie zu sich ein, um mit ihr über Zaubereien zu reden - er ist sich nämlich sicher, dass Lilli eine Hexe ist. Weiterhin ist er der Meinung, dass Lilli die Einzige ist, die aus dem Schloss hinaus kommen kann, ohne vom Feind entdeckt zu werden.
Er gibt ihr den Auftrag, das magische Schwert Excalibur zu holen und damit den Schwarzen Ritter zu besiegen. Begleitet wird sie vom Raben des Zauberers. Und schon kann das Abenteuer beginnen - wird Lilli das Schwert bekommen (das von einem Drachen bewacht wird)? Und wird sie damit den Schwarzen Ritter besiegen und somit die Leute in der Burg retten können? Es wird mal wieder richtig spannend und am Ende kommt sogar noch heraus, wie das Schwert, das dann niemand mehr hinausziehen kann, in den Stein gekommen ist.
Welche Figuren prägen den Band?
Lilli als Retterin ohne Superkräfte
Lilli gewinnt nicht durch rohe Zauberkraft, sondern durch Einfälle und durch das, was sie zufällig eingepackt hat. Gerade die Alltagsgegenstände aus der Gegenwart, die im Mittelalter wie Wunderdinge wirken, liefern den Humor und zugleich die Lösungen.
Merlin und der Rabe
Merlin ist hier kein unnahbarer Magier, sondern ein Auftraggeber auf Augenhöhe, der Lillis Fähigkeiten sofort erkennt. Sein Rabe begleitet sie auf der Suche und übernimmt die Rolle des Ratgebers, der weiß, wo das Schwert liegt.
Der Schwarze Ritter
Der Gegenspieler bleibt bewusst schemenhaft: eine Bedrohung von außen, die den Druck erzeugt, ohne dass Gewalt ausgemalt wird. Für die Altersgruppe ist das genau richtig dosiert.
Wie greift das Buch die Artussage auf?
Excalibur, Merlin, die Ritter der Tafelrunde – der Band bedient sich frei am bekanntesten Sagenstoff des europäischen Mittelalters und baut daraus eine eigene Erklärung für das Schwert im Stein. Das ist keine Nacherzählung und will es auch nicht sein, funktioniert aber als erster Kontakt: Viele Kinder hören hier zum ersten Mal von Excalibur und fragen anschließend nach.
Wer eine werkgetreue Artus-Fassung sucht, ist mit anderen Büchern besser bedient. Wer will, dass ein Kind überhaupt Lust auf Ritterstoffe bekommt, hat mit diesem Band einen sehr niedrigschwelligen Einstieg.
Wer steckt hinter Hexe Lilli?
Autor ist Knister, hinter dem Pseudonym steht Ludger Jochmann. Illustriert hat den Band, wie die gesamte Reihe, Birgit Rieger. Erschienen ist Hexe Lilli seit 1992 im Arena Verlag in Würzburg, empfohlen wird die Hauptreihe etwa ab acht Jahren. Die Bandnummerierung schwankt je nach Ausgabe und Zählweise, weil neben der Hauptreihe Erstleser-Bände im Bücherbär-Programm und Sonderausgaben existieren – für die Lektüre ist das ohne Belang, da jeder Band in sich abgeschlossen ist.
Für wen lohnt sich das Buch?
Für Kinder, die Ritter, Burgen und Drachen mögen und beim Lesen etwas Spannung vertragen. Die Bedrohung durch den Schwarzen Ritter, der Brand im Turm und der Drache vor dem Schwert sind deutlicher gezeichnet als in den harmloseren Bänden der Reihe – sehr empfindsame Vorschulkinder brauchen dafür einen Erwachsenen daneben.
Ein Extra, das den Band von anderen abhebt: Der Anhang liefert direkt Beschäftigung für danach, mit einer Bastelanleitung und einem Rezept.
Fazit: Lohnt sich Hexe Lilli und das magische Schwert?
Und wieder ein richtig spannendes, interessantes Abenteuer von Hexe Lilli. Im mittlerweile zwölften Band beginnt die Spannung schon fast am Anfang des Buches und steigert sich zum Ende hin - mit einem verblüffenden Ausgang. Hinten im Buch sind diesmal eine Anleitung zum Bau eines Papierdrachen und ein Rezept von Merlin’s Zaubersaft zum Nachmischen 🙂
Damit gehört der Band zu den stärkeren Folgen der Reihe: Er hat einen echten Spannungsbogen statt einer Aneinanderreihung von Gags, verknüpft die Zeitreise mit einem bekannten Sagenstoff und schickt die Leser am Ende noch an den Basteltisch.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Hexe Lilli und das magische Schwert?
Lilli hext sich mit Hilfe eines mittelalterlichen Goldstücks in die Vergangenheit und landet in einer belagerten Burg. Der Zauberer Merlin gibt ihr den Auftrag, das Schwert Excalibur zu holen, das von einem Drachen bewacht wird, und damit den Schwarzen Ritter zu besiegen.
Ab welchem Alter ist das Buch geeignet?
Der Verlag empfiehlt die Bände der Hauptreihe etwa ab acht Jahren. Zum Selberlesen brauchen Kinder schon etwas Routine, weil der Text länger ist als in den Erstleser-Ausgaben. Zum Vorlesen funktioniert die Geschichte auch früher, sie enthält allerdings Belagerung, Feuer und einen Drachen.
Kommt Excalibur wirklich vor?
Ja. Das Buch greift den Excalibur-Stoff und die Figur des Zauberers Merlin auf und erzählt am Ende eine eigene Erklärung dafür, wie das Schwert in den Stein gekommen ist. Historisch belastbar ist das natürlich nicht, es ist eine Kinderfassung des Sagenstoffs.
Was steckt im Anhang des Buches?
Hinten im Band finden sich eine Anleitung für einen Papierdrachen und ein Rezept für Merlins Zaubersaft. Beides lässt sich nach dem Lesen direkt umsetzen und macht aus dem Buch einen kleinen Nachmittagsplan.
Muss man die Reihe in der richtigen Reihenfolge lesen?
Nein. Jeder Band erzählt ein abgeschlossenes Abenteuer. Die Nummerierung schwankt ohnehin je nach Ausgabe und Zählweise, weil neben der Hauptreihe Erstleser-Bände und Sonderausgaben existieren.
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