David Bowie – Young Americans

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Young Americans

David Bowie. Parlophone Label Group (Plg) (Warner) 1999, Audio CD, € 7,55

Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Young Americans

  1. Young Americans
  2. Win
  3. Fascination
  4. Right
  5. Somebody Up There Likes Me
  6. Across The Universe
  7. Can You Hear Me
  8. Fame

Young Americans, das Album

Auf Young Americans machte David Bowie einen sehr überraschenden und ruckartigen Schritt ein eine völlig neue Richtung; dem Glam Rock vergangener Tage kehrte Bowie von nun an den Rücken zu, vergessen waren die Zeit, als er als androgyner Rockstar in die Rolle des Ziggy Stardust schlüpfte und mit viel Make-Up und exzentrischen Bühnenoutfits für großes Aufsehen sorgte.

Dieses Album zeigt einen ganz anderen Bowie, diesmal ließ er sich ganz stark von er amerikanischen Soul und Discomusic beeinflussen, die mitte der 70er Jahre gerade ihren Durchbruch hatten und als das next big thing beschrieben wurden. So verwundert es nicht, dass sich auch Bowie vom allgemeinen Enthusiasmus der von der schwarzen Musik ausging anstecken ließ.

Im Grunde ist Young Americans ein pures White Soul-Album, welches als einziges seiner Art im musikalischen Katalog von Bowie schon eine kleine Sonderstellung innehat. Bis auf das herausragende Funkstück „Fame“, das übrigens in Zusammenarbeit mit John Lennon entstand, sind alle anderen sieben Stücke sehr homogen und verbreiten eine sehr soulige Stimmung, wie man sie von David Bowie zuvor noch nicht kannte. Für meine Begriffe wirkt dieser neue Stil etwas befremdlich für mich, da er hier die harten Gitarrenriffs fast völlig herausgenommen hat und sich weitaus tanzbaren Rhythmen hingibt. Am gelungensten dieser Soulfunkstücke ist meiner Meinung nach immer noch „Fascination“, das mit einem recht dreckigen Funkriff aufwartet und dessen lyrischer Text von einem gerwissen Luther Vandross, der damals noch recht unbekannt war, mitgeschrieben wurde.

Young Americans ist das einzige Album David Bowies, bei dem ich noch heute keinen rechten Zugang gefunden habe, ich denke es liegt an dem Soulfaktor, der eigentlich überhaupt nicht gut zu Bowie passt, auch haben die Vocals der Backgroundsängerinnen etwas von Gospelchor, was sicherlich für einige Gemüter sehr gewöhnungsbedürftig sein dürfte.

Glücklicherweise hielt diese Phase nicht lange an und schon mit dem nächsten Album „Station To Station“ bewies Bowie wieder, was für eine genialer Musiker er doch ist.

Fazit

Weg vom Glam Rock der vergangenen Tage, versucht sich Bowie am amerikanischen Kulturgut, so ist Young Americans ist ganz dem amerikanischen Soul der 70er verpflichtet, was meiner Meinung gründlich in die Hose ging, bis auf dem wirklich gelungenen Funkknaller „Fame“, sind mir persönlich die anderen Songs einfach zu soulig und oftmals von penetranten Backgroundstimmen begleitet, die dem ganzen so einen Gospelcharakter verleihen, was ich nun gar nicht ab kann. Sicherlich wird auch dieses Album seine Fans finden, ich für meinen Teil höre lieber die rockigeren Platten des Meisters.

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