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Die Schlümpfe

4 von 5 von Rezension.org · 2011-12-28 · aktualisiert 2026-07-28

Kurzfazit: Sympathischer Familienfilm mit starkem Clumpsi und schwachen 3D-Effekten.

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Worum geht es in Die Schlümpfe?

Die Schlümpfe leben glücklich und zufrieden in ihrem Pilzdörfchen. Wenn da nur nicht der böse Zauberer Gargamel wäre. Er möchte unbedingt alle Schlümpfe fangen und ihnen ihre Schlumpfessenz aussaugen, um ein viel mächtigerer Zauberer zu werden. Doch bisher hatte er noch kein Glück bei seiner Jagd. Die Schlümpfe sind einfach zu schnell und zu schlau. Doch leider gibt es da auch noch Clumpsi Schlumpf. Er ist ein richtiger Tollpatsch. Deshalb darf er auch nicht beim Tanztraining für den Blaumondtag mitmachen. Darüber ist er sehr niedergeschlagen.

Papa Schlumpf zaubert unterdessen einen Hellseher-Zauber und sieht voraus, dass Gargamel einige der Schlümpfe fangen wird. Und er sieht, dass Clumpsi Schuld daran sein wird. Doch er sieht leider nicht mehr den Ausgang der Vision, weil Clumpsi herein stolpert und Pflanzen für Papa Schlumpf sammeln möchte. Der ist davon gar nicht begeistert und befiehlt Clumpsi, im Dorf zu bleiben. Doch Clumpsi wäre nicht Clumpsi, wenn er darauf hören würde. Er zieht los und läuft dabei ausgerechnet dem fiesen Gargamel und seinem Kater Aszrael in die Arme.

Auf der Flucht zeigt er Gargamel dann den Weg ins geheime, unsichtbare Dorf. Der Fiesling stürmt auch gleich los und will alle Schlümpfe fangen, zertritt dabei ihre Pilzhäuser und zerstört ihre Vorbereitungen für das Fest. Alle Schlümpfe laufen weg und können entkommen - nur Clumpsi läuft in die falsche Richtig, genau zum Wasserfall. Schlumpfine, Papa Schlumpf, Muffi, Schlaubi und noch ein paar andere Schlümpfe laufen Clumpsi hinterher, um ihn aufzuhalten. Durch Zufall werden alle dann beim Wasserfall in einem Strudel eingesogen, der sie nach New York bringt. Gargamel und Azrael sind ihnen jedoch auch gefolgt - so können sie nicht sofort zurück, sondern müssen sich zuerst verstecken.

Warum will Gargamel die Schlümpfe fangen?

Diese Frage stellen sich vor allem Zuschauer, die den Film mit Kindern sehen und die Vorgeschichte nicht kennen. Die Antwort ist im Kinofilm eindeutig: Gargamel braucht die Schlumpfessenz. Sie ist für ihn der Rohstoff, der aus einem erfolglosen Zauberer einen mächtigen machen soll. Ohne sie bleiben seine Tränke das, was sie im ganzen Film sind – blubbernde Fehlschläge.

In den Comics von Peyo, aus denen die Figur stammt, liegt das Motiv etwas anders. Dort will Gargamel zunächst unedle Metalle in Gold verwandeln und benötigt dafür ein Rezept, zu dem ein Schlumpf gehört. Aus dieser Alchemisten-Idee ist im Lauf der Jahrzehnte die verkürzte Formel geworden, die der Film benutzt: Wer Schlümpfe hat, hat Macht.

Wichtig für Kinder ist dabei die zweite Hälfte der Antwort. Gargamel gelingt es nie. Der Film erzählt die Bedrohung durchgehend so, dass sie zwar ernst gemeint ist, aber immer wieder an der eigenen Unfähigkeit des Bösewichts scheitert.

Der böse Zauberer bei den Schlümpfen

Gargamel ist seit 1959 der feste Gegenspieler der blauen Figuren. Der belgische Zeichner Peyo, mit bürgerlichem Namen Pierre Culliford, hatte die Schlümpfe im Oktober 1958 zunächst als Nebenfiguren einer anderen Comicreihe eingeführt. Kurz darauf bekam die Serie ihren Antagonisten, und der ist bis heute derselbe geblieben: ein schmuddeliger, glückloser Zauberer mit Kutte, Glatze und viel zu großem Ehrgeiz.

Azrael, der Kater

Zu Gargamel gehört sein Kater Azrael. Er hilft bei der Jagd, allerdings mit klar eigennützigem Interesse, denn ihm geht es schlicht um eine Mahlzeit. Im Film ist er der beste Running Gag: Sobald Gargamel einen Plan hat, ist Azrael der Erste, der ihn ruiniert.

Wer ist Clumpsi Schlumpf?

Clumpsi ist im Kinofilm die eigentliche Hauptfigur. Jeder Schlumpf hat eine Eigenschaft, die ihn definiert – bei Schlaubi ist es das Besserwissen, bei Muffi die schlechte Laune, bei Clumpsi die Tollpatschigkeit. Genau daran hängt der ganze Konflikt: Weil er stolpert, darf er nicht mittanzen. Weil er nicht mittanzen darf, zieht er los. Weil er losgezogen ist, findet Gargamel das Dorf.

Der Film macht daraus keine Bestrafungsgeschichte, sondern eine über Selbstwert. Clumpsi bleibt bis zum Schluss ungeschickt, aber er wird gebraucht, und Papa Schlumpfs Vision bekommt dadurch am Ende eine andere Bedeutung, als alle zunächst angenommen haben. Für Kinder ist das der zugänglichste Teil des Films.

Die Schlümpfe in New York

Clumpsi sucht sich mal wieder ein ganz ungünstiges Versteck aus - im Karton von Patrick Winslow (Neil Patrick Harris - „How I met your mother”). Er ist tätig in der Werbebranche, ist verheiratet mit Grace, die gerade schwanger ist und die beiden freuen sich schon auf ihr Baby. Ein paar Probleme im Job hat er allerdings. Doch die Schlümpfe wären nicht die Schlümpfe, wenn sie hier nicht helfen würden. Zwar durch eine Reihe von Missgeschicken, aber am Ende helfen sie ihm, in seinem Job aufzusteigen und Papa Schlumpf gibt ihm wichtige Tipps, sodass die Beziehung von Patrick und Grace noch harmonischer wird und Patrick auch nicht mehr so viel Angst davor hat, Vater zu werden.

Der Zusammenprall von Pilzdorf und Großstadt liefert dem Film seine besten Szenen. Ein Schlumpf in einem New Yorker Spielwarenladen, ein Zauberer aus dem Mittelalter im Straßenverkehr: Der Kontrast trägt den gesamten Mittelteil.

Machart und Hintergrund

Der Film stammt aus dem Jahr 2011, Regie führte Raja Gosnell, hinter der Produktion standen Sony Pictures Animation und Columbia Pictures. Es handelt sich nicht um einen reinen Zeichentrickfilm, sondern um eine Mischung aus Realfilm und Computeranimation: Die Schlümpfe sind animiert, ihre Umgebung ist gedreht. Neben Neil Patrick Harris als Patrick Winslow ist im Original Hank Azaria als Gargamel zu sehen, der die Rolle als Realfigur spielt.

Für wen lohnt sich der Film?

Für Familien mit Grundschulkindern ist der Film ein sicherer Nachmittag. Er ist freundlich, schnell und arbeitet mit Gags auf zwei Ebenen, sodass Erwachsene nicht komplett aussteigen. Wer die Comics von Peyo liebt, wird die Verlagerung nach New York womöglich als Bruch empfinden, bekommt dafür aber die Figuren ziemlich charaktertreu geliefert.

Wer den Film wegen der 3D-Fassung kauft, sollte die Erwartungen dämpfen. Die Tiefenwirkung ist der schwächste Teil der Produktion.

Fazit: Lohnt sich Die Schlümpfe?

Ein wirklich süßer Film. Clumpsi ist einfach nur lustig - die anderen Schlümpfe aber auch. Kaum sind sie dem einen Schlamassel entkommen, katapultieren sie sich schon wieder in den Nächsten auf ihre ganz eigene, sympathische Weise.

Wenn man den Film mit den normalen Zeichentrickfilmen vergleicht muss ich sagen, dass mir hier die Darstellung der Schlümpfe viel besser gefallen hat. Ein wenig schade finde ich nur, dass die 3D-Effekte nicht sehr gut ausgearbeitet sind. Man hat nur selten das Gefühl, wirklich mittendrin zu stehen. Aber ansonsten ist es ein wirklich schöner Film.

Häufig gestellte Fragen

Warum will Gargamel die Schlümpfe fangen?

Gargamel ist ein glückloser Zauberer und Alchemist, dem für seine Zauberei die Kraft fehlt. Im Kinofilm von 2011 will er den Schlümpfen die sogenannte Schlumpfessenz entziehen, um damit ungleich mächtiger zu werden. In den Comics von Peyo geht es ihm ursprünglich darum, unedles Metall in Gold zu verwandeln, wofür er ebenfalls einen Schlumpf als Zutat braucht.

Wer ist der böse Zauberer bei den Schlümpfen?

Der Gegenspieler heißt Gargamel. Er lebt in einer schäbigen Behausung, arbeitet an misslungenen Zaubertränken und wird von seinem Kater Azrael begleitet. Gargamel trat 1959 erstmals in einer Comicgeschichte von Peyo auf und ist seither in praktisch jeder Schlumpf-Verfilmung der Antagonist.

Wer ist Clumpsi Schlumpf?

Clumpsi ist der Tollpatsch unter den Schlümpfen und im Kinofilm die heimliche Hauptfigur. Weil er ständig stolpert, darf er beim Tanztraining für den Blaumondtag nicht mitmachen und führt Gargamel schließlich versehentlich zum unsichtbaren Dorf. Am Ende ist es aber genau seine unbeholfene Art, die weiterhilft.

Wie heißt Gargamels Kater?

Der Kater heißt Azrael. Er unterstützt Gargamel bei der Jagd auf die blauen Wesen, allerdings weniger aus Loyalität als aus Appetit. Im Film sorgt er für einen großen Teil des Sicht-Gags-Humors, weil er den Plänen seines Herrn regelmäßig im Weg steht.

Ist Die Schlümpfe ein Zeichentrickfilm?

Nein, der Film von 2011 ist eine Mischung aus Realfilm und Computeranimation. Die Schlümpfe selbst sind animiert, die menschlichen Figuren und das New York um sie herum sind real gedreht. Regie führte Raja Gosnell, produziert wurde er von Sony Pictures Animation und Columbia Pictures.

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