Blind Rage
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Blind Rage ist das dritte Album von Accept seit der Reunion und brachte der Band im Jahr 2014 erstmals Platz 1 der deutschen Album-Charts. Die Rezension vom 2. September 2014 nennt es einen Volltreffer, der etwas gemäßigter klingt als „Stalingrad“, produziert von Andy Sneap und mit elf Titeln.
Blind Rage
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Über die Band
Seit den 80ern zählen Accept zu den erfolgreichsten Metalbands aus Deutschland. Nach zahlreichen Umbesetzungen und Auflösungen wagten Wolff Hoffmann (Gitarre), Herman Frank (Gitarre), Peter Baltes (Bass) und Stefan Schwarzmann (Drums) 2010 mit dem neuen Sänger Mark Tornillo ein Comeback. Mit Erfolg. Ihr Album „Blood Of The Nations„ wurde von Fans und Presse begeistert aufgenommen und mauserte sich zu einem der besten und erfolgreichsten Metalalben des Jahres 2010.
Das Album im Überblick
Mit ihrem letzten Album „Stalingrad„ stiegen die deutschen Metalhelden auf Platz 4 der Charts ein und ernteten überaus lobende Kritiken. In den USA gelang ihnen sogar der Sprung in die offiziellen Billboard-Charts. Es folgte eine ausgedehnte Tour mit über 100 Konzerten, die Accept nach Europa, Amerika, Südamerika und Asien führte. Nach dieser Tour und einer entsprechenden Ruhephase war es an der Zeit, neues Material einzuspielen.
Getreu dem Motto „Never change a winning team„ ging es mit Andy Sneap ins Studio, der bei beiden Alben seit der Wiedervereinigung der Band („Blood Of The Nations„, „Stalingrad„) an den Reglern saß. Die Erwartungen und die Vorfreude der Fans waren groß, sind Accept und ihr Sänger Mark Tornillo doch zu einer echten Einheit zusammengewachsen. Zum Neustart mit Sänger Mark Tornillo gibt es die Rezension über das Comeback-Album von Accept aus dem Jahr 2010.
Jetzt liegt „Blind Rage„ vor und entpuppt sich zu einem echten Überflieger, der die Band aus Solingen zum Monatssieger beim Branchenblatt Metal Hammer machte und der Band erstmals Platz 1 der deutschen Album-Charts bescherte.
Hört man sich das Album an, kann man nur feststellen, dass Andy Sneap zusammen mit Wolff Hoffmann überaus gute Arbeit geleistet hat. „Blind Rage„ klingt wie aus einem Guss und hat die echten Perlen im hinteren Teil versteckt. Und das, obwohl das Album mit „Stampede„ einen echten Kracher an den Anfang gesetzt hat. Accept machen deutlich, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Zwar nehmen die Musiker nach dem Opener das Tempo ein wenig raus, doch sind Titel wie „Dying Breed„ oder „Fall Of The Empire„ schon großes Ohrenkino für jeden Rockfan. Später wechseln sich satte Rocker („Trail Of Tears„, „Final Journey„) mit hardrocklastigen, fast bluesigen Nummern ab („Bloodbath Mastermind„, „From The Ashes We Rise„).
Stimmlich hat Mark Tornillo alles fest im Griff. Spätestens jetzt mag man nicht mehr daran denken, dass einst Udo Dirkschneider der Frontmann der Band war. Ich habe Accept im Rahmen der letzten Tour live erlebt und kann nur sagen, dass Mark Tornillo eine mehr als gute Wahl ist.
Trackliste
01 - Stampede
02 - Dying Breed
03 - Dark Side Of My Heart
04 - Fall Of The Empire
05 - Trail Of Tears
06 - Wanna Be Free
07 - 200 Years
08 - Bloodbath Mastermind
09 - From The Ashes We Rise
10 - The Curse
11 - Final Journey
Fazit: Lohnt sich Blind Rage?
Auch das dritte Album seit ihrer Reunion entpuppt sich als Volltreffer. „Blind Rage„ ist ein echter Anwärter für das Rockalbum des Jahres, auch wenn es insgesamt etwas gemäßigter klingt als „Stalingrad„. Old-School-Fans werden sich vor Freude auf- und ab hüpfen und sich freuen, dass ihre Heroen wieder so ein gutes Album abgeliefert haben. Kritikpunkte gibt es eigentlich keine, außer … Den Innovationspreis der deutschen Phonoindustrie werden Accept wohl nicht mehr bekommen, aber wer will den angesichts diese tollen Rocksongs schon haben? Bleibt zu hoffen, dass der letzte Titel „Final Journey„ kein Omen ist und noch weitere, solch gute Accept-Alben folgen.
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