Rezension.org - "Wilddiebe und Kritiker kennen keine Schonzeit"
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‘Sport’

Hugh Hornby: Fußball

Hugh Hornby: Fußball Vom Bolzplatz zur modernen Arena Die Geschichte eines Volkssports

Das Buch ist im Gerstenberg-Verlag aus Hildesheim erschienen und zwar im Jahre 2000. Es ist 64 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Fußball ist die schönste Nebensache der Welt. Zumindest für den männlichen Teil der Bevölkerung. Entweder pilgert er am Wochenende ins Stadion. Oder er sieht Samstagabend vor dem Fernseher und sieht die Sportschau. Aber das wissen die leidgeplagten Ehefrauen ja alles.

Das Buch gehört zu der Buchreihe “sehen staunen wissen”. Im Bereich “wissen” beschreibt der Autor, auf welche Ballspiele der moderne Fußball zurückgeht und wie er sich im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Beim Wissen geht es um das Regelwerk und die Aufgabe eines Schiedsrichters. Der Bereich “staunen” deckt beispielsweise die Bereiche Frauenfußball, erfolgreiche und berühmte Fußballer sowie die Pflege des Fußballplatzes ab.

Und der Bereich “sehen” beschreibt – beispielsweise – die Ballspiele, die die Vorgänger des modernen Fußballs sind.

Über Verlag und Autoren

Der Verlag ist ja schon in anderen Beiträgen vorgestellt worden. Daher soll hier nicht näher auf ihn eingegangen werden. Über Hornby sind mir keine weiteren Daten bekannt.

Die eigentliche Buchbesprechung

Der Aufbau des Buches kann ja inzwischen als bekannt vorausgesetzt werden. Daher soll an dieser Stelle nicht mehr darauf eingegangen werden. Was soll man auch sagen: In jedem Band dieser Bildsachbuchreihe gibt es großformatige Bilder mitsamt den dazugehörigen Texten zu sehen.

Das Buch bietet eine gute Übersicht über die Sportart. Die Zielgruppe Kinder und Jugendliche ist aber überdeutlich erkennbar. Fußball wird als Sportart zu idealistisch und idealtypisch beschrieben, als daß Erwachsene nicht die große Schwäche des Buches erkennen würden.

Die plakative und oberflächliche Schilderung steht hier im Vordergrund; Hintergrundwissen wird nicht vermittelt. Außerdem ist die Herkunft des Buches aus England überdeutlich sichtbar. Das Buch bemüht sich zwar um eine ausgewogene Darstellung; der englische Fußball überwiegt aber selbst gegenüber Schottland, Wales und Nordirland.

Außer Themen wie die Regelkunde werden hier nicht sehr ausführlich erklärt. Sie werden eher als bekannt vorausgesetzt. An dieser (inhaltlichen) Stelle wendet sich das Buch eindeutig an Jungen. Ihnen muß kein Grundlagenwissen mehr vermittelt werden.

Fazit

Das Buch bietet Kindern und Jugendlichen sicherlich einen spannenden und gut gelungenen Einstieg in das Thema Fußball. Für Erwachsene hat das Buch eher unterhaltsamen Charakter.

Wer Anschriften – beispielsweise für Autogrammwünsche – sucht, muß dann an andere Quellen verwiesen werden. Damit kann das Buch dann doch nicht dienen. Wie schon gesagt: Vom Ansatz hier bietet es einfach nur einen Überblick.

Tim Hammond: Sport

: Geschichte, Technik und Regeln von über 50 Disziplinen

Das Buch ist im Jahre 2007 im Gerstenberg-Verlag aus den niedersächsischen Hildesheim erschienen. Es ist 64 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Fußball, Boxen, Gewichtheben, Billard und Eishockey sind ja noch Sportarten, die bei uns in Deutschland bekannt und wohl auch beliebt sind. Rugby,Squash, Kricket, Baseball und Bogenschießen sind dagegen eher Randsportarten, die in der Öffentlichkeit nur wenig beachtet werden und dementsprechend auch nur wenig Zuspruch bei den Sportlern finden.

Das vorliegende Buch stellt die oben erwähnten, aber auch andere Sportarten vor. Das Buch gehört zu der Buchreihe “sehen staunen wissen”.

Im Bereich “sehen” zeigt es zum Beispiel, woraus ein Baseball besteht, wie ein Golfball vom Abschlag bis ins Loch gespielt wird und wie sich die Tennisschläger im Verlauf der letzten 100 Jahre veränderte.

Im Verlag des Bereichs “staunen” geht es beispielsweise um Sportler mit Kriegsbemalung und um den bislang größten Basketballspieler.

Beim “Wissen” geht es beispielsweise um die verschiedenen Gürtel beim Judo und die Armsignale der Schiedsrichter beim American Football.

Über Verlag und Autoren

Der Verlag ist ja schon in einem anderen Artikel in dieser Internetplattform vorgestellt worden. Daher soll an dieser Stelle nicht weiter auf ihn eingegangen werden. Über Tim Hammond sind im Internet keine weiteren Daten zu finden. Daher kann er an dieser Stelle auch nicht weiter vorgestellt werden.

Die eigentliche Buchbesprechung

Den unterschiedlichen Sportarten werden 1 bis 2 Seiten vorgestellt. Jeder Beitrag beginnt mit einer kurzen Einleitung. Die Schrift ist bei der Einleitung – wie gewohnt – doppelt so groß wie bei den übrigen Texten.

Dann folgt der übrige Teil. Hier stehen die Bilder eindeutig im Vordergrund. Sie sind allesamt farbig; es gibt Zeichnungen genauso wie Fotographien. Jedem Bild ist ein kurzer, informativer Text zugeordnet.

Die Vorgehensweise von Autor und Verlag = Herausgeber ist an einigen Stellen kritikwürdig. Schaut man sich Bereiche wie die Leichtathletik, das Turnen oder das Kapitel Kegeln, Bowle und Bowling an, sind sie viel zu kurz geraten. Die anglo-amerikanischen Sportarten (Kricket, American Football oder Baseball) werden dagegen wesentlich umfangreicher erklärt. An dieser Stelle ist überdeutlich zu spüren, daß die Buchreihe ursprünglich aus England kommt. Insbesondere auf dem deutschen Markt wäre es schon sinnvoll gewesen, den Schwerpunkt auf die hier populären Sportarten zu legen.

Ein Fazit

Für jüngere Leute ist das Buch sicherlich gut gemacht. Sie werden hier auf optisch ansprechende und leicht verständliche Art und Weise an den Sport herangeführt. Wer weitergehende Informationen sucht, wird dabei auf andere Literatur zurückgreifen müssen.

Ronny Galczynski: Frauenfußball

Ronny Galczynski: Frauenfußball von A – Z Das Lexikon des deutschen Frauenfußballs Spielerinnen, Vereine und Rekorde Viele Hintergrundgeschichten

Das Buch ist im Jahre 2010 im Schlüter-Verlag, Hannover, erschienen. Es ist 392 Seiten dick.

Es greift – sieht man, wie erfolgreich Frauenfußball in den vergangenen Jahren gewesen ist, ein aktuelles Thema auf, das inzwischen wohl auch die Männerwelt – nicht nur wegen des hübschen Aussehens vieler Spielerinnen – interessieren dürfte.

Die Inhaltsangabe

Dieses Lexikon stellt “die besten Spielerinnen, die erfolgreichsten Clubs, die spektakulärsten Rekorde” vor. Ein historischer Abriß soll die Geschichte des deutschen und internationalen Fußballs vorstellen. Es gibt am Ende des Buches einen umfangreichen Statistikteil, der viel Wissenswertes über den Fraußenfußball national wie international enthält.

Über den Autoren

Ronny Galczynski ist nicht nur Buchautor, sondern auch Sportjournalist. Hier schreibt also ein Fachmann.

Über den Verlag

Den Humboldt-Verlag gibt es seit 1953. Als er damals das erste Buch herausgab, hieß er noch Verlag Lebendiges Wissen. Die ersten Fachbücher waren nach Verlagsangaben thematisch an die Unternehmungen der Namensstifter Alexander von Humboldt (1769 – 1859) und Wilhelm von Humboldt (1767 – 1835)angelehnt; die beiden von Humboldt-Brüder unternahmen ja bekanntlich zahlreiche Forschungsreisen in alle Welt.

Der Verlag gehörte bis zum Jahre 2000 zu Langenscheidt. Die österreichische Verlagsgruppe Koch International erwarb ihn 2009, verkaufte ihn im Jahre 2007 aber wieder an die Schlütersche Verlagsgruppe aus Hannover. Dort wird “Humboldt” inzwischen als eigenständiges Produkt geführt.

Die eigentliche Buchbesprechung

Das Buch hat tatsächlich Lexikoncharakter. Das Themenspektrum wird so, wie in der Inhaltsangabe vorgegeben, abgearbeitet. Alphabetisch geordnet. Gehört sich ja so für ein Nachschlagewerk, oder?

Es gibt einige Wappen und Logos zu sehen, gelegentlich aber auch Farbfotos von Mannschaften und Spielerinnen. Galczynski ist Journalist; wieso er Autogrammkarten für Spielerinnenporträts benutzt, ist ein wenig schleierhaft.

Jemand, der beispielsweise die Vereinsenzyklopädie des FC St. Pauli geschrieben hat, hätte doch auch Originalfotos besorgen können, nicht wahr?

Ansonsten macht es richtig Spaß, das Buch zu lesen. Es ist informativ gestaltet und flott geschrieben. Ganz egal, ob der Leser beruflich oder privat mit dem Frauenfußball zu tun hat oder sich nur nebenbei, quasi am Rande damit zu tun hat: Der Informationsgehalt ist so hoch, daß er auf jeden Fall einen Nutzen davon hat.

Das Fazit

Wer sich für Fußball jedweden Geschlechts interessiert, wird hier eine lesenswerte und informative Lektüre in den Händen halten.

Hier sind viele Daten und Fakten enthalten, die man im normalen Tagesgeschäft nicht mitbekommt, daher auch eine Vorstellung davon hat, wie es um den Frauenfußball bestellt ist. Fußball und Kommerz – dieses Thema wird hier zwar nicht angesprochen.

Was aber nicht ist, kann ja noch kommen.

WAS IST WAS von Elmar Brümmer: Sport

von :

Das Buch ist im Jahre 2006 im Tessloff-Verlag aus Nürnberg 2006 erschienen. Es ist 48 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Sport ist eine Freizeitbeschäftigung, die viele Menschen nicht nur interessiert, sondern auch zum Mitmachen anregt. Doch wer waren die ersten Sportler überhaupt? Was ist Extremsport?

Die beiden Autoren beschreiben die allgemeine Geschichte des Sports von der grauen Vorzeit bis heute. Sie gehen dabei auf die Herkunft so beliebter Sportarten wie Fußball, Hockey, Eishockey, Tischtennis, Boxen und Skifahren ein, um nur einige Beispiele zu nennen.

Doch auch vermeintliche Randthemen wie das Doping, berühmte Sportler, Olympia und Kommerz im Sport werden angesprochen.

Das Thema “Berufssport” wird nicht explizit in einem eigenen Kapitel angesprochen. Was schon etwas bedauerlich ist, dann je nach Sportart – wie etwa Tennis, Reitsport oder Boxen, um mal solche zu nennen, die in dem Buch auch tatsächlich erwähnt werden – kann unternehmerische Selbständigkeit für einen Sportler schon eine Alternative sein.

Über die beiden Autoren

Sowohl Brümmer und Zeyer sind Sportjournalisten.

Über den Verlag

Ragnar Tessloff gründete den nach ihm benannten Verlag im Jahre 1956. Und zwar in Hamburg. Gab er anfangs amerikanische Comics wie “Tom & Jerry” heraus, kamen im Laufe der Zeit Sachbücher hinzu. Die “WAS-IST-WAS”-Reihe gibt es seit 1961.

Was als Monatszeitschrift begann, sollte wegen des großen Erfolges – es gab vorher noch keine Sachbücher ausdrücklich für Kinder – die Buchform später hinzukommen. Tessloff hat hier offensichtlich eine Marktlücke geschlossen.

Über das Buch

Das Buch ist – was Seitengestaltung und Inhalt anbelagt – eine Mischung aus Fotos, Texten, farbig unterlegten Textblöcken, Glossars und farbig passenden Seitenhintergrund. Das vorliegende Buch macht so einen modernen Eindruck.

Was Schreibstil und Informationsgehalt anbelangt, ist das Buch durchaus für Kinder und Jugendliche geeignet, kann aber auch für Erwachsene als Einstieg in die jeweilige Materie genutzt werden. Was einfach nur heißen soll, daß die Ausführungen leicht verständlich geschrieben sind.

Weiterführende Literatur zu den einzelnen Sportarten gibt es dann in jeder gut sortierten Stadtbücherei.

Die Texte werden hier im Fließtext dargeboten. Die Bilder sind ergänzend beigefügt und dienen der Illustration.

Die Idee, Wissen für Kinder in dieser Form zu präsentieren, scheint sich durchgesetzt zu haben. Schaut man in Buchhandlungen bzw. öffentlichen Buchreihen nach, sind Bücher wie die was-ist-was-Buchreihe auch heute noch erhältlich.

Die Themenvielfalt ist sehr breit gefächert. Was darauf hindeutet, daß sie bei den Zielgruppen gut ankommen.

Ein Fazit

Das vorliegende Buch bietet einen guten Einstieg in das Thema “Sport”. Wer allerdings Informationen sucht, die über einen allgemeinen Einblick hinausgehen, wird schon zu tiefergehender Literatur greifen müssen.

Günter Wetzler: Armbrust-Schießen

: Armbrust-Schießen & Hobby

Das Buch ist im Jahre 1997 im Weinmann Verlag aus Berlin erschienen. Es ist 126 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Das vorliegende und hier besprochene Buch ist nach den Worten der Inhaltsangabe auf dem hinteren, schwarzen und mit zwei Schwarzweißfotographien versehenen Buchdeckel ein “Standardwerke über das moderne Armbrustschießen”. Es beschreibt die verschiedenen Armbrusttypen. Das Buch erklärt die sichere Benutzung der Armbrust in der Freizeit und beim Sport.

Der Inhaltsangabe zufolge möchte das Buch Einsteigern, Hobbysportlern und Leistungsschützen gleichermaßen viele nützliche Tipps für die Neuanschaffung, aber auch die Pflege der Ausrüstung, das Einschießen und die Wettkampfmöglichkeiten bieten.

Über den Verlag

Der Weinmann-Verlag ist in Berlin ansässig. Er gibt nach eigenen Angaben seit über 50 Jahren sportbezogene Fachliteratur heraus. Diese Bücher wenden sich nach Verlagsangaben an Übungsleiter wie aktive Spieler gleichermaßen. Anfängern soll beim Training geholfen werden. Schon erfahrene Spieler sollen neue Impulse erhalten. Dies soll in Form von zuverlässigen, verständlichen Trainingsanleitungen geschehen. Die Bücher sollen also sportbezogene Ratgeber sein.

Über den Autoren

Wetzler ist ein Diplom-Ingenieur. Weiter Angaben sind nicht über ihn im Buch enthalten. Es ist also nicht ersichtlich, wie er mit dem Sport verbunden ist, beispielsweise als aktiver Sportler, Übungsleiter oder Verbandsfunktionär.

Über das Buch

Soweit zur Theorie. Doch wie sieht die Praxis aus? In dieser Hinsicht ist das Buch schon ein wenig merkwürdig. Hier steht eindeutig das Sportgerät, also die Armbrust, im Vordergrund. Ihre Materialeigenschaften, ihre Bedienung, ihre Pflege – all das sind die Themen, die hier angesprochen werden. Das Buch hat dabei schon eindeutigen Werbecharakter. Seitenweise werden hier nämlich Armbrüste anhand ihrer technischen Daten und eines dazugehörigen Schwarzweißtotos (!) vorgestellt. Wenn dies nicht Verkaufsförderung ist, was denn bitteschön dann?

Wieso hier ausgerechnet Schwarzweißfotos benutzt werden, ist mir unverständlich. Drucktechnisch wäre es wohl möglich gewesen, hier auch Farbfotos zu nutzen. An dieser Stelle sei ein Wort zum verwendeten Papier erlaubt. Es ist dieses glänzende Papier, wie es oft in den Werbebroschüren der `60er und `70er Jahre verwendet wurde. Die Publikation macht so einen antiquierten Eindruck.

Welchen Sinn macht es, ein Buch mit so offensichtlich tagesaktuellen Bezügen herauszugeben? Gibt es die hier erwähnten Armbrüste überhaupt noch? Hat sich das Sportmaterial nicht inzwischen weiterentwickelt, so daß es neue, modernere Produkte auf dem Markt gibt?

Als Leser hätte ich mir etwas anderes gewünscht, nämlich, daß der Mensch deutlicher im Vordergrund steht. Gibt es Aufwärm- und Konzentrationstechniken? Wie erreicht man die optimale Schußhaltung? Allein dies sind schon Fragen, auf die bei künftigen Auflagen genauer eingegangen werden sollte. Die Alternative würde darin bestehen, dem Leser von vornherein zu sagen, daß hier die Sportwaffen vorgestellt und besprochen werden, also im Grunde Werbung vorliegt.

Das Fazit

Es gibt nicht viel Literatur über Armbrustschießen, zumindest nicht in öffentlichen Büchereien. Da sollten Verlag und Autor schon darauf achten, welche Informationen wie dargeboten werden.

Marco Ripanti: Petanque

Marco Ripanti: Petanque verständlich gemacht

Das Buch ist im Jahre 2004 im Copress-Verlag aus München erschienen. Es ist 112 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Man sieht es in Parks, freien Plätzen und selbst an Uferpromenaden: Der Petanque- erfreut sich auch bei uns in Deutschland wachsender Beliebtheit. Immer mehr Leute spielen es, zumindest bei warmen Wetter, draußen im Freien.

Ursprünglich aus Frankreich stammend, ist es eine sportliche Freizeitbeschäftigung. Ripanti ist selbst ein erfolgreicher Spieler, der der Inhaltsangabe auf dem hinteren, grünen Buchdeckel zufolge das nationale und internationale Petanque-Geschehen kennt.

Er möchte hier nicht nur die nötigen und erforderlichen Grundlagen des Spiels vermitteln, sondern auch praktische Tipps geben. Ein Glossar und das komplette Regelwerk runden das Gesamtwerk ab.

Die Besprechung des Buches

Die erste Beobachtung: Das Buch ist reichlich bebildet. Die vielen Farbfotos zeigen Spieler genauso wie Spielsituationen. Unter diesem Gesichtspunkt ist das Buch sehr anschaulich geraten. Wie oben schon erwähnt, ist Ripanti ein Fachmann im Petanque-Sport. Dies ist zwar insofern sichtbar, weil Ripanti sehr sachkundig schreibt, ohne allerdings den Fachmann herauszukehren.

Die zweite Beobachtung: Es bleibt nicht bei der trockenen Materie, wie etwa der Wiedergabe der Regelkunde. Ripanti stellt erfolgreich nationale wie internationale Spieler vor, wozu auch ein Interview mit Sascha Koch und Michael Schmidt gehört. Sie gehören zur damaligen Zeit offensichtlich zur führenden deutschen Patenque-Elite, ohne daß sie allerdings in der allgemeinen Öffentlichkeit wahrgenommen worden wären.

Die dritte Beobachtung: Es gibt ein Adreßverzeichnis, in dem der Deutsche Petanque-Verband und seine Landesverbände auftauchen. Wer sich für die Sportart interessiert, kann also gleich Kontakt zu den richtigen Ansprechpartnern aufnehmen.

Betrachtet man das Buch unter diesen Gesichtspunkten, wirkt es wie eine Standortbestimmung des Petanque bei uns in Deutschland im Jahre 2004. Ob und inwieweit sich die Sportart seit dem Erscheinen des Buches verändert hat, ist für den Einsteiger, der neu in der Materie ist, natürlich schwierig zu beurteilen.

Das Buch richtet sich an interessierte Neueinsteiger, die mehr darüber wissen möchten, was sie da sportlich tun. Das Buch bildet da einen guten Einstieg, wenn ein Buch denn überhaupt einen Einstieg bieten kann. Wie heißt es so schön? Learning by doing = Selber machen = Probieren geht über studieren?

Ein Fazit

Schaut man sich das vorliegende Buch an, wird schnell klar, daß Petanque kein Altherrensport ist, das man nur im vorgerückten Alter betreiben kann. In geselliger Runde gespielt, kann es eine angenehme Freizeitbeschäftigung sein. Das Buch ist dabei nicht nur eine Einführung in die Sachmaterie, sondern auch eine Standortbestimmung aus dem Jahre 2004.

Miriam Lopez: Cheerleading

Miriam Lopez Hernandez de Alba: Cheerleading Technik Training Show

Das Buch ist im Jahre 2004 im Verlag Meyer & Meyer, Aachen, erschienen. Es umfaßt 156 Seiten.

Die Inhaltsangabe

Cheerleading kennen wir aus dem Fernsehen. Dort sehen wir es als Begleitprogramm zum American Football. Cheerleading ist aber auch eine eigenständige Sportart, bei der die Elemente Tanz, Akrobatik, Sprechgesangt und Show vorkommen.

Das Buch möchte erklären, worauf es bei der Sportart ankommt. Inhaltlich fängt es beim Aufwärmen und den Dehnübungen an. Über die Sprünge, Cheers und Chats wird der Leser dann zum Dance geleitet. Das Buch enthält nach eigenen Angaben alle Informationen, die mach braucht, “um ein erfolgreiches Team auf die Beine zu stellen”. So formuliert es zumindest die Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel.

Über die Autorin

Lopez Hernandez de Alba ist vom Fach. Sie ist studierte Sportwissenschaftlerin und im klassischen Ballett ausgebildet. Ab 1992 arbeitete sie als Cheerleading Director und Choreographin für die Cheerleader bei Rhein Fire.

Über das Buch

Cheerleading ist in den USA sicherlich als Sportart etabliert. Bei uns in Deutschland führt es – auch wenn im vorliegenden Buch etwas anderes behauptet wird, nämlich daß es auch hier immer mehr Menschen “fasziniert” – immer noch ein Mauerblümchendasein.

In einem kurzen, einführenden Kapitel stellt die Autorin die Aufwärmübungen und die Dehnübungen vor, mit denen sich die jungen Damen auf das Cheerleading vorbereiten können. Den mit Abstand größte Teil des Buches machen aber die Beschreibungen aus, die den Lesern die Sprünge, Stunts, Armbewegungen usw. vorstellen. Es gibt sowohl einen Textteil wie die dazugehörigen Farbfotos. Gezeigt wird hier das Endergebnis. Wie die Cheerleader in die gewünschte Stellung kommen, bleibt ihnen also im Grunde selbst überlassen.

Die Texte sind leicht verständlich geschrieben, somit auf für den Anfänger geeignet. Alte Hasen werden die Bewegungsabläufe natürlich alle kennen; ihnen wird man hier nichts Neues mehr erzählen können. Das Buch wendet sich daher vorrangig an Neueinsteiger, wobei nicht so ganz klar ist, ob der auch für die Herren der Schöpfung geeignet ist. Gezeigt werden jedenfalls keine.

Was dem Buch fehlt, ist ein Adreßverzeichnis. Wo kann man Cheerleading heute betreiben? Nur auf dem hohen professionellen Niveau von Rhein Fire (falls es die noch geben sollte?)? Oder ist das auch bei anderen Vereinen in der Provinz möglich?

Das Fazit

Cheerleading wird derzeit noch nicht als eigenständige Sportart, sondern eher als Begleitprogramm für ein American-Football-Spiel wahrgenommen. Das vorliegende Buch ist aber eine informative Einführung in die Bewegungsabläufe der Sportart Cheerleading. Über American Football erfahren wir hier zum Glück nichts. Wer etwas darüber erfahren möchte, wird also zu andere Lektüre greifen müssen.

Qi Gong – Qingshan Liu

Qi Gong: Der chinesische Weg für ein gesundes, langes Leben – Liu Qingshan

Jahrtausende alte Weisheit

MQA. Eine Abkürzung, die nicht jedermann sofort zuordnen kann, die letztlich aber ganz einfach zu dechiffrieren ist: Die Münchener Qigong-Akademie wurde begründet von Großmeister Qingshan Liu, der ihr immer noch vorsteht, und der einen zeitlosen und fantastischen Klassiker seiner Lieblings- und Nebenbeschäftigung im Südwest-Verlag aufgelegt hat.

Sein Können und Interesse wurden ihm in die asiatische Wiege gelegt, denn schon seit vielen Generationen wurde das mehr oder wenige geheime Wissen der Qigong-Tradition in seiner Familie weitergegeben.

So wundert auch sein Werdegang nicht, bis es ihn schließlich nach Deutschland verschlagen hat, wo er nun nicht nur seiner Akademie in München vorsteht, sondern sich auch als gefragter Referent und Buchautor einen besonderen Namen gemacht hat.

Was Liu, zumindest dem Klappentext nach, von anderen Qigong-Lehrern unterschiedet, ist seine Fähigkeit ein bestimmtes energetisches Umfeld zu schaffen, das Teilnehmern sofort die einzigartige Wirkung dieser wohl ältesten aller Bewegungskünste offenbart.

Just jene authentische und mächtige Kraft ist auch in den Zeilen und Bildern dieses Buches spürbar, welches beim Leser direkt den Zugang zur Methodik ermöglicht und Appetit macht auf diese unheimlich feinfühlige und heilende Bewegung.

Die Begrifflichkeiten werden klar, prägnant und vor allen Dingen nicht zu ausufernd erklärt. Eine Einführung in die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), die Definition des Qi, der Körper-Geist-Zusammenhang und die historischen, kulturellen und energetischen Grundlagen des Qigong werden so simpel und anschaulich erklärt, dass man anschließend einen gesunden, theoretischen Unterbau zur Verfügung hat.

Auch die spezielle Geschichte des Qigong und die diversen Schulen, die sich gebildet haben, werden zusammenfassend angeführt, so dass man hinterher wirklich zu unterscheiden weiß, und nicht, wie meist üblich, noch verwirrter als vorher ist.

Herzstück sind dann aber die praktischen Übungen, die ganz wunderbar nähergebracht werden. Denn hier haben Text und Bild die richtige Mischung. Die visuelle Orientierung, das sogenannte Modelllernen, gelingt dank dem Großmeister selbst wunderbar; Ausgangsposition, Wirkung, und vor allen Dingen die Atemabfolge während der Übung können nach und nach intergiert werden.

Besonders hervorzuheben muss man aus orthopädischer und sporttherapeutischer Sicht die großartige Bewusstheit für körperliche Vorgänge, auf die der Autor an den entsprechenden Stellen immer wieder hinweist.

Geöffnete Schulterblätter, lockere Arme, langsames Anheben, vorsichtige und langsame Herangehensweise: all das kann man sich in jeder Bewegungsstunde (auch durch ein Buch angeleitet) nur wünschen.

Die in China häufig praktizierten 18 Figuren der Qigong-Harmonie werden ebenso komplett vermittelt wie die 8 Figuren für den Alltag, die eher aus der Taiji/Kungfu-Richtung kommen.

Abgerundet wird alles durch grundlegende Überlegungen zur Qigong-Praxis und -Lebensweise. Das ist nicht immer einfach, didaktisch manchmal vielleicht etwas zu fordernd (Üben Sie drei Mal täglich, gehen sie um die und die Zeit ins Bett etc.), aber immer authentisch und sinnvoll ins Ganze integriert.

Fazit:

Ein großartiges, wegweisendes Standardwerk, was jeder, der sich für Bewegung und Harmonie interessiert, lesen sollte, denn so einfach und kraftvoll sind europäischen Anwendern die Prinzipen noch nicht geschenkt worden. Ein Klassiker der klassischen Bewegung.

Muskeltraining für Frauen

Muskeltraining für Frauen – Das sanfte Workout für den ganzen Körper

Inhalt:

Einleitung – 3 Minuten
Infoteil – 8 Minuten
Programm komplett – 66 Minuten
Mobilisierungspart “Mobil” – 15 Minuten

1. Nackenstretch
2. Wirbelsäulenstretch
3. Armrotation
4. Leistenpresse
5. Vorwärtspunch
6. Armlift
7. Armschwinger
Kräftigungspart “Basics – 31. Minuten
8. Brustschwimmen
9. Rumpfbeugesitz
10. Brustpressen
11. Flankendehnung
12. Kombiniertes Beinheben
13. Vorwärts- und Rückenstretch
14. Vorwärtsbeuge
15. Seitenstretch
16. Gestrecktes Beinheben
17. Gebeugtes Beinheben
18. Beinkreuzer
19. Beckenlift
20. Power – Crunch
Advanced – Part “Plus – 8 Minuten
21. Beinöffner
22. Überroller
23. Brücke
24. Schulterstand
Tiefenentspannung  - 12. Minuten

Wellness – DVD  2. Minuten

Credits – 1. Minute

Features:
- extra Infoteil
- zusätzliche Tiefenentspannung
- Programm mit oder ohne Anleitung wählbar
- verschiedene Trainingsprogramme Mobil/Basic/Plus etc.

DVD/Fazit:

Das Frauen ihren Körper anders trainieren müssen als Männer, ist klar. Viele Programme sind aber leider nicht auf die speziellen Ansprüche der Frauen ausgerichtet. Mit “Muskeltraining für Frauen – das sanfte Workout für den ganzen Körper” wurde die erste DVD auf den Markt gebracht. die wirklich auf den weiblichen Körper ausgerichtet ist.

Diese DVD regt zu einem täglichen und vor allem schonenden Training an, nicht nur bestimmte Teile des Körpers werden trainiert, der ganze Körper wird mit dem Trainingsprogramm auf gesunde Art in Form gebracht.

Der Vorteil gegenüber anderen -DVD´s liegt klar auf der Hand:  Eine ECHTE Frau und keine spindeldürre Trainerin in Neon-Leggings führt durch das Programm, so wird die ganze Trainingseinheit um Längen glaubhafter. Alle Übungen werden im Vorfeld genau erklärt, sogar das Ein- und Ausatmen ist hörbar.

Muskeltraining für Frauen – Das sanfte Workout für den ganzen Körper ist die optimale Ergänzung zu einem Ausdauerprogramm. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es wirklich hält, was es verspricht und sich die gewünschten Resultate in kurzer Zeit einstellen. Der Besuch in einem Fitnessstudio wird dank dieser DVD überflüssig.

Aber nicht nur die Muskeln werden aktiviert, ein gesundes Training hat viele Vorteile; die Gelenke werden stabiler, die Körperhaltung verbessert sich automatisch, der Hormonspiegel wird auf natürliche Art geregelt und die Figur wird schlanker und fester.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem schonenden und effektiven Workout ist, wird mit dieser DVD voll und ganz zufrieden sein. Um das Ergebnis zu optimieren, muss ein Ausdauertraining absolviert werden. Am besten eignet es sich, vor Muskeltraining für Frauen – das sanfte Workout für den ganzen Körper, mindestens eine halbe Stunde zu joggen, Radfahren, oder einen Crosstrainer zu verwenden. Dieser fördert im Vorfeld schon den ganzen Körper und entspannt die Muskeln zusätzlich und bereitet sie auf das kommende Muskeltraining optimal vor.

Die Traummannschaft

Sergio Olguín: Die Traummannschaft

Inhalt
Ariel lebt in Buenos Aires, er ist 15 Jahre alt, liebt Fußball – wie sollte es auch anders sein – und jobbt über die Ferien bei seinem Onkel im Gemüseladen. Es ist mörderisch heiß, bald Weihnachten – und auch sonst ist in dieser Fußballgeschichte von der anderen Seite der Erdhalbkugel manches anders als gewohnt. Da muss die siegreiche Mannschaft schon vor dem Abpfiff schauen, dass sie Land gewinnt. Sonst setzt es Prügel von den Verlierern, oder dem parteiischen Schiedsrichter! Und die gefürchteten Gardelitos, eine Gang von Dieben und Schlägern, setzt sich zusammen aus korrupten Polizisten!

Doch Ariel kommt klar, er hat einige Fähigkeiten, gute Freunde und die Kraft der ersten Liebe auf seiner Seite.
Ariel kann mit sicherer Hand drei Kilo Apfelsinen zusammenpacken, er geht zur Kiste, packt Orangen in eine Tüte und trifft auf zehn Gramm genau die richtige Menge, drei Kilo zu einem Peso. Das kann nicht jeder! Doch als Patricia, genannt Pato, in den Laden kommt, fällt ihm zuerst gar nichts mehr ein. Ariel ist plötzlich schwer verliebt. Dass seine Angebetete im Elendsviertel Villa Fiorito lebt, stört ihn erst einmal nicht. Wie alle anderen auch, die dort nicht leben, geht er da nicht rein.

Man mag in Villa Fiorito keine Fremden und die Welt dort mit Arealen, die diesen oder jenen gehören, wo man hingehen kann oder besser nicht, ist für alle „Außenseiter“ auch schwer zu durchschauen. Aber Ariel hat bald keine Wahl, als ihm Pato vom einzigen Schatz ihrer Familie erzählt, der gestohlen wurde und das ausgerechnet von den Gardelitos. Wenn Patos Vater das erfährt, wird der Kummer ihn töten! Denn trotz aller Not und lukrativen Angeboten hat Patos Familie nie daran gedacht, diesen Schatz zu verkaufen: Den Ball, mit dem Diego Maradona als kleiner Junge gespielt hat. Maradonas erster Ball! Denn auch Maradona stammt aus Villa Fiorito und Patos Vater kann sich noch gut an ihn erinnern.

Jetzt haben die Gardelitos den Ball und sicher werden sie ihn zu Geld machen! Aber Ariel verspricht Hilfe und organisiert seine Freunde, doch Fiorito zu durchqueren und den kriminellen Polizisten zu trotzen ist ganz und gar keine Kleinigkeit! Doch die gefährliche Aktion endet mit einem Wunder, Ariel erobert Maradonas Ball zurück: „Ich nahm ihn an die Brust, wie ein guter Torwart, wenn er nach einem gefährlichen Schuss den Ball sichert. Der Ball hat gepocht, ich schwör’s.”

Der Autor
Sergio Olguin wurde 1967 in Buenos Aires geboren, wo er auch heute noch lebt. Er arbeitet neben seiner Schriftstellertätigkeit als Journalist, die Traummannschaft ist sein drittes Buch.

Fazit
Der Roman, der auch problemlos als Jugendbuch gelesen werden könnte, bezaubert durch seine unmittelbare, klare Sprache, seinen Witz und seine Spannung. Man kann nicht anders, als Ariel, seiner taffen Pato und den Freunden die Daumen zu halten – und natürlich ist es gut, dass Diego Maradonas Ball nun sicher verwahrt ist. Springfield ist die Fortsetzung des Romans, im Jahr darauf sind die mutigen Freunde als Austauschschüler in den USA.

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