Kokowääh
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Kokowääh ist eine Vater-Tochter-Komödie mit Til Schweiger, der als Berliner Junggeselle Henry über Nacht Vater einer Achtjährigen wird, und erhält 2,5 von 5 Punkten (Rezension vom 29. März 2011). Der Film ist charmant und harmlos, nutzt sein Thema Vaterschaft aber kaum, und lockte 2011 dennoch über vier Millionen Zuschauer ins Kino.
Warner Bros Kokowääh
8,14 € Stand: 01.11.2026
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Zum Angebot bei Amazon →Kokowääh - Til Schweiger Der Film Was bedeutet es, Vater zu sein? Eine höchst relevante Frage, vor die Protagonist Henry (Til Schweiger) da gestellt wird. Henry haust im Junggesellenchaos seines Berliner Loft und genießt all das, was man als Junggeselle und freischaffender Künstler genießt. Bis eines Tages Magdalena vor seiner Tür sitzt: acht Jahre alt und - Henry kann es kaum glauben- seine Tochter. Ihre Mutter Charlotte (Meret Becker) muss zu einem Gerichtstermin nach New York und nachdem Ehemann Tristan (Samuel Finzi), der sich bisher für Magdalenas Vater hielt, die Wahrheit noch nicht wirklich verdaut hat und in seinem Männerstolz verletzt seine Hilfe verweigert, bleibt ihr keine andere Wahl, als Magdalena bei Henry zu lassen.
Worum geht es in Kokowääh?
Was dann kommt, ist absehbar und birgt nicht viele Überraschungen. Die Kleine bringt nicht nur zusätzliches Chaos in Henrys Leben, sondern krempelt auch seine Vorstellungen von einem erfüllten Leben gründlich um. Als Achtjährige fordert sie genau das, was alle Achtjährigen fordern: Frühstück, Abendessen, in die Schule gehen, Hausaufgaben machen, spielen, …. Das schlaucht natürlich gehörig, wenn die väterliche Übung fehlt, man den ganz großen Arbeitscoup mit der immer noch begehrten und überaus erfolgreichen Ex (Jasmin Gerat) an der Angel hat und das Kind weder auf den Kopf noch auf den Mund gefallen ist.
Mehr über den Inhalt zu erzählen, würde dem Film gänzlich die Spannung nehmen. Eigentlich bedauernswert, denn die Thematik des Vater-Seins und die Konstellation leiblicher und betrogener Vater ist eine Beziehung aus, der sehr viel mehr geschöpft werden könnte. Doch leider widmet sich der Film diesen Themen nur am Rande und dient hauptsächlich dafür, das Vater-Tochter-Gespann Til und Emma Schweiger zu präsentieren.
Was bedeutet der Titel Kokowääh?
Der ungewöhnliche Titel ist keine Kunstsprache, sondern eine lautmalerische Schreibweise: Kokowääh steht phonetisch für Coq au vin, das französische Gericht aus in Wein geschmortem Hahn. Im Film ist es das einzige Gericht, das Henry überhaupt zubereiten kann, und es wird später auch zum Titel des Drehbuchs, an dem er arbeitet. Der Titel funktioniert damit auf zwei Ebenen und ist gleichzeitig ein sehr wirksamer Marketingeinfall gewesen, weil er sich niemand mehr aus dem Ohr bekommt.
Die Besetzung von Kokowääh
Til Schweiger hat den Film als Regisseur, Produzent, Hauptdarsteller und Co-Autor praktisch komplett selbst verantwortet; das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Co-Produzent Béla Jarzyk. Kinostart in Deutschland war der 3. Februar 2011, verliehen wurde der Film von Warner Bros.
Til und Emma Schweiger
Emma ist durchaus niedlich und hat auch sicher Schauspieltalent, doch scheint sie sich dessen etwas zu bewusst zu sein. Zugegeben sie ist noch jung (eben acht Jahre alt), doch fehlt ihr die Natürlichkeit, mit der andere Jungschauspieler zu überzeugen zu wissen. Schweiger selbst hat sich die Rolle auf den Leib geschnitten und überzeugt mit dem Alteingestammten. Wer seine früheren Filme mag, bekommt hier genau die Figur, die er seit Jahren spielt: charmant, unrasiert, leicht überfordert und trotzdem immer Herr der Lage.
Samuel Finzi als Tristan
Ein Lob geht allerdings an Nicht-Vater Samuel Finzi, dessen Charakter als Einziger sich etwas differenzierter entwickelt und der die Rolle feinfühlig humorvoll darstellt. Tristan ist die Figur, die von der Enthüllung am härtesten getroffen wird, und Finzi spielt diese Kränkung so, dass sie komisch und schmerzhaft zugleich bleibt. Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet die Nebenrolle die interessanteste Entwicklung durchläuft.
Die weiteren Rollen
Meret Becker gibt Magdalenas Mutter Charlotte, Jasmin Gerat spielt Katharina, Henrys erfolgreiche Ex. Friederike Kempter ist als Henrys Agentin zu sehen, Katharina Thalbach übernimmt eine Nebenrolle. Die Besetzungsliste liest sich stark, wird vom Drehbuch aber nur teilweise ausgenutzt.
Drehbuch und Dialoge
Das Drehbuch kommt nicht wirklich über Klischees von Vaterliebe und Vater-Tochter Beziehung und Familienleben, hinweg. Henry, auch wenn ihm das Vater-Sein nicht passt, ist einfach „cool„ und die zwei werden schnell ein Team, sodass Magdalena weder über die Reise ihrer Mutter, noch über die plötzliche Zurückgezogenheit des Nicht-Vaters, den sie weiterhin für ihren Vater hält, traurig ist, und sich auch gar nicht sonderlich wundert, dass sie bei einem ihr wildfremden Mann für vier Wochen unterkommen muss.
Auch die schnoddrigen Dialoge bieten nichts, was man nicht schon mal anderswo (zum Beispiel in früheren Till Schweiger Filmen) besser gesehen hätte. Endlose Bildserien, die den Spaß und die Romantik der Vater-Tochter Beziehung darstellen sollen, machen einen da dann doch eher ungeduldig, als dass sie einen in das Idyll, das Vater und Tochter erleben, mitreißen würden. Til Schweiger spielt auch in der Komödie KeinOhrHasen die Hauptrolle als Boulevardreporter Ludo Decker, der 300 Sozialstunden im Kinderhort ableisten muss.
Erfolg an der Kinokasse
Wer den Film kritisch sieht, muss trotzdem anerkennen, wie gut er beim Publikum funktioniert hat. Über vier Millionen Zuschauer kamen 2011 in die deutschen Kinos, womit Kokowääh zu den erfolgreichsten deutschen Produktionen des Jahres zählte. Der Film erhielt den Bogey in Gold für drei Millionen Besucher innerhalb von 30 Tagen und gewann den Deutschen Comedypreis 2011 als erfolgreichste deutsche Filmkomödie. 2013 folgte mit „Kokowääh 2” die Fortsetzung, erneut mit Til und Emma Schweiger.
Diese Diskrepanz zwischen Kritik und Kasse ist bei Schweiger-Filmen kein Zufall. Sein Publikum sucht keine differenzierte Auseinandersetzung mit Vaterschaft, sondern zwei Stunden warmes Gefühl mit ein paar Lachern. Genau das liefert der Film zuverlässig ab.
Für wen lohnt sich Kokowääh?
Wer deutsche Wohlfühlkomödien mag und mit Schweigers Erzählweise etwas anfangen kann, wird hier gut unterhalten. Der Film eignet sich als unkomplizierter Abend zu zweit oder als Familienfilm für ältere Kinder. Wer dagegen erwartet, dass ein Stoff über einen leiblichen und einen betrogenen Vater die entstehenden Konflikte ernsthaft durchspielt, wird enttäuscht: Die Zutaten dafür liegen bereit, werden aber nicht verwendet.
Fazit: Lohnt sich Kokowääh?
Eine harmlose Komödie, dessen Thema durchaus Potenzial hätte, das aber nicht wirklich ausgeschöpft wird. Auch wenn ich manchmal schmunzeln konnte, so wirklich zum Lachen hat mich der Film nicht gebracht. Allerdings muss ich zugeben, dass im Publikum durchaus auch herzlich gelacht wurde und daher einige meine Meinung sicherlich nicht teilen werden.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in Kokowääh?
In Kokowääh wird der Berliner Henry (Til Schweiger) im Junggesellenchaos von der achtjährigen Magdalena überrascht, die sich als seine Tochter herausstellt. Ihre Mutter Charlotte muss nach New York, und Tristan, der sich bisher für Magdalenas Vater hielt, verweigert seine Hilfe; Henry nimmt das Kind für vier Wochen bei sich auf.
Was bedeutet der Titel Kokowääh?
Kokowääh ist die lautmalerische Schreibweise von Coq au vin, dem französischen Gericht aus in Wein geschmortem Hahn. Im Film ist es das einzige Gericht, das Henry zubereiten kann, und es wird später auch zum Titel seines Drehbuchs.
Wer spielt in Kokowääh mit?
In Kokowääh spielt Til Schweiger Henry und seine Tochter Emma Schweiger die achtjährige Magdalena. Dazu kommen Meret Becker als Charlotte, Samuel Finzi als Tristan, Jasmin Gerat als Katharina, Friederike Kempter als Henrys Agentin und Katharina Thalbach in einer Nebenrolle.
War Kokowääh im Kino erfolgreich?
Ja, Kokowääh war an der Kinokasse sehr erfolgreich: Der Film startete am 3. Februar 2011 im Verleih von Warner Bros. und zog über vier Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos. Er erhielt den Bogey in Gold für drei Millionen Besucher innerhalb von 30 Tagen und den Deutschen Comedypreis 2011 als erfolgreichste deutsche Filmkomödie.
Gibt es eine Fortsetzung von Kokowääh?
Ja, 2013 folgte mit Kokowääh 2 die Fortsetzung von Kokowääh, wieder mit Til und Emma Schweiger in den Hauptrollen.
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