So was von da
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So was von da ist ein deutscher Spielfilm von Jakob Lass aus dem Jahr 2018 nach dem Roman von Tino Hanekamp und zeigt eine einzige Silvesternacht auf der Reeperbahn, in der Clubbesitzer Oskar Wrobel die letzte Nacht seines Clubs vor dem Abriss erlebt. Die Kritik vom 17. Dezember 2025 lobt Club-Atmosphäre und Improvisation, bemängelt aber flache Figuren und den fehlenden roten Faden.
So was von da: Roman
16,00 € Stand: 11.10.2026
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„So was von da“ zeigt eine einzige, wilde Silvesternacht auf der Reeperbahn und folgt Oskar Wrobel, seinen Freunden und einem kurz vor dem Abriss stehenden Club. Wer Geschichten mag, die an einem einzigen entscheidenden Tag spielen, bekommt hier viel Wiedererkennbares.
- Der Film lebt von seinen Figuren: Oskar, Rocky, Mathilda, Nina, die Innensenatorin und Kiezgröße Kalle Schwensen. Wer Charaktere wichtiger findet als eine perfekte Story, ist hier richtig.
- Die Dialoge sind stark improvisiert, die Handlung basiert auf dem Roman von Tino Hanekamp. Das sorgt für rohe, echte Stimmung, verlangt dem Publikum aber Offenheit für Chaos ab.
- Die größten Stärken liegen in der Club-Atmosphäre, der Musik, dem echten St.-Pauli-Nachtleben und den impulsiven Schauspiel-Momenten. Der rote Faden geht dabei zugunsten der Spontanität immer wieder verloren.
- „So was von da“ beschreibt das Gefühl der letzten Nacht im Club: Absturz, Hoffnung und der Wunsch, neu zu beginnen. Wer Geschichten mag, in denen alles kippen kann, ist hier gut bedient.
- Der Film richtet sich an Liebhaber deutscher Arthouse-Filme und Coming-of-Age-Geschichten, an Partygänger und an alle, die sich für das Leben auf St. Pauli interessieren. Wer Lust auf ein lautes, ehrliches, anstrengendes Porträt von Freundschaft, Exzess und Existenzangst hat, findet es hier.
Was ist „So was von da“?
„So was von da“ ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2018. Es ist ein Film von Jakob Lass, basierend auf dem Roman von Tino Hanekamp. Die Story spielt an Silvester und fast komplett in einem Nachtclub auf St. Pauli in Hamburg. Oskar Wrobel, der Besitzer des Clubs, steht im Mittelpunkt. Er muss in einer einzigen Nacht mit seinen Schulden, den Behörden, seinen Freunden und seinen vergangenen Beziehungen klarkommen, bevor sein Club abgerissen wird. Der Film feierte am 1. Juli 2018 auf dem Filmfest München Premiere und kam am 16. August 2018 in die Kinos.
Das Drehbuch schrieben Jakob Lass und Hannah Schopf nach dem 2011 bei Kiepenheuer & Witsch erschienenen Roman von Tino Hanekamp. Der Film läuft rund 90 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Gespielt wird Oskar von Niklas Bruhn.
Oskar ist der Überlebenskünstler des Nachtlebens: pleite, übermüdet, aber zu stolz zum Aufgeben. Dazu kommt Rocky, sein treuer, wenn auch chaotischer Freund. Mathilda, Oskars frühere Freundin, bringt eine alte Beziehung in die letzte Nacht. Nina gehört ebenfalls zu den Figuren im Club. Daneben steht die strenge Innensenatorin, die das Ganze von außen betrachtet, gespielt von Corinna Harfouch. Und dann ist da noch Kiezgröße Kalle Schwensen, der als Kiez-Kalle auftritt und das raue Leben in St. Pauli verkörpert. Viele Szenen geben einen kurzen Einblick in echte Biografien, ohne dass etwas erklärt wird.
Jakob Lass macht gerne improvisierte Filme, und das merkt man. Vieles fühlt sich an, als wäre es gerade jetzt geschehen. Der Film zeigt echte Club-Situationen, wackelige Gespräche und die Mischung aus Musik, Drogen, Alkohol und Müdigkeit, die man von langen Nächten kennt. Oft wird er als „lauter Stimmungsfilm“ beschrieben: viel Party, viel Krach, viele bunte Bilder, wenig ruhige Erklärungen. Es geht um Freundschaft, Existenzangst, Exzesse, Musik und den Dauerrausch nach einem Sinn. Einige Stimmen halten die Figuren für zu flach und die Botschaft für unklar, andere finden die Darstellung des Nachtlebens übertrieben.
Rezension zum Film
Der Film ist wie eine lange Nacht auf dem Kiez. Manchmal feiert man mit, öfter schaut man aus der Ferne zu. Das eine wirkt nah dran, das andere ist seltsam leer.
Am stärksten ist die Atmosphäre: die engen Gänge, der Lärm, die grellen Lichter und die Musik immer auf voller Lautstärke. Es fühlt sich an, als stünde der Club kurz vor dem Aus. Das improvisierte Spiel hat einen rauen Charme. Man merkt, dass nicht jede Zeile aus dem Drehbuch kommt. Blicke, kleine Reaktionen und kleine Pannen fühlen sich echt nach Nacht an.
Das trägt aber nicht über die ganze Länge. Der Film will sich vom klassischen Erzählen lösen, doch dieser Bruch geht kaum auf. Es fehlt der rote Faden, vieles wirkt wie lose aneinandergereihte Szenen. Die Figuren bleiben blasse Skizzen. Oskar, der überforderte Clubbetreiber, hat viel Stress, aber wenig Tiefgang. Rocky ist mehr Show als echte Figur. Mathilda bleibt flüchtig und bildet keinen klaren Gegenpol zu Oskar. Kiez-Kalle ist eher Typ als Mensch. Am Ende bleibt wenig, was wirklich hängen bleibt.
Auch die Impro-Methode kippt rasch ins Künstliche. Gerade in den Momenten, die der Realität nahekommen sollen, wirken die Szenen oft unnatürlich. Die Exzesse, das Koks und der Dauerrausch sind ziemlich glatt und fast brav. Wer schon echte Abstürze erlebt hat, merkt: Das hier ist schön verpackt.
Gegenüber „Love Steaks“ und „Tiger Girl“ fehlt hier die klare Energie. Dort tragen Stil und Chaos die Figuren, hier franst vieles aus. Jakob Lass bleibt ein spannender Regisseur, doch dieser Film bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück.
Die Bedeutung hinter dem Titel
„So was von da“ klingt locker dahingesagt, fast wie ein Schulterzucken. Dieses Gefühl passt zur letzten Nacht im Club: totale Gegenwart, kein Plan für morgen, nur jetzt. Draußen knallt das Feuerwerk, drinnen wankt alles. Der Titel wirkt wie ein Kommentar zu den absurd lauten und unberechenbaren Geschehnissen. Nichts ist glatt oder poliert, alles ist roh und nah.
Der Titel spielt gleichzeitig auf die Einmaligkeit dieser einen Nacht an. Es ist die letzte vor der Schließung, die Party vor dem Aus. Was „so was von da“ heißt, gibt es genau hier, genau so, genau jetzt nur einmal. Die vielen komischen Szenen, seltsamen Gäste und peinlichen Momente wirken übertrieben. Dahinter steckt aber das Alltägliche: Menschen, die feiern, fliehen oder etwas suchen. Der Titel sagt damit: Das ist völlig verrückt, aber auch ganz normal.
All das bündelt sich in Oskar. Er treibt mit, staunt, fühlt sich überfordert und hofft trotzdem auf einen Neuanfang. „So was von da“ steht für eine Haltung, die das Leben nicht auf den Millimeter genau plant und alles auf sich zukommen lässt. Später versucht Oskar, einen Sinn darin zu erkennen. Die Suche nach Nähe und Bedeutung zeigt sich nicht in großen Theorien, sondern in kleinen, schiefen Augenblicken des Lebens.
Zwischen Buch und Film bleibt der Titel der gleiche Anker. Er klingt locker, fast wie eine Einladung auf ein Bier, und tut so, als wäre alles ganz unspektakulär, während Bild, Musik und Tempo richtig aufdrehen. Diese Lesart stammt aus der Rezension, eine offizielle Deutung von Autor oder Regisseur ist hier nicht belegt. Das lässt Spielraum für eigene Lesarten.
Für wen ist der Film gemacht?
„So was von da“ ist für Menschen gedacht, die sich im Clublicht wohler fühlen als im Tageslicht. Der Film zeigt augenzwinkernd das Nachtleben von Hamburg: enge Clubs, schweißige Konzerte, Zigarettenrauch, und gegen 3 Uhr früh kommt das Gefühl von unendlichen Möglichkeiten auf. Das passt zu allen, die deutsche Filme mögen, die im echten Großstadtleben spielen. Es gibt echte Hamburger Clubs und St. Pauli und Musik, die die Emotionen widerspiegelt. Die Kamera hängt dicht an den Menschen, deshalb ist der Film sehr direkt und nah.
Die Art des Erzählens passt zu allen, die Impro-Kino mögen. Vieles wirkt im Moment gefunden, nicht lange geplant. Die Romanvorlage von Tino Hanekamp ist die Grundlage der Handlung, die Dialoge entstehen improvisiert. Manche Nächte sind wild und chaotisch, sie sind hedonistisch und laut und kümmern sich nicht um den nächsten Tag. Wer mit klarer, sauberer Dramaturgie etwas anfangen kann, hat mit dem Film Schwierigkeiten, wer experimentelles Erzählen mag, weniger.
Am besten treffen den Film Menschen Mitte zwanzig, die gerade voll in diesem „Was mache ich mit meinem Leben“-Modus stecken. Partys, Kurzliebe, Streit in der Freundesgruppe, Geldsorgen, Angst vor der Zukunft: alles ist drin. Beziehungen können sich schnell ändern, Freundschaften stehen auf der Kippe. Die Charaktere versuchen sich zu finden und herauszufinden, wer sie sind. Das kann nahegehen, wenn man selbst so steht. Wer mit dieser Generation wenig anfangen kann, findet die Figuren anstrengend, zu laut, zu selbstbezogen. Geblieben sind dann die gute Musik und eine interessante Atmosphäre, die in eine eigene Subkultur eintauchen lässt, doch emotional verbunden fühlt man sich nicht.
Wie der Film das Nachtleben darstellt
Der Film zeigt das Hamburger Nachtleben als eigenen Kosmos, dicht, laut und oft überfordernd. Es geht weniger um einzelne Figuren als um das Gefühl, mitten in einer rauschenden, leicht kaputten Nacht festzustecken.
Das ist ein richtiger Kiezladen. Die Räume sind eng, die Wände schwitzig und die Beats so laut, dass sie im Bauch schlagen. Die Leute stehen dicht an der Bar oder tanzen beinahe im Takt zusammen. Alkohol und Drogen sind überall, dazu Kippen und exzessive Partys, die kein Ende kennen. Alle versuchen, ihre Probleme kurz wegzuschieben, seien es Geldsorgen, Beziehungschaos oder Zukunftsangst. Gentrifizierung und das Sterben von Clubs sind kein Geschenk für die Kunstszene. Diese Probleme zeigen sich oft in Gesprächen über Mieten, Investoren oder Abriss.
Der Film zeigt auch das lebhafte Geschehen draußen auf der Reeperbahn: grelle Lichter, enge Gehwege, Touristen, Sexarbeit, Dealer, Streit vor Imbissen und kleine Momente der Nähe zwischen Fremden. Dann blitzt kurz Gewalt auf. Manches klingt aber nach dem Klischee vom „wilden Kiez“ und nicht nach frischer Beobachtung.
Statisten, Bands und echte Kiezgrößen wie Kalle Schwensen geben der Kulisse spürbar Lokalkolorit und etwas Erdung. Die Übertreibung des Filmstils ist oft zu viel. Die starken Farbfilter und das dramatische Licht wirken für diesen bröseligen Ort zu schick. Die Figuren sind oft noch grobe Skizzen und verschwinden in der Tanzmasse. Die improvisierten Dialoge erzeugen ein intensives Rauschgefühl, erschweren es aber zugleich, enge Beziehungen zu den Figuren aufzubauen. Es ist ein Film über eine Generation, die ihren Weg durch laute Musik und Partys sucht. Manches Bild wirkt abgedroschen oder nicht ganz echt.
Fazit zu „So was von da“
„So was von da“ ist 100 % Kiez und erinnert an eine lange letzte Nacht. Der Film ist laut und überlaufen und zeigt das Hamburger Nachtleben als schnellen, lustigen Mix aus Absturz, Freundschaft, Kater und einem kleinen Moment von Klarheit. Manchmal fühlt man sich tatsächlich, als wäre man selbst im Club, irgendwo zwischen Bar, Backstage und Notausgang.
Improvisierter Dreh und echte Club-Atmosphäre stehen auf der Habenseite. Die improvisierten Dialoge geben vielen Szenen Spontanität, auch wenn sie nicht überall natürlich klingen, und der ständige Wechsel zwischen Humor und Drama bringt Tragik und Komik zusammen. In vielen kleinen, einprägsamen Szenen zeigt der Film die Stimmungsschwankungen des Clubbesitzers, ohne auf komplizierte Theorien zurückzugreifen. Bilder wie die 4-Uhr-Euphorie oder das Katerlicht kommen ohne Erklärung aus.
Auf der Sollseite stehen die Schwächen der Geschichte. Der Film hängt an unwichtigen Details, manche Motive wirken vertraut und klischeehaft, und ein besonderer, einprägsamer Moment fehlt. Hinzu kommen die blassen Figuren und der fehlende rote Faden. Der Film erzählt schräg und ironisch. Der Mix aus leichten, lustigen Ideen und stillen, nostalgischen Momenten ist die Kiez-Romantik, die er bedient.
Wer Nachtleben, Musik, etwas Chaos und leicht sentimentale, aber flotte Stoffe mag, kann hineinschauen. Wer Lärm, Unordnung und sprunghaftes Storytelling nervig findet, wird hier müde. Als Ganzes bleibt der Film hinter seinen Möglichkeiten zurück: Atmosphäre und Improvisation überzeugen, Figuren und Erzählfaden tragen ihn nicht.
Schluss
„So was von da“ fühlt sich in seinen besten Momenten gut an: Chaos, Witz, Kater, Herz. Kein Glatt, kein Perfekt. Es bleibt wie die letzte lange Nacht, die man lange im Kopf behält.
Menschen, die Clubs lieben, Kunst feiern oder zwischen Absturz und Aufbruch leben, wird der Film gefallen. Das gilt auch für alle, die schon einmal vor einem großen Ende standen: letzte Liebe, letzter Job, letzter Laden.
Wer sich selbst ein Bild machen will, schaut den Film am besten ohne hohe Erwartungen an eine klare Handlung. Er passt zu einem entspannten Abend mit Pizza und schöner Musik auf dem Sofa.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im Film „So was von da„?
So was von da zeigt eine einzige Silvesternacht in einem Nachtclub auf St. Pauli in Hamburg, die letzte Nacht des Clubs vor dem Abriss. Clubbesitzer Oskar Wrobel muss in dieser Nacht mit Schulden, Behörden, Freunden und vergangenen Beziehungen klarkommen, die Themen sind Freundschaft, Existenzangst, Exzess und Musik.
Ist „So was von da„ eine Buchverfilmung?
Ja, So was von da ist die Verfilmung des Romans von Tino Hanekamp unter der Regie von Jakob Lass. Das Drehbuch schrieben Lass und Hannah Schopf, der Film setzt stark auf improvisierte Dialoge.
Muss man das Buch kennen, um den Film zu verstehen?
Nein, für So was von da ist die Romanvorlage von Tino Hanekamp keine Voraussetzung. Die Handlung wird eigenständig erzählt: eine Silvesternacht in einem Club auf St. Pauli, in der Oskar Wrobel um seinen Club kämpft.
Wie realistisch zeigt der Film das Nachtleben?
So was von da zeigt das Hamburger Nachtleben als dichten, lauten und überfordernden Kosmos mit Alkohol, Drogen und exzessiven Partys. Die Rezension lobt die rohe Club-Atmosphäre, hält die Darstellung der Exzesse aber für glatt und manches für Kiez-Klischee.
Für wen eignet sich „So was von da„?
So was von da eignet sich für Zuschauer, die Clubkultur, Musik, Impro-Kino und deutsche Arthouse-Filme mögen. Wer eine klare, saubere Dramaturgie sucht, hat laut Rezension mit dem Film Schwierigkeiten.
Welche Bedeutung hat der Titel „So was von da„?
Der Titel So was von da steht in der Rezension für totale Gegenwart und die Einmaligkeit der letzten Nacht im Club. Diese Lesart stammt aus der Rezension, eine offizielle Deutung von Autor oder Regisseur ist dort nicht belegt.
Wo kann man „So was von da„ streamen oder sehen?
Einen Streaming-Anbieter für So was von da nennt der Artikel nicht. Der Film hatte am 1. Juli 2018 auf dem Filmfest München Premiere und kam am 16. August 2018 in die Kinos.
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