Zwillinge der Finsternis

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Marco Sonnleitner: Zwillinge der Finsternis

Mysteriöse Dinge geschehen in der kalifornischen Kleinstadt Rocky Beach. Es schneit bei + 10° Grad. In einem Vorgarten öffnet sich über Nacht eine riesige Spalte in der Erde. Ein Mann läßt Flammen aus seiner Hand aufsteigen. „ hat es mit dem Teufel zu tun,“ befürchtet Peter, als er mit seinen beiden befreundeten Detektivkollegen in den Fall hineinschlittert.
Es sind zwei in schwarzes Leder gebundene Bücher, die Teufelszeug, nämlich satanische Zauberformeln, enthalten sollen. Wer sie besitzt, dem ist auch teuflische Macht sicher. Und offensichtlich sind einige Menschen hinter den Büchern her, wie Justus und sein Onkel Titus schon gleich zu Beginn erfahren dürfen.

Eine Beurteilung

Zurück zu den Wurzeln – so könnte man das Motto des vorliegenden Buches beschreiben. Die Geschichte spielt in Rocky Beach, der Heimat von Justus, Peter und Bob. Die Zentrale, der legendäre umgebaute Campingwagen auf dem Schrottplatz / Gebrauchtwarencenter Titus Jonas, kommt wieder zum Einsatz – nur Mortimer als Rolls-Royce-Fahrer leider nicht. Auch Onkel Titus und Tante Mathilda haben wieder ein Wörtchen mitzureden. Inspektor Cotta hilft ganz am Ende bei der Lösung des Falles.

Selbst bestimmte Charaktereigentschaften (Peters teilweise übertriebene Ängstlichkeit, die Fettleibigkeit und hochgestochene Ausdrucksweise von Justus seien hier als Beispiele genannt) der drei Juniordetektive scheinen hier wieder durch, auch wenn dieses Element nicht immer stringent durchgehalten wird. Ein Grundmuster der Erzählweise wird in dem erneut gezielt eingesetzt. Zu Beginn gibt es viele mysteriöse, unerklärliche, scheinbar übernatürliche Ereignisse. Erst im Laufe der Handlung stellt sich heraus, daß sie alle eine natürliche Erklärung haben. Eine Schatzsuche bleibt uns hier zum Glück erspart.

Eine persönliche Beobachtung

Die Generation der heutigen Eltern ist mit den drei Fragezeichen groß geworden. Wer die ??? als Kind mochte, gibt dies heute an seinen Nachwuchs weiter. Es kann durchaus passieren (ich spreche da aus eigener Erfahrung), daß man auf der Straße, im Bus oder im Kino mit wildfremden Leuten ins Gespräch kommt, sobald jemand merkt, daß man liest. Mag man nur die frühen Ausgaben? Oder auch die deutsche Fortsetzung? Wie findet man die Hörbücher? Was hält man von den Bühnenshows? Gesprächsthemen gibt es da viele.

Ein Fazit

Der vorliegende Band bietet sehr gute Unterhaltung à la Die drei Fragezeichen. Er knüpft dabei an die gelungene Erzähltradition aus der Frühzeit der Jugendbuchreihe an. Nur das theatralische Ende paßt da nicht so ganz ins Bild. Justus Jonas verzichtet im Plot darauf, zu erklären, wie er auf die Lösung gekommen ist. Wann hat es das schon gegeben?


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