Popular Problems

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

CONGRATULATION, MR. COHEN!

Der Musiker:

wurde im September 1934 in einer jüdischen Mittelschichtfamilie in Kanada geboren. Obwohl er als Jugendlicher mit dem Gitarrenspiel begann, spielte die Musik eine untergeordnete Rolle. Cohens Liebe galt der Literatur. 1956 veröffentlichte er einen Gedichtband. Mit dem zweiten Band wurde er auch über die Grenzen von Kanada hinaus bekannt. Später machte er mit Romanen von sich reden, die er auf der griechischen Insel Hydra schrieb. 1967 kehrte er in die USA zurück und begann als Singer-Songwriter Karriere zu machen. Sein Debütalbum „Songs Of Leonrad Cohen“ enthielt einen Hit, der bis heute untrennbar mit seinem Namen verbunden ist: „Suzanne“. Von der Presse als zweiter Bob Dylan gefeiert, etablierte er sich als Musiker, der vor allem in Europa große Akzeptanz erhielt.

Das Album:

Anlässlich seines 80. Geburtstages am 21.09. werden die Fans des kanadischen Rockpoeten reich beschenkt. Zum einen gibt es ein deutschsprachiges Tributalbum („Poem – Leonard Cohen in deutscher Sprache“) und zum anderen veröffentlicht der smarte Barde mit „Popular Problems“ sein 13. Studioalbum.

Neun Songs mit einer Spieldauer von nicht einmal vierzig Minuten würde man bei jedem anderen Künstler womöglich kritisieren. Nicht so bei Leonard Cohen, der hier wieder einmal neun kleine und große Perlen vorlegt, die dafür verantwortlich sind, dass dies eines seiner besten Alben überhaupt geworden ist. Schon das eröffnende „Slow“ mit der mehr als zutreffenden Aussage, dass es Leonard Cohen niemals schnell mochte („Es ist nicht, weil ich alt bin. Es ist nicht, weil ich tot bin. Ich mochte es immer langsam…“) ist in einer Zeit, in der unser Leben von Hektik und Termindruck geprägt ist, eine mehr als wohltuende Aussage, die man vorbehaltlos unterstreichen möchte.

Natürlich gibt Leonard Cohen auch wieder den mahnenden beobachtet, der sich über unsere Zivilisation nur wundern kann („Almost Like The Blues“). Überhaupt fällt auf, dass er im Alter noch besser wird. Zum einen was die lyrische Aussage seiner Texte angeht, zum anderen aber auch in musikalischer Hinsicht. Hier fällt besonders auf, dass das Zusammenspiel von Cohens rauer, altersgeprägter Stimme, die oft mehr spricht als singt, mit den Chorstimmen seiner weiblichen Backroundsängerinnen fantastisch harmoniert. Klang dies schon auf seinem letzten Album „“ gut, wurde dies hier weiter perfektioniert. So spielt er in „Nevermind“ mit orientalischen Klängen. Verantwortlich dafür ist der Musiker und Produzent Patrick Leonhard, mit dem Leonard Cohen bereits auf dem eben erwähnten letzten Album schon erfolgreich zusammengearbeitet hat.

So kommt die Instrumentalisierung der einzelnen Songs genau auf den Punkt. Diese ist zwar nicht opulent, doch die Mischung aus Gitarre, Klavier, Orgel, leichtem Schlagzeug oder Bläser ist absolut richtig dosiert und ganz hervorragend herauszuhören. Als Beispiel sei hier das fantastische „A Street“ genannt.

Trackliste:

01 – Slow

02 – Almost Like The Blues

03 – Samson In New Orleans

04 – A Street

05 – Did I Ever Love You

06 – My Oh My

07 – Nevermind

08 – Born In Chains

09 – You Got Me Singing

 

Fazit:

Congratulation, Mr. Cohen. Nicht nur zum runden 80.Geburtstag, sondern auch zu einem fantastischen Album, welches Gänsehaut erzeugt und das mit seiner Tiefe einmal mehr die Ausnahmestellung des kanadischen Poeten in der modernen Musik unterstreicht. Auch „Popular Problems“ ist jenseits aller Radiostationen und Castingshowgewinnern anzusiedeln. Doch wenn der Name des fünfzehnten Gewinners von The Voice Of Deutschland sucht den Rising Star vergessen wurde, bevor er überhaupt gefunden worden ist, wird der Name von Leonard Cohen generationsübergreifend Bestand haben.

 

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