Patrick Osborn

Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Zum heutigen Interview begrüßen wir Patrick Osborn, Autor von „Wohin mein Weg dich führt“

Worum geht es in Ihrem neuen Roman?
Im Mittelpunkt steht der Journalist Benjamin Herzfeld, der seit zehn Jahren auf der Suche nach seiner Tochter Lily ist. Von einem Mönch in Thailand bekommt er ein Mittel, dass es ihm möglich macht durch die Zeit zu reisen. Ben versucht die damaligen Ereignisse ungeschehen zu machen und löst eine Kettenreaktion aus, deren Tragweite er sich nicht bewusst ist.

Was ist Ihrer Meinung nach das Besondere an diesem Buch?
Die Mischung aus Liebes- und Familiengeschichte, Krimi und Mystery. Durch die Verschmelzung der unterschiedlichen Zeitebenen soll sich der Leser ein Bild von Benjamin Herzfeld machen und gespannt der Antwort entgegenfiebern, in welchem Zusammenhang all diese Elemente stehen.

Wie ist die Idee zu „Wohin mein Weg dich führt“ entstanden?
Anlässlich der Buchpremiere von „Solange du bei mir bist“ bin ich von einem Leser gefragt worden, was ich in der Vergangenheit ändern würde, wenn ich die Chance dafür hätte. Diese Frage hat mich nicht mehr losgelassen. Da mich das Thema Zeitreuse schon immer fasziniert hat, ergab sich jetzt die Möglichkeit, die mir gestellte Frage damit zu beantworten.

Wie sind Sie beim Schreiben vorgegangen?
Ganz klassisch. Ich habe ein Exposé verfasst, dann die Figuren erschaffen und die Handlung strukturiert. Für die erste Fassung habe ich dann ein gutes Jahr gebraucht. Die Überarbeitung mit Hilfe meiner Lektorin Sofie Cramer hat dann nochmals ein halbes Jahr in Anspruch genommen.

Zu diesem Roman gibt es eine recht ungewöhnliche Lesereise, die Sie zum Großteil in die Wohnzimmer Ihrer Leser führt. Wie ist die Idee dazu entstanden?
Ich führe seit einigen Jahren hin und wieder Wohnzimmerlesungen durch. Im letzten Jahr habe ich dann einige Lesungen absolviert, die unter dem Motto „Ein Abend mit Patrick Osborn“ standen. Da diese Lesungen nicht nur mir, sondern auch meinen Gastgebern sehr viel Spaß gemacht haben, entstand die Idee, diese Lesereise zu initialisieren.

Wie sind die Termine zustande gekommen?
Ein paar meiner diesjährigen Gastgeber sind Wiederholungstäter, bei denen ich bereits im letzten Jahr zu Gast war. Die anderen Ausrichter sind über meinen Newsletter und meine Facebookseite auf die Lesereise aufmerksam geworden.

Was erwartet Ihre Leser bei diesen Veranstaltungen?
Da ich mich nicht nur darauf beschränken möchte meinen neuen Roman vorzustellen, gibt es ein hoffentlich interessantes und abwechslungsreiches Programm, bei dem ich auch andere, bisher nicht veröffentlichte Texte lese. Und da ich ein großer Musikfan bin, wird es auch eine akustische Untermalung geben.

Die Titel Ihrer letzten drei Romane, den aktuellen eingeschlossen, kann man durchaus als etwas schnulzig ansehen. Sind die Titel bewusst so gewählt worden?
Ja! Dazu gibt es auch eine kleine Geschichte: Ich habe mich seinerzeit sehr schwer getan, einen Titel für „Ein Platz in meinem Herzen“ zu finden. Erst kurz vor der Abgabe bei meinem Verlag habe ich den Titel durch Zufall gefunden, da dies auch der letzte Satz des Romans ist. In dem Moment war die Idee geboren, dies auch beim nächsten Roman zu machen. Dieser Tradition bin ich auch jetzt wieder treu geblieben. Und wer die Romane gelesen hat, wird mir beipflichten, dass die Titel absolut passend sind.

Warum wollten Sie Autor werden?
Ich habe es schon immer geliebt, mir Geschichten auszudenken und in eine selbst geschaffene Story einzutauchen.

Sie haben als Krimiautor angefangen, sich dann aber von diesem Genre abgewandt. Warum?
Nach drei Krimis wollte ich etwas schreiben, was nicht so rechercheaufwendig war, wie seinerzeit „Operation Eismeer“. Dann bin ich auf eine sehr persönliche Geschichte gestoßen. Die Arbeit an „Ein Platz in meinem Herzen“ hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich beschlossen habe, dem reinen Krimi und Thriller abzuschwören, wobei auch meine anderen Romane mal mehr, mal weniger Krimielemente enthalten.

Was lesen Sie persönlich?
Auch da hat sich mein Geschmack gewandelt. Habe ich früher zu neunzig Prozent Krimis und Thriller verschlungen, lese ich heute Romane und Biografien aller Genres.

Hatten Sie schon mal eine Schreibblockade? Und wenn ja, was tun Sie dagegen?
Bisher kenne ich das Gefühl nicht, vor dem PC zu sitzen und keine Idee zu haben. Mir fällt immer etwas ein, was ich schreiben kann. Ob ich es am nächsten Tag aber behalte steht auf einem ganz anderen Blatt.

Als Tutor bilden Sie Nachwuchsautoren bei der Studiengemeinschaft Darmstadt aus. Welchen Tipp können Sie jungen Autoren an die Hand geben?
Ich bin bisher immer gut damit gefahren die Geschichte zu schreiben, die ich selbst gerne lesen würde. Ohne dabei auf den Markt zu schielen und zu schauen, was gerade angesagt ist. Außerdem muss man hartnäckig sein und, für den Fall, dass man sich in den Bereich des Self-Publishing begibt, der Tatsache bewusst sein, dass man sehr viel Arbeit und Eigeninitiative in diesem Beruf investieren muss.

Was macht Patrick Osborn wenn er nicht arbeitet?
Mein privates Umfeld wird jetzt sicher sagen, die Zeit gibt es nicht :-). Ansonsten versuche ich die Zeit mit meiner Familie und mit Freunden zu verbringen, bin ein großer Musikfan und entspanne gerne bei heißen Temperaturen in der Sauna.

Können Sie schon ein paar Worte zum nächsten Roman sagen?
Nur so viel: Es gibt eine konkrete Idee und ich möchte demnächst mit dem Schreiben beginnen.

Meine Website: www.patrickosborn.de

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