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Stigma

von Michael Krause · 2019-01-28 · aktualisiert 2026-10-01

Antwort

Stigma ist das zweite Album der Deutschrock-Band Artefuckt, rund eineinhalb Jahre nach dem Debüt „Manifest“ erschienen und auf Platz 5 der deutschen Charts eingestiegen. Die Rezension vom 28. Januar 2019 sieht die Band damit im oberen Drittel des Deutschrock und nennt das Album stimmig und hörenswert; die musikalische Abwechslung kommt etwas zu kurz.

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Über die Band

Musik hat Andre Donay schon immer interessiert. Dementsprechend war es nicht verwunderlich, dass er sich vor zehn Jahren hinsetzte und begann, einige Songs zu schreiben, darunter auch „Endlose Räume„. Das Schicksal hatte allerdings andersartige Pläne. Bei André wurde eingebrochen und der Computer mit allen musikalischen Ideen gestohlen. Daher beschloss er, sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Doch die Musik ließ ihn nicht los. Vor einigen Jahren holte ihn die Leidenschaft wieder ein. Er suchte sich neue Mitstreiter und begann erneut Songs zu schreiben. Das war die Geburtsstunde von Artefuckt.

Das Album im Überblick

Rund eineinhalb Jahre nach ihrem hörenswerten Debüt „Manifest„ legen Artefuckt mit „Stigma„ den Nachfolger vor. Zweite Alben sind oft eine heikle Sache, da sich hier oft zeigt, ob eine Band das Zeug dazu hat, sich wirklich zu etablieren. Nach ausgiebigen Touren, unter anderem als Support von Frei.Wild, soll das neue Album Kraft geben und beflügeln.

Bereits nach dem ersten Hördurchgang kann man dies bestätigen.

Artefuckt knüpfen mit „Stigma„ genau da an, wo sie mit „Manifest„ aufgehört haben. Kraftvoller, dynamischer Deutschrock, der zwischen den Böhsen Onkelz, den Broilers oder Betontod pendelt, ohne das man hier ein Abziehbild der genannten Bands bekommt. Songs wie „Leb‘ jeden Tag„, „Stigma„ oder „Was?!„ Gehen mächtig ins Ohr. So wie die anderen Titel auch. Wirkliche Ausfälle sind nicht dabei, obwohl die musikalische Abwechslung etwas zu kurz kommt. Doch feingeistige Musikliebhaber sind bei dieser Art von Musik wahrscheinlich eher fehl am Platz.

Textlich geht es oft um die Grundaussage: Lebe dein Leben und gehe dein Weg. Das ist jetzt nicht wirklich neu, aber die Lyrics treffen genau den richtigen Ton und sprechen den Hörer an. Auch kritische Töne wie bei „Was wir säen„ oder „Alles vergeht, alles zerfällt„ passen gut ins Bild und kommen ohne den moralischen Zeigefinger daher.

Trackliste

01 - Intro

02 - Alles was zählt

03 - Herz ist Trumpf

04 - Was wir säen

05 - Egal!

06 - Leb‘ jeden Tag

07 - Stigma

08 - Jeder gegen jeden

09 - Ich will

10 - Nicht für immer

11 - Alles vergeht, alles zerfällt

12 - Was?!

13 - Deine Zeit, dein Leben

14 - Wir sind ewig (Akustik/Piano Version)

Fazit: Lohnt sich Stigma?

Artefuckt etablieren sich mit „Stigma„ definitiv im oberen Drittel des Deutschrock. Ein tolles, in sich stimmiges und hörenswertes Album. Das sich die Fangemeinde kontinuierlich vergrößert, sieht man an der Tatsache, dass das Werk auf Platz 5 der deutschen Charts eingestiegen ist. Ein mehr als verdienter Lohn für eine Band, die eingängigen, ehrlichen Rock mit ansprechenden Texten macht. Ich bin erneut begeistert.

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