Denizen Tenant

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

EINE PERLE, DIE BEACHTUNG VERDIENT!

Der Musiker:

Joseph Williams ist der Sohn des berühmten Filmkomponisten John Williams („Star Wars“, „ET“) und wurde 1960 in Santa Monica geboren. Bekannt wurde er als Sänger von Toto, wo er Mitte der 1980er Jahre der Nachfolger von Bobby Kimball wurde. Nach der Tour von 1988 verließ er wegen gesundheitlicher Probleme die Band. Seit 2010 ist er wieder als Leadsänger von Toto an Bord. Daneben arbeitete er als Filmmusiker und war unter anderem mit seinem Vater am Soundtrack von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ beteiligt. Sein erstes Soloalbum erschien 1982. 

Das :

Da die Tour zum 40-jährigen Bandjubiläum von Toto derzeit auf Eis liegt, ging Joseph Williams ins Studio, um ein neues Soloalbum aufzunehmen. Herausgekommen ist ein hörenswertes Werk mit satten AOR Einlagen, die mit Blues und Jazzelementen angereichert wurden. Da ist zum Beispiel „If I Fell“, ein Cover der Beatles. Oder „Dont Give Up, das Williams zusammen mit seiner Tochter Hannah aufgenommen hat und das durchaus an das Original von Peter Gabriel und Kate Bush heranreicht.

Doch solange muss man gar nicht warten. Schon der Opener „Never Saw You Coming“ vermittelt einen Eindruck, was den Hörer erwartet. Zumal Joseph Williams exzellente Musiker um sich geschaht hat. Da ist der Percussionist Lenny Castro und da sind vor allem die Gitarristen Landau und Steve Lukather. Dass ihn beim Songwriting zudem das Gespann Steve Lukather und David Paich unterstützte, untermauert den Eindruck, dass sich dieses Album stellenweise wie das Werk von Toto anhört, auf das man seit einigen Jahren hofft. 

Natürlich leben die Titel auch von Williams Gesangsarrangements. Gerade bei Songs wie „Liberty Man“ oder „World Broken“ wird deutlich, was Joseph Williams ausmacht. 

Trackliste:

01 – Never Saw You Coming

02 – Liberty Man

03 – Denizen Tenant

04 – Wilma Fingadoux

05 – Black Dahlia (feat. David Paich)

06 – Dont Give Up (feat. Hannah Rick)

07 – The Dream

08 – Remember Her (feat. Steve Lukather)

09 – No Lessons

10 – Mistress Winters Jump

11 – If I Fell (feat. Steve Lukather) 

12 – World Broken

Fazit:

„Denizen Genannt“ ist eines dieser Alben, das zeigt, dass gute Musik vollkommen zeitlos. Losgelöst von aktuellen Charttrends, legt Joseph Williams ein Album vor, dass den Begriffen AOR und - mehr als gerecht wird. Allerdings muss man sich Zeit nehmen, um in die Songs einzutauchen, da die Titel nicht zwingend für den schnellen Hörgenuss geeignet sind. Wer das macht, wird aber reich belohnt.

Bewertung:

Musik: 5

Instrumentalisierung: 5

Stimmen: 5

Abwechslung: 4

Hörspaß: 5

Wie bewerten Sie dieses Produkt?

Ihre Bewertung
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
Loading...

Schreiben Sie einen Kommentar