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Spaghetti criminale

4,5 von 5 von Rezension.org · 2011-03-12 · aktualisiert 2026-07-28

Kurzfazit: Frecher Ferienkrimi für Mädchen ab zwölf, ideal fürs Reisegepäck.

Spaghetti criminale (Freche Mädchen – freche Bücher!)
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Spaghetti criminale (Freche Mädchen – freche Bücher!)

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„Spaghetti criminale” von Christamaria Fiedler ist im Thienemann Verlag in der Reihe „Freche Mädchen – freche Bücher!” erschienen. Der Band umfasst rund 224 Seiten, der Verlag gibt als Lesealter 12 bis 15 Jahre an. Es gibt ihn außerdem in einer handlichen Mini-Ausgabe im Sonderformat von etwa 16,5 mal 10 Zentimetern, die für die Reisetasche gedacht ist. Laut „buchreport.spezial” gehörte der Titel 2006 zu den Top Ten der Reihe.

Worum geht es in Spaghetti criminale?

Ein neuer Fall für die Katastrophenweiber Isy und Amanda. Diesmal machen sie, beim gemütlichen Spaghettikochen im Schullandheim, eine äußerst merkwürdige Entdeckung.

Die Ausgangslage

Isy und Amanda, schon stadtweit bekannt als die Katastrophenweiber, stürzen sich in ihr neues Abenteuer. Eigentlich wollten sie doch nur die nächste Klassenreise organisieren und den anderen beweisen, dass sie es doch drauf haben und einmal etwas ohne peinliche Zwischenfälle auf die Beine stellen können. Doch leider ist die gewünschte Location total zugemüllt, aber wie sollte es anders sein, die zwei Freundinnen schaffen Ordnung im Schullandheim und damit die besten Voraussetzungen für ihre Klasse und eine wunderbare Auszeit vom Schulalltag. Trotz eines gebrochenen Knöchels und einer grippekranken Mutter. Die Klassenreise ist gerettet!

Die Party ohne Gäste

Doch was so gemütlich anfängt, endet in einer gruseligen Party ohne Gäste und Gastgeber, dafür aber mit dem Partydienst und einer Portion Spaghetti criminale. Dass die beiden Freundinnen ab jetzt keine ruhige Minute mehr haben und nicht nur Igeln, sondern auch zwielichtigen Gestalten über den Weg laufen, kann man in diesem Buch nachlesen.

Der Aufbau ist typisch für die Reihe: Erst kippt eine ganz alltägliche Situation ins Absurde, dann in den Krimi. Der Fall selbst bleibt harmlos genug, dass er auch für jüngere Leserinnen keine Zumutung ist, aber spannend genug, dass man das Buch nicht nach dreißig Seiten weglegt.

Die Figuren: Isy und Amanda

Der Reiz der Reihe liegt weniger im Kriminalfall als im Duo. Isy und Amanda tragen ihren Spitznamen zu Recht, denn beide neigen dazu, aus jeder gut gemeinten Aktion ein Chaos zu machen. Genau deshalb wollen sie mit der Klassenfahrt beweisen, dass sie etwas zu Ende bringen können, und genau deshalb geht es schief.

Warum das Duo funktioniert

Die Freundschaft der beiden ist nie in Frage gestellt, wohl aber jede einzelne Idee, die eine von ihnen hat. Aus dieser Konstellation zieht das Buch seine besten Dialoge. Sie sind wie immer witzig, charmant und haben das gewisse Etwas, das die Reihe ausmacht.

Über die Autorin Christamaria Fiedler

Die Autorin Christamaria Fiedler wurde in Berlin geboren und lebt in Schöneiche in der Nähe von Berlin und auch auf Gran Canaria. Sie arbeitet seit 1967 als freie Autorin für verschiedene Verlage, für die Presse, Rundfunk, Fernsehen und besonders in Sachen Kinderliteratur. Für die Illustrationen der Bücher sorgt Birgit Schössow.

Die criminale-Reihe

Von der Autorin sind bereits folgende Romane im Thienemann Verlag erschienen: Risotto criminale, Kürbis criminale, Popcorn criminale und Sushi criminale. Alle folgen demselben Prinzip: Ein Gericht im Titel, eine Alltagssituation als Ausgangspunkt, ein Fall, der daraus erwächst. Wer eines der Bücher mag, kann die anderen in beliebiger Reihenfolge lesen.

Die englischen Ausgaben

Ebenfalls, aber auf Englisch, sind von ihr folgende Bücher erschienen: Spaghetti Crime, Risotto Crime und Summer, Sun & Holiday Love. Sie gehören zur Schwesterreihe „Freche Mädchen – freches Englisch!” und sind für Leserinnen gedacht, die ihr Schulenglisch an einer Geschichte ausprobieren wollen, die sie auf Deutsch schon kennen. Das ist ein sinnvoller Nebeneffekt, wenn im Englischunterricht ohnehin Lektüre ansteht.

Sprache und Aufmachung

Erzählt wird in der Sprache der Zielgruppe, ohne dass es angestrengt wirkt. Die Sätze sind kurz, der Ton ist locker, und der Humor entsteht aus Situationen statt aus Kalauern. Wer Wert auf gehobene Jugendliteratur legt, wird das zu leicht finden. Wer will, dass ein Buch tatsächlich zu Ende gelesen wird, bekommt genau das Richtige.

Auch die Ausstattung spielt mit. Die Illustrationen von Birgit Schössow greifen den frechen Ton auf und lockern die Kapitel auf. Besonders die Mini-Ausgabe im Format von rund 16,5 mal 10 Zentimetern ist dafür gemacht, in eine Jackentasche zu passen. Sie ist damit eines der wenigen Jugendbücher, die man tatsächlich im Zug, am Strand oder auf der Rückbank liest, statt sie zu Hause liegen zu lassen.

Wo das Buch in der Reihe steht

„Freche Mädchen – freche Bücher!” ist eine der langlebigsten deutschen Jugendbuchreihen und versammelt Titel sehr unterschiedlicher Autorinnen. Die criminale-Bände von Christamaria Fiedler bilden darin den Krimizweig. Dass „Spaghetti criminale” laut „buchreport.spezial” 2006 zu den Top Ten der Reihe gehörte, spricht dafür, dass die Mischung aus Freundschaftsgeschichte und Fall bei den Leserinnen ankommt.

Für wen lohnt sich das Buch?

Das Buch ist durch die sehr handliche Größe besonders für unterwegs geeignet. Außerdem finde ich, es sollte hauptsächlich von Mädchen im Alter von 12 bis 16 gelesen werden. Für Ältere eignet es sich als lustige Lektüre für zwischendurch. Das kunterbunte Cover lädt im Laden direkt zum Kaufen ein. Es ist wirklich wunderschön gestaltet.

Wer eine Leserin sucht, die sonst wenig freiwillig liest, hat mit diesem Band gute Karten: kurze Kapitel, viel Dialog, überschaubarer Umfang und ein Fall, der sich in wenigen Sitzungen lesen lässt. Für Leserinnen, die harte Krimis erwarten, ist das Buch dagegen zu leicht. Es will unterhalten, nicht erschrecken.

Kritikpunkte

Ganz ohne Einschränkung geht es nicht. Die Handlung folgt dem Muster der Reihe sehr eng, Überraschungen im Aufbau gibt es kaum. Wer zwei oder drei Bände hintereinander liest, kennt den Rhythmus. Auch die Auflösung kommt schnell, sobald sie einmal in Gang gekommen ist. Das ist der Preis für den geringen Umfang, und für die Zielgruppe ist er vertretbar.

Fazit: Lohnt sich Spaghetti criminale?

Einfach ein wunderschönes Buch aus der Reihe Freche Mädchen – freche Bücher. Aus der limitierten Mini-Edition, die ich irgendwann einmal auf einer Sommerreise erstanden habe. Mit diesem Krimi wird einem bestimmt nicht langweilig. Eines meiner favorisierten Reisebücher. Also ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen auf der nächsten Urlaubsreise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in Spaghetti criminale?

Isy und Amanda, in ihrer Stadt als Katastrophenweiber bekannt, fahren vor ihrer Klasse ins Schullandheim, um die Klassenfahrt vorzubereiten. Beim Spaghettikochen macht Isy eine merkwürdige Entdeckung, und aus dem gemütlichen Abend wird ein Kriminalfall mit zwielichtigen Gestalten.

Wer hat Spaghetti criminale geschrieben?

Die Autorin ist Christamaria Fiedler. Sie wurde in Berlin geboren, lebt in Schöneiche bei Berlin und auf Gran Canaria und arbeitet seit 1967 als freie Autorin für Verlage, Presse, Rundfunk und Fernsehen. Die Illustrationen stammen von Birgit Schössow.

Für welches Alter ist das Buch geeignet?

Der Verlag gibt als Lesealter 12 bis 15 Jahre an. Die Rezension empfiehlt es vor allem Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren. Ältere Leserinnen können es als lockere Lektüre für zwischendurch lesen, weil der Fall überschaubar bleibt und der Ton durchgehend humorvoll ist.

Gehört Spaghetti criminale zu einer Reihe?

Ja, es erscheint im Thienemann Verlag in der Reihe „Freche Mädchen – freche Bücher!“. Von Christamaria Fiedler sind dort außerdem Risotto criminale, Kürbis criminale, Popcorn criminale und Sushi criminale erschienen. Für die Reihe „Freche Mädchen – freches Englisch!“ schrieb sie unter anderem Spaghetti Crime.

Muss man die anderen Bände vorher kennen?

Nein. Der Fall ist in sich abgeschlossen, und die Beziehung zwischen Isy und Amanda erklärt sich in den ersten Kapiteln von selbst. Wer die Vorgängerbände kennt, erkennt allerdings mehr Anspielungen auf frühere Katastrophen der beiden.

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