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No Brainer Club Erfahrungen: Kosten, Risiken und Kritik

Redaktion · 2026-11-06

Antwort

Der No Brainer Club ist ein Börsendienst von sharedeals für Biotech-Nebenwerte. Er kostet laut Bestellformular 2.490 € im Jahr und setzt laut Anbieter rund 10.000 € Kapital voraus. Wir haben ihn nicht getestet, dies ist Recherche und keine Anlageberatung. Die beworbenen +73 und +76 Prozent stammen aus dem Depot des Analysten. Totalverluste sind möglich.

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Transparenzhinweis: Diese Rezension beruht auf Recherche, nicht auf einem eigenen Test. Wir waren nie Mitglied. Ausgewertet wurden die Verkaufsseite, das Digistore24-Bestellformular und ein Testbericht von Kagels-Trading. Mit Sternchen markierte Links sind Partnerlinks: Bei einem Kauf erhalten wir eine Provision, der Preis ändert sich dadurch nicht.

Risikohinweis: Dieser Text ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung für ein Wertpapier. Aktien, besonders kleine Biotech-Werte, können stark fallen, bis zum Totalverlust. Vergangene Renditen sagen nichts über die Zukunft. Lege nur Geld an, dessen Verlust du verkraften kannst.

Der No Brainer Club, kurz NBC, wirbt mit hohen Renditen. Die öffentlich auffindbaren Erfahrungen sind deutlich gemischter, als die Verkaufsseite vermuten lässt.

Was der No Brainer Club ist

Der NBC ist ein Börsendienst aus dem Umfeld von sharedeals.de, betrieben von der bull markets media GmbH. Chefanalyst ist Maximilian Ruth. Laut Verkaufsseite bekommen Mitglieder Empfehlungen zu Biotech- und Micro-Cap-Aktien nach einem Value-Ansatz mit Kaufzonen und Chat-Trades. Das Bestellformular nennt eine wöchentliche Ausgabe als E-Book und einen Chat- und Memberbereich. Laut Anbieter gibt es über 1.000 Mitglieder.

Ein festes Musterdepot mit vorgegebenen Gewichten gibt es nach Anbieterangabe nicht. Die monatlichen Ausgaben decken meist 10 bis 20 Aktien ab, welche man kauft und wie man gewichtet, entscheidet jedes Mitglied selbst.

Was der No Brainer Club kostet

Im gelesenen Teil der Verkaufsseite steht kein Preis, das bemängelt auch Kagels-Trading. Er findet sich im Digistore24-Bestellformular: 2.490 € im Jahr inklusive Mehrwertsteuer plus 5 € für Chat und Memberbereich, beim Abruf am 6. November 2026 also 2.495 € bei der ersten Zahlung. Das Abo gilt zunächst ein Jahr und verlängert sich danach automatisch um jeweils ein Jahr.

Diese Summe muss man ins Verhältnis setzen. Der Anbieter nennt 10.000 € als Richtwert für das Kapital. Bei genau diesem Depot entspräche die Jahresgebühr 24,9 Prozent des Kapitals. Das Depot müsste also rund ein Viertel zulegen, nur um die Gebühr hereinzuholen, noch vor Ordergebühren und Steuern. Bei 50.000 € wären es knapp 5 Prozent. Der Dienst rechnet sich, wenn überhaupt, erst mit deutlich mehr Kapital.

Die Renditewerbung einordnen

Prominent wirbt die Seite mit „+73% Rendite in 2024“ und „+76% Rendite in 2025“. Die Fußnote stellt klar: „Bei den dargestellten Renditen handelt es sich um die von Maximilian Ruth erzielten Ergebnisse.“ Und weiter: „Vergangene Wertentwicklungen und Erfahrungen lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf zukünftige Ergebnisse zu.“ Die Rendite der Mitglieder könne abweichen.

Das sind also keine Mitgliederergebnisse, und eine unabhängige Prüfung dieser Zahlen haben wir nicht gefunden. Auch die Einzelbeispiele mit dreistelligen Gewinnen zeigen nur Treffer. Welche Empfehlungen im selben Zeitraum verloren haben, sagen sie nicht.

Risiken

Selbst die Verkaufsseite schreibt: „Micro-Caps sind kein Selbstläufer. Sie sind volatil, oft illiquide, und Fehler werden hart bestraft.“ Dazu kommt das Geschäft selbst. Scheitert bei einem kleinen Biotech-Unternehmen eine Studie, kann die Aktie sehr stark fallen. Wer in wenige Werte eines Sektors investiert, trägt ein Klumpenrisiko. „Illiquide“ heißt außerdem: Beim Verkauf findet sich womöglich nur zu schlechten Kursen ein Käufer.

Hinzu kommt der Zeitfaktor. Chat-Trades setzen voraus, dass man schnell reagiert. Wer berufstätig ist, kann das oft nicht.

Erfahrungen aus unabhängiger Sicht

Die ausführlichste externe Quelle, die wir lesen konnten, ist der Bericht von Kagels-Trading. Das Portal berichtet von 4,7 Punkten bei 315 Bewertungen auf Lettertest, von denen sich viele um den Start 2018 häufen, und hält die Durchschnittsnote für wenig aussagekräftig. Als wiederkehrende Kritik nennt es den Zeitaufwand, den Kapitalbedarf für Nachkäufe, die Abhängigkeit vom Biotech-Sektor, gelöschte kritische Beiträge und den fehlenden nachprüfbaren Nachweis. Die ausgewiesene Performance enthalte außerdem Chat-Trades, die Berufstätige oft nicht mitnehmen können. Das Portal rät vom NBC ab, solange die Ergebnisse nicht nachprüfbar sind. Es ist eine Einzelmeinung, aber begründet. Stimmen auf der Verkaufsseite sind dagegen ausgewählt, wie unser Ratgeber Warum Rezensionen wichtig sind allgemein erklärt.

Für wen der Dienst überhaupt infrage kommt

Infrage kommt der NBC allenfalls für erfahrene Anleger, die ein großes Depot besitzen, Biotech-Studien einordnen können, Verluste aushalten und täglich Zeit haben. Nicht passend ist er für Menschen mit kleinem Depot, für Altersvorsorge oder für Geld, das bald gebraucht wird. Wer sich erst einlesen will, kommt mit Büchern und den kostenlosen Inhalten von sharedeals.de deutlich günstiger voran. Einen Blick auf Geld-Ratgeber allgemein bietet unsere Rezension zu Bodo Schäfer. Weitere Online-Abos stehen im Bereich Software.

Wer trotz allem prüfen möchte, findet hier das Angebot: No Brainer Club ansehen*

Fazit

Der No Brainer Club ist ein teures Spezialprodukt. Die zentrale Rechnung lautet nicht +76 Prozent, sondern: Wie viel Depot braucht man, damit sich 2.490 € im Jahr überhaupt tragen, und welche Verluste hält man aus? Für die meisten Privatanleger dürfte die Antwort gegen ein Abo sprechen.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet der No Brainer Club?

Das Digistore24-Bestellformular nennt 2.490 € im Jahr inklusive Mehrwertsteuer, dazu 5 € für Chat und Memberbereich, also 2.495 € bei der ersten Zahlung. Das Testportal Kagels-Trading nennt zudem 695 € pro Quartal.

Wie lange läuft die Mitgliedschaft?

Laut Anbieter zunächst ein Jahr, danach verlängert sie sich um jeweils ein weiteres Jahr. Eine Kündigungsfrist gibt es nach Anbieterangabe nicht, gekündigt wird zum Ende des laufenden Zeitraums.

Sind die Renditen des No Brainer Club garantiert?

Nein. Die Zahlen sind laut Fußnote Ergebnisse von Maximilian Ruth, die Rendite der Mitglieder kann abweichen. Vergangene Wertentwicklungen erlauben keine verlässlichen Rückschlüsse auf die Zukunft.

Ist der No Brainer Club für Anfänger geeignet?

Der Anbieter nennt erste Börsenerfahrung als Voraussetzung. Biotech-Nebenwerte sind stark schwankend, deshalb passt der Dienst nicht zu Menschen, die ihr Geld nicht verlieren dürfen.

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