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Rudolph mit der roten Nase 2 - Rudolph und der Spielzeugdieb

4,5 von 5 Redaktion · 2012-01-21 · aktualisiert 2026-10-01

Antwort

Rudolph mit der roten Nase 2 - Rudolph und der Spielzeugdieb ist eine computeranimierte Weihnachtsfortsetzung auf DVD, in der Rudolph und der Elf Hermey einen Spielzeugdieb jagen, und erhält 4,5 von 5 Punkten (Rezension vom 21. Januar 2012). Der Film dauert rund 80 Minuten, ist ab etwa zwei bis drei Jahren geeignet und bietet Lieder wie in einem Musical, aber keine englische Tonspur.

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DVD: Rudolph mit der roten Nase 2 - Rudolph und der Spielzeugdieb

Worum geht es in Rudolph und der Spielzeugdieb?

Rudolph 2 ist eine Fortsetzung der berühmten Weihnachtsgeschichte von „Rudolph dem roten Rentier„. In dieser Geschichte geht es wiederum um Rudolph, der noch immer nicht sehr glücklich mit seiner roten Nase ist, aber bald zusammen mit Hermey, dem Zahnarzt-Elfen in abenteuerliche neue Geschichten gerät.

Ein Spielzeugdieb ist nämlich unterwegs, der ähnlich dem Rattenfänger von Hameln mit einer Flöte so liebliche Melodien spielt, dass die Spielzeuge in den Kinderzimmern überall auf der Welt aufwachen und wie von Zauberhand durch den Kamin nach oben zum Spielzeugdieb kommen, der sie dann in seinem Luftschiff entführt. Als der Spielzeugdieb dann auch noch das Lager des Weihnachtsmanns kurz vor Weihnachten leer räumt, machen sich Hermey, Rudolph mit ihren Freunden Cornelius, einem Pfefferminzschürfer mit seinem treuen Bumble, Clarice und anderen auf den Weg, den Dieb zu suchen.

Dabei begegnen sie auch der Königin Camilla, die alte Spielzeuge wieder repariert und Rudolph auch anbietet, seine Nase normal zu machen. Auf der Insel der Nixnutz-Toys schließlich kommt es zum Countdown mit dem Spielzeugdieb.

Erzählerisch folgt der Film damit einem klassischen Reisemuster: Ein Problem bedroht das Weihnachtsfest, eine kleine Gruppe bricht auf, unterwegs kommen neue Verbündete dazu, und am Ziel wartet die Auflösung. Wer den Dieb hinter der Maske tatsächlich vermutet, dürfte am Ende überrascht sein - die Enthüllung fällt deutlich versöhnlicher aus, als der finstere Aufbau es zunächst nahelegt.

Die Figuren

Rudolph

Rudolph bleibt die Figur, über die der Film seine Botschaft transportiert. Seine leuchtende Nase ist ihm nach wie vor unangenehm, und genau darin liegt der Kern der Geschichte: Das vermeintliche Manko ist in Wahrheit die Fähigkeit, die alle anderen brauchen. Dass ihm Königin Camilla anbietet, die Nase „normal„ zu machen, ist der dramaturgische Hebel dafür. Kinder verstehen diesen Konflikt sofort, ohne dass ihn jemand erklären müsste.

Hermey, der Elf

Hermey ist der zweite Außenseiter der Reihe: ein Elf, der lieber Zahnarzt geworden wäre, als Spielzeug zu bauen. Er liefert einen großen Teil des Humors und funktioniert im Doppel mit Rudolph als Gegengewicht zu dessen Zweifeln.

Der Spielzeugdieb

Der maskierte Dieb mit dem Luftschiff ist die Bedrohung, die den Film in Gang setzt. Die Flöte, mit der er das Spielzeug aus den Kinderzimmern lockt, ist eine hübsche Anleihe beim Rattenfänger von Hameln und funktioniert als Bild ausgesprochen gut. Für sehr kleine Zuschauer wirken die Szenen im Luftschiff etwas düsterer als der Rest, echte Schockmomente gibt es aber nicht.

Königin Camilla

Camilla repariert altes, ausrangiertes Spielzeug und ist damit die inhaltliche Gegenfigur zum Dieb: Sie gibt zurück, was er wegnimmt. In der deutschen Fassung wird sie von Katja Riemann gesprochen.

Hintergrund zum Film

Das Original erschien 2001 unter dem Titel „Rudolph the Red-Nosed Reindeer & the Island of Misfit Toys„ und wurde in den USA und Kanada produziert. Regie führte Bill Kowalchuk. Der Film knüpft an die bekannte Rudolph-Erzählung an, die als amerikanisches Weihnachtsspecial seit den 1960er Jahren zum festen Bestandteil der Feiertage gehört, setzt sie aber nicht als Puppentrick, sondern als Computeranimation um.

Genau daraus ergibt sich auch die Erwartung, die man an den Film mitbringen sollte: Es handelt sich um eine Direktveröffentlichung im Familiensegment, nicht um einen Kinoanimationsfilm mit entsprechendem Budget. Wer die Bildqualität an aktuellen Studioproduktionen misst, wird enttäuscht. Wer den Film als das nimmt, was er ist - eine liebevoll vertonte Weihnachtsgeschichte für die Vorschul- und Grundschulzeit -, bekommt deutlich mehr, als der erste Eindruck verspricht.

Technische Details

Sprachen: Deutsch und Schweizerdeutsch

Ländercode: PAL

Laufzeit des Hauptfilms: ca. 80 Minuten

Art: Zeichentrickfilm

Regisseur: Bill Kowalchuk

Stimmen der Figuren: Camilla (Katja Riemann), Clarice (Milka Loff Fernandez), Schneemann (Michael Schanze), Spielzeugdieb (Ralf Bauer), Weihnachtsmann (Wolfgang Völz)

Sonstiges: 3D-Animation (auf normalen Abspielgeräten ist jedoch kein 3D-Effekt oder Verzerrung zu erkennen)

Die deutsche Sprecherriege ist für eine Produktion dieser Größenordnung bemerkenswert prominent besetzt. Das hört man den Dialogen an: Die Figuren wirken durch die Stimmen deutlich runder, als es die Animation allein hergäbe.

Die Musik

Der Film ist im Kern ein kleines Musical. Die Lieder sind sauber vertont und ins Deutsche übertragen, ohne dass die Reime holpern - bei Kinderfilmen keineswegs selbstverständlich. Sie tragen die Handlung an mehreren Stellen und geben dem Film sein Tempo. Für Familien, die den Film in der Adventszeit mehrfach laufen lassen, ist das ein wichtiger Punkt: Die Musik nutzt sich nicht nach dem zweiten Durchgang ab.

Gutes Bonusmaterial

Die DVD hat recht ausführliches Bonusmaterial, unter anderem Interviews mit den Sprechern der Figuren, die recht anschaulich die Arbeit der Übersetzung und Nachvertonung eines Zeichentrickfilms, der im Original auf Englisch ist, erzählen.

Außerdem gibt es die Lieder zum Mitsingen auf dem Bonustrack sowie diverse Spiele für Kinder („Rette die Spielsachen„), Malvorlagen, Einladungskarten mit den Motiven des Films usw.

Gerade die Interviews sind erfreulich, weil sie Kindern einen Blick hinter die Kulissen erlauben: Wie entsteht eine Synchronfassung, warum klingt eine Figur auf Deutsch anders als im Original, was macht eine Sprecherin im Studio eigentlich den ganzen Tag? Die Malvorlagen und Einladungskarten machen die DVD zusätzlich für einen Kindergeburtstag oder einen Bastelnachmittag im Advent brauchbar.

Für wen lohnt sich der Film?

Die Zielgruppe ist klar umrissen. Kinder ab etwa zwei bis drei Jahren können der Handlung folgen, weil sie geradlinig erzählt ist und die Figuren eindeutig gezeichnet sind. Für Grundschulkinder funktioniert vor allem die Rätselebene: Wer steckt hinter der Maske? Erwachsene bekommen keinen doppelten Boden geliefert, wie man ihn aus modernen Animationsfilmen kennt, langweilen sich beim gemeinsamen Schauen aber auch nicht.

Weniger geeignet ist der Film für ältere Kinder ab etwa zehn Jahren, die schon Animationsfilme mit höherem Tempo und komplexeren Figuren gewohnt sind. Und wer die klassische Puppentrick-Optik der ursprünglichen Rudolph-Verfilmung liebt, muss sich auf einen ganz anderen Look einstellen. Ein temporeicheres Zeichentrick-Abenteuer für ältere Kinder bietet Disneys Komödie mit dem verwandelten Inka-Herrscher mit einem Lama in der Hauptrolle.

Kritikpunkt: die fehlende Originalfassung

Die einzige Frage, die sich kritisch stellt, ist, warum bei einem original auf Englisch erschienenen Film nicht auch die englische Version zum Abspielen erhalten wurde. Da eigentlich alle Kinder in der Schule Englisch haben, wäre diese Geschichte eine ideale Gelegenheit, englisch zu üben. Stattdessen gibt es die Möglichkeit, die DVD in Schweizerdeutsch abzuspielen.

Das ist umso ärgerlicher, weil die Voraussetzungen ideal wären: einfache Dialoge, klare Aussprache, bekannte Handlung, überschaubare Laufzeit. Genau so sehen die Filme aus, die man Kindern beim Englischlernen empfiehlt. Die Schweizerdeutsch-Fassung ist eine nette Zugabe, ersetzt das Original aber nicht.

Fazit: Lohnt sich Rudolph und der Spielzeugdieb?

Eine sehr nette Fortsetzung der Rudolph-Geschichte, die schon für Kinder ab ca. 2-3 Jahren geeignet ist und auch für ältere Kinder bzw. die ganze Familie sehenswert ist. Die Lieder sind sehr schön vertont, wie bei einem Musical und auch das Bonusmaterial ist positiv zu erwähnen. Hier bekommt der Kunde wirklich etwas für sein Geld!

Aber trotz des kleinen Mangels bei der Sprachauswahl sehr empfehlenswert und ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis. Wer eine Weihnachtsgeschichte sucht, die kleine Kinder nicht überfordert, die Eltern nicht nervt und über die Adventszeit hinaus Beschäftigungsmaterial mitbringt, trifft hier eine gute Wahl. Wer danach mehr Zeichentrick mit Tieren sucht, findet in 60 Folgen kanadischer Zeichentrick um Bert Raccoon und seine Freunde reichlich Stoff.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Rudolph und der Spielzeugdieb?

In Rudolph und der Spielzeugdieb lockt ein maskierter Dieb mit einer Flöte die Spielsachen aus den Kinderzimmern und entführt sie in seinem Luftschiff. Als er kurz vor Weihnachten auch das Lager des Weihnachtsmanns leer räumt, machen sich Rudolph, der Zahnarzt-Elf Hermey und ihre Freunde auf die Suche, die bis auf die Insel der Nixnutz-Toys führt.

Ab welchem Alter ist der Film geeignet?

Rudolph und der Spielzeugdieb ist schon für Kinder ab etwa zwei bis drei Jahren geeignet, weil die Handlung geradlinig erzählt ist und die Figuren eindeutig gezeichnet sind. Für sehr kleine Zuschauer wirken die Szenen im Luftschiff etwas düsterer, ältere Kinder ab etwa zehn Jahren, die höheres Tempo gewohnt sind, sind weniger angesprochen.

Wie lang ist Rudolph und der Spielzeugdieb?

Der Hauptfilm Rudolph und der Spielzeugdieb läuft auf der deutschen DVD rund 80 Minuten. Dazu kommen ein ausführliches Bonusprogramm mit Sprecherinterviews, Liedern zum Mitsingen und Spielen für Kinder. Das Original erschien 2001 unter der Regie von Bill Kowalchuk.

Gibt es die DVD auch auf Englisch?

Nein, die DVD von Rudolph und der Spielzeugdieb bietet nur Deutsch und Schweizerdeutsch, die englische Originalfassung fehlt. Das ist der Kritikpunkt der Rezension, weil sich der Film mit einfachen Dialogen und klarer Aussprache zum Englischlernen angeboten hätte.

Muss man den ersten Rudolph-Film kennen?

Nein, für die Handlung von Rudolph und der Spielzeugdieb ist der erste Film nicht nötig, denn die Geschichte um den Spielzeugdieb ist geradlinig erzählt. Figuren wie Hermey, der Elf mit dem Berufswunsch Zahnarzt, und Rudolphs Unsicherheit wegen seiner roten Nase knüpfen aber an die bekannte Rudolph-Geschichte an.

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