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Erasure - The Circus

5 von 5 Alle Rezensionen zu Erasure Redaktion · 2011-07-19 · aktualisiert 2026-10-01

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The Circus ist das zweite Studioalbum von Erasure und erhält in der Rezension vom 19. Juli 2011 die volle Punktzahl von 5 von 5. Erschienen am 30. März 1987, brachte The Circus den Durchbruch in Großbritannien (Platz sechs) und enthält mit Sometimes und Victim Of Love zwei bekannte Hits.

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Ein Jahr nach dem Debüt saß alles: The Circus ist das Album, mit dem Erasure aus dem Schatten von Vince Clarkes früheren Projekten getreten sind und zu einer eigenständigen Größe im Synthpop wurden.

Worum geht es auf The Circus?

The Circus ist das zweite Studioalbum von Erasure und erschien am 30. März 1987 bei Mute Records. Es wurde der Durchbruch des Duos in Großbritannien: Das Album erreichte Platz sechs der britischen Charts und brachte vier erfolgreiche Singles hervor. Den Weg bereitet hatte die bereits ein halbes Jahr zuvor veröffentlichte Single „Sometimes“, die bis auf Platz zwei kletterte. „Victim Of Love“ folgte am 18. Mai 1987 und wurde mit Platz sieben die zweite britische Top-10-Single für Andy Bell und Vince Clarke.

Musikalisch ist die Platte deutlich breiter angelegt als das Debüt Wonderland, mit akustischen Instrumenten neben den Synthesizern und einem klaren eigenen Profil.

Die Tracklist von The Circus

  1. It Doesn’t Have To Be
  2. Hideaway
  3. Don’t Dance
  4. If I Could
  5. Sexuality
  6. Victim Of Love
  7. Leave Me To Bleed
  8. Sometimes
  9. The Circus
  10. Spiralling
  11. In The Hall Of The Mountain King (From The Peer Gynt Suite No. 1)
  12. Sometimes (Remixed By Erasure/Trumpet By Guy Barker)
  13. It Doesn’t Have To Be (Boop Oop Mix)

The Circus, das Album

Nur ein Jahr nach Veröffentlichung ihres Debütalbums Wonderland legten Erasure mit The Circus nach. Insgesamt ist der Sound auf dem zweiten Album nicht mehr so minimalistisch gehalten wie noch auf dem Erstlingswerk, Andy und Vince zeigen auch mehr Experimentierfreude an den einzelnen Stücken, so gibt es nicht nur synthetische Instrumente zu hören, sondern auch akustische wie Gitarre oder Trompete. Auch entfernte man sich weiter weg vom frühen 80er-Sound Yazoos und gab Erasure nun endgültig eine eigene Identität.

Die wichtigsten Songs im Einzelnen

Es finden sich unzählige gute Lieder auf der Platte, die sehr hohe Ohrwurmqualitäten haben.

Sometimes

Vor allem sticht das geniale „Sometimes“ heraus, das heute schon zu einer Art Erasure-Hymne geworden ist, es überrascht mit einem gelungenen Trompetensolo. Der Titel erschien bereits ein halbes Jahr vor dem Album als Single und stieg in Großbritannien bis auf Platz zwei. Ohne diesen Erfolg wäre The Circus vermutlich nicht der Durchbruch geworden, der es dann war.

Hideaway und Don’t Dance

Auch Songs, die damals nicht als Single veröffentlicht wurden, können überzeugen: „Hideaway“ und „Don’t Dance“ sind wahre Synthpop-Perlen. Beide zeigen, wie hoch die Trefferquote auf diesem Album insgesamt liegt, denn auf vielen Platten dieser Zeit wären das die Singles gewesen.

Leave Me To Bleed

Der einzige Song, den man vielleicht noch am ehesten mit Wonderland vergleichen kann, ist „Leave Me To Bleed“. Hier bleibt die Produktion doch eine Spur hinter den anderen Tracks zurück und ist auch vom Stil her ganz anders. Als Bindeglied zum Debüt hat der Titel trotzdem seine Berechtigung.

Der Titelsong The Circus

Außergewöhnlich ist auch der Titelsong „The Circus“, der sich anhört, als wäre er inmitten einer Zirkusvorstellung aufgenommen worden. Der Song ist das beste Beispiel für die neue Experimentierfreude des Duos, weil er das Popformat verlässt, ohne dabei die Melodie zu opfern.

Spiralling und If I Could

Einzig „Spiralling“ hat mich anfangs nicht überzeugen können, nölt Andy doch hier zu Anfang extrem herum, doch gegen Ende verwandelt sich dieser Song in das wunderschöne „Safety With Numbers“, und plötzlich fühlt man sich wie von Engeln umgeben, die einen davontragen. Mit „If I Could“ überraschen Erasure mit ungewohnter Nachdenklichkeit, bevor sie mit „Victim Of Love“ einen weiteren Lovesong anstimmen, der als Single am 18. Mai 1987 erschien und Platz sieben der britischen Charts erreichte.

Die Bonustracks und das Instrumental

Diese CD ist mit diversen Remixen ergänzt, die aber wie immer Geschmackssache sind und nicht wirklich eine Bereicherung darstellen. Auch das Instrumental „In The Hall Of The Mountain King“ regt nicht besonders auf, ist halt eine seichte Synthievariante eines klassischen Titels, in diesem Fall aus Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite. Für die Bewertung des Albums fallen diese Zugaben kaum ins Gewicht, weil der eigentliche Kern der Platte schon vorher steht.

Hintergrund: Erasure im Jahr 1987

Erasure sind ein 1985 in London gegründetes Synthpop-Duo aus Sänger und Songschreiber Andy Bell und dem Keyboarder, Songschreiber und Produzenten Vince Clarke. Clarke hatte zuvor bereits mit anderen Projekten gearbeitet, und gerade der Vergleich mit Yazoo begleitete die Anfänge von Erasure. The Circus ist das Album, mit dem dieser Vergleich endete.

Nach dem eher zurückhaltend aufgenommenen Debüt Wonderland folgte mit The Circus der Sprung in die britischen Top 10, danach begann die kommerziell erfolgreichste Phase der Bandgeschichte, die bis in die Mitte der Neunziger reichte. Wer die Entwicklung nachvollziehen will, hört The Circus, Chorus und I Say I Say I Say hintereinander. Erasures drittes Nummer-eins-Album in Folge entstand 1991 bewusst ohne MIDI.

Für wen lohnt sich The Circus?

Für praktisch jeden, der sich für Synthpop der Achtziger interessiert. Das Album ist eingängig genug für Einsteiger, hat mit „Sometimes“ und „Victim Of Love“ zwei bekannte Hits an Bord und bietet mit „Hideaway“, „Don’t Dance“ und dem Titelsong genug Substanz für Hörer, die über die Singles hinausgehen wollen.

Wer Erasure ausschließlich von späteren Balladenalben kennt, erlebt hier ein deutlich frischeres, spielfreudigeres Duo.

Fazit: Lohnt sich The Circus?

The Circus ist echt ein starkes Erasure-Album, das durchgehend positiv auffällt und viele tolle Songs hat, allen voran „Sometimes“, „It Doesn’t Have To Be“ und der schräge Titelsong.

Auf jeden Fall ist das Album eine der besten Veröffentlichungen, die das Duo bis heute rausgebracht hat, und schon lange ein Klassiker des Synthpop schlechthin.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist The Circus von Erasure erschienen?

The Circus ist das zweite Studioalbum von Erasure und erschien am 30. März 1987 bei Mute Records. Es folgte nur ein Jahr auf das Debüt Wonderland und wurde in Großbritannien zum Durchbruch des Duos, dort erreichte es Platz sechs der Charts.

Welche Singles stammen von The Circus?

Aus The Circus stammen vier erfolgreiche Singles. Sometimes erschien ein halbes Jahr vor dem Album und kletterte in Großbritannien auf Platz zwei. Victim Of Love kam am 18. Mai 1987 heraus und wurde mit Platz sieben die zweite britische Top-10-Single von Erasure.

Wie unterscheidet sich The Circus vom Debüt Wonderland?

The Circus klingt deutlich weniger minimalistisch als das Debüt Wonderland. Vince Clarke und Andy Bell probieren mehr aus und setzen neben Synthesizern auch akustische Instrumente wie Gitarre und Trompete ein. Damit löste sich Erasure vom Achtziger-Sound von Yazoo und fand eine eigene Identität.

Warum gilt Sometimes als Erasure-Hymne?

Sometimes gilt als Erasure-Hymne, weil der Song eine eingängige Melodie mit einem gelungenen Trompetensolo verbindet. Mit Platz zwei in Großbritannien bereitete Sometimes den Erfolg von The Circus vor und zählt zu den Klassikern des Synthpop.

Lohnt sich The Circus als Einstieg in die Diskografie?

Ja, The Circus eignet sich als Einstieg in die Diskografie von Erasure. Das Album ist eingängig, enthält Sometimes und Victim Of Love und bietet mit Hideaway, Don't Dance und dem Titelsong Substanz über die Singles hinaus. Wer die Entwicklung nachvollziehen will, hört The Circus, Chorus und I Say I Say I Say hintereinander.

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