Out Among The Stars

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimme
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

THE MAN IN BLACK RETURNS!

Der Musiker:

wurde 1932 in Arkansas geboren. Mit zehn Jahren bekam er seine erste Gitarre geschenkt. Seinen ersten Auftritt als Sänger hatte er anlässlich seiner Abschiedsfeier an der Highschool. Nach seinem Militärdienst arbeitete er als Vertreter für Elektrogeräte und spielte in verschiedenen Clubs in Memphis. 1955 nahm ihn Sam Phillips von Sun Records unter Vertrag und veröffentlichte Cash´s erste Single. Mit dem Titel „I Walk The Line“ erreichte im Mai 1956 erstmals Platz 1 der Countrycharts. Seitdem war er aus der Countryszene nicht mehr wegzudenken. Mit „Ring Of Fire“ schuf er 1963 einen Welthit. Im Laufe der Jahre mischte er seine Musik mit Gospel, Rockabilly, Blues, Folk und Pop. Unvergessen sind auch seine Auftritte in den Haftanstalten Folsom und San Quentin. Nachdem es Ende der 80er Jahre ruhiger um ihn wurde, gelang ihm 1994 unter der Führung von Rick Rubin mit „American Recordings“ ein fulminantes Comeback. Im Verlauf seiner Karriere hat 50 Millionen Tonträger verkauft und sagenhafte 13 Grammys gewonnen. Am 12.September 2003 starb er im Alter von 71 Jahren an Lungenversagen.

Das Album:

Dieser Tage erschien posthum ein neues Album von Johnny Cash. Die Aufnahmen von „Out Among The Stars“ stammen aus den Jahren 1981 und 1984 und wurden seinerzeit von Billy Sherrill produziert. Bei den Aufnahmen wurde Cash von Marty Stuart (Gitarre, Mandoline), Jerry Kennedy (Gitarre), Pete Drake (Steel Guitar), Hargus Pig Robbins (Klavier) und Henry Strzelecki (Bass) unterstützt. Allerdings wurden die Aufnahmen niemals verwendet und landeten im Tresor. 2012 tauchten die Bänder wieder auf, als John Carter Cash die Archive seines Vaters katalogisierte. Zusammen mit Steve Berkowitz beschloss er, die Aufnahmen wiederherzustellen. „Wir fanden diese Aufnahmen wunderschön“, sagte er dem Rolling Stone Magazin, der das Album als verschollenes Meisterwerk ankündigte.

Und so erwarten den Hörer 13 Songs, die es in der Tat verdient haben, ans Licht der Öffentlichkeit zu gelangen. Wer Alben wie „Encore“ oder „Highwayman“ aus den 80ern von Johnny Cash kennt, wird hier einen großen Wiedererkennungswert haben. Natürlich klingt die Stimme des Meisters noch kraftvoll und so findet sich in der Tat die eine oder andere brillante Perle auf dem Album. Zu diesen Perlen gehört ohne Frage der Titelsong. Auch die Titel, die er zusammen mit seiner Frau June Carter Cash singt, dürfen ohne Übertreibung dazugezählt werden („Baby Ride Easy“, das an „Jackson“ erinnert, Don´t You Think It´s Come Our Time“). Auch beim Duett mit Waylon Jennings („I´m Movin´On“) fragt man sich, warum der Titel so lange im Tresor gelagert hat. Höhepunkt des Albums ist „She Used To Love Me A Lot“, den es am Ende auch noch als ganz starken Remix von Elvis Costello gibt.

Trackliste:

01 – Out Among The Stars

02 – Baby Ride Easy

03 – She Used To Love Me A Lot

04 – After All

05 – I´m Movin´Out

06 – If I Told You Who It Was

07 – Call Your Mother

08 – I Drove Her Out Of My Mind

09 – Tennessee

10 – Rock And Roll Shoes

11 – Don´t You Think It´s Come Our Time

12 – I Came to Belive

13 – She Used To Love Me A Lot – Jc/Ec Version

 

Fazit:

Ob es sich bei dem Album wirklich um ein Meisterwerk handelt, muss jeder für sich entscheiden. Angesichts wirklich großer Cash-Alben fällt diese Aussage zu einem Großteil in den Bereich Marketing. Trotzdem stimme ich John Carter Cash in weiten Teilen zu, wenn er sagt, dass sich sein Vater bei den Aufnahmen auf dem Höhepunkt seines Schaffens befand. Es wäre wirklich schade, wenn diese Songs im Tresor verkümmert wären. An keiner Stelle merkt man, dass es sich um Outtakes handelt, die seinerzeit (warum auch immer) nicht verwendet wurden. Und wenn diese Songs eine solche Qualität haben kann man zumindest von einem kleinen Meisterwerk sprechen. Auf jeden Fall ist „Out Among The Stars“ ein Muss für jeden Country- und Johnny-Cash-Fanf und es ist eine sehr schöne Erinnerung an einen Musiker, der wie kein anderer die Countrymusik geprägt hat.

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