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Hexe Lilli und das Geheimnis der Mumie

3,5 von 5 von Rezension.org · 2011-11-30 · aktualisiert 2026-07-28

Kurzfazit: Nette Lilli-Geschichte, die erst im letzten Kapitel richtig zaubert

Hexe Lilli und das Geheimnis der Mumie: Mit echten Mumientricks! (Hexe Lilli - Mini-Ausgaben)
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Hexe Lilli und das Geheimnis der Mumie: Mit echten Mumientricks! (Hexe Lilli - Mini-Ausgaben)

1,45 € Stand: 10.08.2026

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Worum geht es in Hexe Lilli und das Geheimnis der Mumie?

Leon, Lilli’s kleiner Bruder hat sich den Arm gebrochen. Lilli macht noch Witze darüber, weil der Arzt im Krankenhaus Ägypter war und sie sofort an Mumien denken musste. Bei Leon sieht es ja ungefähr genauso aus - eben nur am Arm.

Also nimmt sich Lilli ein Buch über das alte Ägypten, das sie mal von ihrer Oma geschenkt bekommen hatte und schmökert ein bisschen darin. Später stellt sich heraus, dass sogar in einem Museum ganz in ihrer Nähe eine Mumien-Ausstellung stattfindet. Mama ruft sofort Lilli’s Klassenlehrerin, Frau Grach an, um ihr vorzuschlagen, mit den Kindern einen Ausflug dorthin zu unternehmen. Frau Grach ist sofort hellauf begeistert und solch ein Ausflug wird organisiert.

Vorher bereiten sich die Kinder im Unterricht aber noch sehr gut vor. Irgendwann ist dann der Tag des Ausflugs gekommen. Die Kinder werden von einem Museumpädagogen begrüßt und herumgeführt. Sie werden sogar in eine Höhle geführt, die darstellen soll, wie es im Inneren einer Pyramide aussieht. Und dann beginnt ein spannender Vortrag des Führers - er liest aus dem Tagebuch eines Mumienforschers vor, der die Mumie, die im Museum ausgestellt ist, gefunden hat. Die Schüler horchen gespannt zu - und dann geht es auch schon weiter.

Das Rätsel der Mumie

Die Schüler werden in einen Ausstellungsraum geführt. Hier sehen sie die Mumie. Und der Führer erklärt ihnen, dass die Mumie ein Geheimnis umgibt. Als der Forscher sie gefunden hat, war sie nämlich gar nicht im Sarkophag, sondern saß einfach in einem Seitengang. Niemand kann sich erklären, wie die Mumie dahin gekommen sein könnte. Immerhin kann sie nicht selbst dorthin gelaufen sein, weil ihr Herz und Lungen entnommen und in einem Gefäß aufbewahrt wurden. Es wurde aber auch kein Skelett gefunden, sodass man hätte vermuten können, dass ein Diener evtl. mit eingeschlossen wurde, der die Mumie bewegt hätte.

Rätsel über Rätsel - die Wissenschaft hat keine Antwort darauf. Aber Lilli weiß schon genau, was sie zu tun hat. Sie nimmt sich einfach Sand mit aus der Ausstellung - dieser stammt ja noch aus der Wüste, von der Ausgrabungsstätte der Mumie. Mit Hilfe dieses Sandes will sie sich mit dem Hexenreisespruch über 100 Jahre zurück hexen - in das alte Ägypten, um so das Geheimnis der Mumie zu lüften - sie kommt dem Geheimnis sogar auf die Schliche - jedoch hätte man solch einen Ausgang niemals vermutet…

Die Figuren

Lilli

Lilli ist das, was sie in jedem Band der Reihe ist: neugierig, vorlaut, schlagfertig und mit einem Hexbuch ausgestattet, das sie im Zweifel eher benutzt, als sie sollte. In diesem Band ist besonders schön zu sehen, dass ihr Interesse am alten Ägypten echt ist und nicht bloß Vorwand für den nächsten Zauberspruch. Sie liest, sie fragt nach, sie recherchiert – erst dann greift sie zur Magie.

Leon

Leon, der kleine Bruder mit dem gebrochenen Arm, ist der Stichwortgeber für den Humor des Buches. Die Frotzeleien zwischen den Geschwistern gehören zu den besten Stellen und sind der Grund, warum Kinder die Reihe so gern lesen: Hier redet niemand wie ein Erwachsener, der sich Kindersprache ausgedacht hat.

Frau Grach und der Museumspädagoge

Die Erwachsenen im Buch sind nicht die üblichen Spielverderber. Frau Grach greift den Vorschlag mit dem Ausflug sofort auf, und der Museumspädagoge erzählt so, dass die Klasse zuhört. Der Vortrag aus dem Forschertagebuch ist erzählerisch der Dreh- und Angelpunkt des Buches, weil er das Rätsel überhaupt erst aufstellt.

Hintergrund zur Reihe

Die Hexe-Lilli-Bücher stammen von Knister, hinter dem der Autor Ludger Jochmann steht. Illustriert werden sie von Birgit Rieger, erschienen sind sie im Arena Verlag. „Das Geheimnis der Mumie„ ist der zehnte Band der Reihe und liegt in mehreren Ausgaben vor, darunter kleinformatige Mini-Ausgaben und Fassungen mit dem Zusatz „Mit echten Mumientricks!„, die zusätzliche Mitmachteile enthalten.

Das Bauprinzip der Reihe ist immer gleich: Lilli gerät in eine alltägliche Situation, hext sich in eine andere Zeit oder an einen anderen Ort und kehrt mit einer Erfahrung zurück, die sie zu Hause brauchen kann. Genau deshalb fällt dieser Band auf, denn er hält sich ungewöhnlich lange in der Realität auf.

Was gut gelingt und was nicht

Gut gelingt der Sachanteil. Der Museumsbesuch, die Vorbereitung im Unterricht, die Erklärung zu Herz, Lunge und Kanopengefäßen – all das vermittelt Wissen, ohne belehrend zu klingen. Kinder, die sich für Ägypten interessieren, bekommen hier deutlich mehr Substanz als in einem reinen Abenteuerband.

Weniger gut gelingt das Timing. Wer die Reihe kennt, wartet knapp hundert Seiten lang auf den Moment, den es sonst schon auf den ersten Seiten gibt. Dass die eigentliche Zeitreise erst am Schluss kommt, macht den Band ruhiger als seine Vorgänger. Wer Lilli vor allem wegen der Hexerei liest, wird ungeduldig.

Für wen lohnt sich das Buch?

Für Grundschulkinder, die schon sicher selbst lesen und sich für Ägypten, Mumien und Pyramiden begeistern, ist der Band eine gute Wahl – gerade auch begleitend zu einem Museumsbesuch oder einem Projekt in der Schule. Für Kinder, die mit der Reihe erst anfangen, ist ein anderer Band der bessere Einstieg, weil dort schneller gehext wird.

Fazit: Lohnt sich Hexe Lilli und das Geheimnis der Mumie?

Das zehnte Buch in der Hexe Lilli-Reihe. Der Humor kommt wieder nicht zu kurz - es ist doch immer zu lustig, wie Lilli ihren kleinen Bruder veräppelt. Die Geschichte ist mit 118 Seiten länger als viele vorherige Hexe Lilli Geschichten. Ich finde auch, dass es diesmal relativ lang gedauert hat, bis Lilli wirklich gehext hat und bei der Mumie war.

Erst im letzten Kapitel kommt die Hexerei und die Spannung beginnt so richtig. Wenn man die vorherigen Hexe Lilli-Bücher gelesen hat, weiß man, dass sie normalerweise schon am Beginn des Buches hext und dann ein aufregendes Abenteuer erlebt. Hier war das leider ein bisschen anders.

Unterm Strich bleibt ein Band, der mehr Sachbuch-Anteil und weniger Zauberei bietet als üblich. Wer das mag, bekommt eine der lehrreichsten Lilli-Geschichten überhaupt. Wer die schnelle Magie erwartet, sollte zu einem anderen Band greifen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Hexe Lilli und das Geheimnis der Mumie?

Lillis Klasse besucht eine Mumienausstellung im Museum. Dort erfahren die Kinder, dass die ausgestellte Mumie nicht im Sarkophag, sondern in einem Seitengang gefunden wurde, und niemand erklären kann, wie sie dorthin gelangt ist. Lilli nimmt heimlich Sand von der Ausgrabungsstätte mit und hext sich damit in die Vergangenheit, um das Rätsel zu lösen.

Der wievielte Band der Hexe-Lilli-Reihe ist Das Geheimnis der Mumie?

Es ist der zehnte Band der Reihe. Geschrieben hat ihn Knister, illustriert wurde er von Birgit Rieger, erschienen ist er im Arena Verlag. Die Bände lassen sich weitgehend unabhängig voneinander lesen.

Ab welchem Alter eignet sich das Buch?

Die Hexe-Lilli-Bände richten sich an Grundschulkinder, die schon selbst lesen. Dieser Titel hat rund 118 Seiten und ist damit länger als viele frühere Bände. Zum Vorlesen funktioniert er auch bei jüngeren Kindern gut, weil die Kapitel überschaubar bleiben.

Lernt man in dem Buch etwas über das alte Ägypten?

Ja, und zwar mehr als in den meisten anderen Bänden der Reihe. Die Klasse bereitet den Museumsbesuch im Unterricht vor, ein Museumspädagoge führt durch die Ausstellung, und im Buch wird aus dem Tagebuch eines Mumienforschers vorgelesen. Ausgaben mit dem Zusatz Mit echten Mumientricks enthalten zusätzlich Mitmachteile.

Warum bekommt das Buch nur dreieinhalb Sterne?

Weil die Hexerei sehr spät einsetzt. In den meisten Bänden hext Lilli schon zu Beginn und erlebt danach ein Abenteuer, hier passiert das erst im letzten Kapitel. Der Aufbau ist dadurch ungewohnt langsam, auch wenn die Auflösung selbst überrascht.

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