‘CD’
Visions von DJ Bobo
DJ Bobo ist ein Schweizer Musiker und Tänzer, der 2012 sein 20. Bühnenjubiläum feiert. Sein Album „Visions“ erschien 2003 und heißt genau so wie die Tour, mit der DJ Bobo im gleichen Jahr durch Deutschland und die Schweiz reiste. In der Limited Edition dieser CD ist zusätzlich noch ein Autogramm von DJ Bobo enthalten.
Musik
Die Musik auf diesem Album von DJ Bobo zeigt wieder einen erstaunlichen Mix aus den Dance Klängen vom Beginn seiner Karriere und anderen musikalischen Einflüssen, wie spanischen Gitarrenklängen oder einem Popsound. Die Stimme von Anthony Moriah ergänzt die gesungenen oder gerappten Passagen auch auf diesem Album sehr gut.
Ein Lied, das besonders aus diesem Album hervorsticht, ist „Chihuahua“, das in Spanien als Werbelied genutzt wurde. Es macht Spaß, hat einen fetzigen Rhythmus und bleibt im Ohr, definitiv ein Partylied.
Auch „I Believe“ ist ein Song der mir sehr gut gefällt. Nicht nur die Musik macht dieses Stück zu etwas Besonderem, sondern auch der Text, der einem in schwierigen Situationen wieder Mut machen kann. Wenn man an etwas glaubt, wird man dadurch stark, ist eine der Botschaften des Liedes.
Persönlicher gestaltet sind die Lieder „Do You Remember“ und „Music Is My Passion“. Wenn man genau auf den Text achtet, dann geht es bei „Do You Remember“ um DJ Bobos Sohn und wie es war seine jetzige Frau getroffen zu haben. „Music Is My Passion“ erzählt die Geschichte, wie er zur Musik gekommen ist und was er so sehr daran liebt.
Der Song „One Vision One World“ war zu der Zeit als das Album erschien, der offizielle AIDA Clubsong auf den Kreuzfahrtschiffen. Auch die anderen Lieder dieses Albums haben positive Texte und sind an den Titel des Albums „Visions“ angelehnt.
Trackliste
1. I Believe
2. Rock My World
3. Do You Remember
4. One Vision One World
5. Chihuahua
6. Discovery
7. Visions
8. Change the World
9. Let Me Be the One
10. Let’s Come Together (We Are Family)
11. Angel
12. Music Is My Passion
13. I’m Living a Dream
14. Like a Bird
Bonus Track:
15. I Believe (Pop Version)
Fazit
Das Album „Visions“ beinhaltet ein paar wirklich tolle Songs, doch alles in allem ist es nicht eines der besten Alben von DJ Bobo. Ich will nicht sagen, dass die Lieder schlecht sind, doch es gibt andere Alben auf denen ich mehr Lieder finde, die mir gefallen. Das merkt man auch daran, das auf Konzerten höchstens die Lieder „Chihuahua“ und „I Believe“ von dieser CD gespielt werden und keine der anderen. Ein gutes Album, aber nicht eines meiner Favoriten von DJ Bobo.
Celebration von DJ Bobo
DJ Bobo ist ein Schweizer Musiker, der 2012 sein 20. Bühnenjubiläum feiert. Zu seinem 10. Bühnenjubiläum 2002 hat er das Album „Celebration“ heraus gebracht, auf dem seine erfolgreichsten Songs zu finden sind. Das Album gibt es in verschiedenen Versionen, unter anderem als Doppel-CD.
Musik
Das Album präsentiert bekannte Songs von DJ Bobo im neuen Gewand oder mit Unterstützung von anderen Künstlern. Unter anderem kann man DJ Bobo im Duett mit Emilia oder Irene Cara hören, aber auch Gruppen wie die No Angels oder ATC singen mit ihm zusammen.
Auf der CD findet sich auch ein Duett mit der verstorbenen Melanie Thornton, das einen an ihre wundervolle Stimme erinnert. Wundervoll ist auch das Lied „Lonely 4 You“, das von Anthony Moriah gesungen wird, der mit seiner Stimme zu begeistern weiß.
Extra für dieses Album hat DJ Bobo den Song „Celebration“ gecovert, der natürlich hervorragend zu einem Jubiläumsalbum passt und bei so etwas nicht fehlen darf.
Auch die zweite CD beinhaltet viele von DJ Bobos Lieder, die man in diesen Versionen vorher noch nicht so häufig gehört hat oder die es vorher nicht auf CD gab. Darunter befindet sich auch ein Megamix, der einen in Partylaune versetzen kann.
Die wichtigsten und bekanntesten Lieder aus zehn Jahren DJ Bobo sind auf diesem Album vertreten und sind ein tolles Jubiläumsgeschenk an seine Fans, die ihn in dieser Zeit begleitet haben.
Trackliste
CD 1
1. Celebration
2. Somebody Dance With Me (2002)
3. Everybody (with Emilia)
4. Tell me Why (with Gölä)
5. Where Is Your Love (with No Angels)
6. Pray (2002)
7. Love Of My Life (with Melanie Thornton)
8. Together (with ATC)
9. There Is A Party (2002)
10. Freedom (2002)
11. Love Is The Price (Spanglish version)
12. Respect Yourself (2002)
13. What A Feeling (with Irene Cara)
14. It’s My Life
15. Lonely 4 You (DJ Bobo feat. Tone)
16. Let The Dream Come True (2002)
17. Around The World
18. Wonderful Day
19. Shadows Of The Night (with VSOP)
CD 2
1. Colors Of Life (Pure Mix)
2. Take Control (New Version)
3. Radio Ga Ga (Queen dance traxx feat. DJ Bobo)
4. Celebrate (Latin Version)
5. Come Take My Hand (The New Atlantis Version)
6. Love Is All Around (UK Radio Version)
7. Lies (Video Version)
8. Keep On Dancing (New Version)
9. I’ll Be There (Single Version from Spain)
10. Hard To Say I’m Sorry (Video Version)
11. Nightfly
12. B&B Megamix
+ Bonus Multimedia Track
Fazit
Ein durch und durch gelungenes Jubiläumsalbum, das neue Versionen von Liedern aus zehn Jahren DJ Bobo beinhaltet. Doch nicht nur neu abgemischte Versionen von alten Liedern machen dieses Album so reizvoll, auch die vielen Künstler, die DJ Bobos Lieder zusammen mit ihm neu interpretieren, sind ein Hörgenuss. Daumen hoch für dieses tolle Album.
Pirates of Dance von DJ Bobo
DJ Bobo ist ein Schweizer Musiker und Tänzer, der seit 1992 erfolgreich Alben veröffentlicht. Seine Lieder steigen zwar meistens nicht auf hohe Plätze in den Charts, doch er hat eine Treue Fangemeinde, die regelmäßig seine Konzerte besucht.
Das Album „Pirates of Dance“ ist 2005 erschienen. Neben DJ Bobo kann man auf diesem Album auch Anthony Moriah als Sänger hören, der DJ Bobo ebenfalls auf der „Pirates of Dance“ Tour begleitete.
Musik
Wie schon der Titel des Albums vermuten lässt, hat diese CD Piraten als Thema und viele der Lieder drehen sich auch inhaltlich um Piraten. Wie immer bei Alben von DJ Bobo, gibt es eine gute Mischung aus schnellen und langsamen Liedern und auch Liebeslieder passen dann auf einmal zu Piraten.
Neben Songs mit den von DJ Bobo bekannten Dance Beats gibt es aber auch Lieder, die eher in die Richtung von Pop gehen. Die CD hat auch zahlreiche wunderschöne Balladen zu bieten und ist alles in allem ein eher ruhiges Album.
Der Titelsong des Albums „Pirates of Dance“ bringt gut die Stimmung rüber, die man von Piraten erwartet und der eingängige Refrain lädt zum mitsingen ein.
Zu den Balladen auf dieser CD kann man die Titel „Amazing Life“, „Give Peace a Chance“ oder „I Need Your Love“ zählen, die durch ihre Melodien und Texte überzeugen können. Ob nun das Leben oder die Liebe besungen wird, alle Lieder klingen wunderschön und können einem ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.
Etwas ganz Besonderes ist das Lied „No Matter What People Say“. Es entstand nachdem DJ Bobo auf einem Konzert ein behindertes Mädchen getroffen hat und der Text beschreibt dieses Treffen. Das Mädchen ist kurz danach verstorben, aber dieses Lied ist eine kleine Erinnerung an sie.
Zu meinen Lieblingsstücken auf diesem Album zählen die doch sehr unterschiedlichen Lieder „Pura Pasión“ und „Garunga“. „Pura Pasión“ wird hauptsächlich von Anthony Moriah gesungen, der jeden mit seiner Stimme verzaubern kann und auch die Botschaft des Songs überzeugt. Bei „Garunga“ handelt es sich um ein geheimnisvolles Lied, das die Reise zu einer Pirateninsel beschreibt und eine gruselige Atmosphäre vermittelt.
Trackliste
1. Pirates of Dance
2. Amazing Life
3. Pura Pasión
4. Dance into the Light
5. No Matter What People Say
6. Give Peace a Chance
7. Hey Nanana
8. One Night in Heaven
9. Ghost Ship
10. Garunga
11. I Need Your Love
12. 1000 Miles
Fazit
Ein abwechslungsreiches Album, das etwas ruhigere Töne als sonst präsentiert. Die CD bietet eine gute Mischung aus Balladen und schnelleren Songs und lässt die Piraten wieder auferstehen.
Håkan Hardenberger(Solist), Thomas Dausgaard (Dirigent), Helsingborg Symphony Orchestra – ORCHESTERWERKE von Knudåge Riisager (Komponist)
Knudåge Riisager
Knudåge Riisager war ein dänischer Komponist. Er wurde am 06. März 1897 in Kunda in Estland geboren und lebte bis zum 26. Dezember 1974, wo er in Kopenhagen verstarb. Sein Vater war Chef einer Zementfabrik in Kunda.
Knudåge Riisager absolvierte in Kopenhagen ein Studium der Staatswissenschaft und Politwissenschaft. Nebenbei nahm er Privatunterricht in Musiktheorie bei Otto Malling und Peder Gram. Musik studierte er dann weiter auch in Paris und Leipzig. Von 1926-1947 war er Beamter in Kopenhagen. Er übernahm 1956 die Leitung des Konservatoriums, die er bis 1967 inne hatte.
Thomas Dausgaard
Thomas Dausgaard ist ein dännischer Dirigent. Er wurde am 04. Juli 1963 in Kopenhagen geboren. Sie 1997 hat Thomas Dausgaard die Stelle des Chefdirigenten des Schwedischen Kammerorchesters inne.
Von 2001 bis 2004 war er der Hauptgastdirigent des Dänischen Nationalen Symphonieorchesters und wurde 2004 dessen Hauptdirigent. Damit war er der erste dänische Dirigent, der diese Stelle annehmen durfte.
Im März 2006 wurde der ursprüngliche Vertrag bis 2010 verlängert. Im Oktober 2009 hat Thomas Dausgaard beschlossen, den Vertrag mit dem Orchester zu erneuern, so dass sein Engagement im Juni 2011 endet.
Anschließend bekommt Thomas Dausgaard den Titel als Ehrendirigent mit ein paar Konzerten jährlich. Außerdem hat Dausgaard eine internationale Karriere in Europa und Amerika mit Dirigaten beispielsweise des Gewandhausorchesters Leipzig, den Wiener Symphonikern, Holland Radiofilharmonikere, BBC Philharmonic Orchestra und dem Royal Philharmonic Orchestra.
Für die Zukunft sind Auftritte mit den Bamberger Symphonikern, Sinfonieorchester in Boston, Houston und Toronto, den Wiener Symphonikern und dem NDR Sinfonieorchester in Hamburg geplant.
Helsingborg Symphony Orchestra
Das Helsingborg Symphony Orchestra (HSO) wurde 1912 gegründet und ist damit eines der ältesten Symphonieorchester. Das Orchester spielte im Laufe der Jahre unter Leitung von Stein Frykberg, John Frandsen und Okko Kamu. 2006 übernahm Andrew Manze das Orchester als Chefdirigent, das derzeit 61 Mitglieder zählt.
Inhalt
Die besten Stücke auf der CD sind die beiden Suiten aus Schlaraffenland. Sie sind fröhlich und bissig. Sie haben Tragweite. Man lässt sich mit der Musik in die Zauberwelt entführen.
Die Ballettmusik Tolv med Posten und Darduse sind wie reine Flocken anzuhören, leicht und bezaubernd. Das Concertino für Posaune und Streichorchester ist sehr kurz. Obwohl auch von Thomas Dausgaard dirigiert und auch von dem Helsingborg Symphonieorchester mit dem Solisten Håkan Hardenberger gespielt, ist die Musik sehr kurzlebig.
Fazit
Eine schöne CD eingespielt vom Helsingborg Symphonieorchester dirigiert durch den begabten Dirigenten Thomas Dausgaard mit dem bekannten Solisten Håkan Hardenberger. Man erhält einen Einblick in die skandinavische Musik, die brilliant dargeboten wird.
Vampires von DJ Bobo
DJ Bobo ist ein Musiker aus der Schweiz, der seit 1992 erfolgreich Musik macht und 2012 sein 20. Bühnenjubiläum feiert. Das Album „Vampires“ stammt aus dem Jahr 2007 und bildete die Grundlage für die „Vampires Alive“ Tour 2008.
Musik
Die CD bietet wieder einen bunten Mix aus altbekannten und neuen Klängen und ist sehr stark an das Thema Vampire angelehnt. Manche Lieder sind sehr düster angelegt, was aber sehr gut zu dem Album passt und einen gewissen Reiz beinhaltet.
Zwischen rockigen Songs und Liedern mit spanischem Einschlag mischen sich aber auch Lieder mit ruhigen Tönen. Als Beispiel hierfür sei „We Gotta Hold On“ genannt, eine wundervolle und anrührende Ballade, aber auch das Lied „Angels of Darkness“ überzeugt mit seinen sanften Klängen und dem eingängigen Refrain.
„Vampires are Alive“ ist auch ein toller Song, bei dem es sich sozusagen um den Titelsong dieses Albums handelt. Neben viel Gesang von DJ Bobo sind auf dieser CD wieder viele Lieder in denen Textpassagen gerappt werden. Dadurch wirkt das Album abwechslungsreicher und frischer.
Zu meinen Lieblingsliedern von „Vampires“ gehören „Because of You“, „We Gotta Hold On“ und „I’m Crazy“, aber auch die anderen Lieder machen gute Laune und laden zum tanzen ein mit ihren eingängigen Texten und mitreißenden Beats.
Zusätzlich zu der CD gibt es in dieser Version des Albums noch eine DVD mit Videos zu verschiedenen Liedern von DJ Bobo und einem Blick hinter die Kulissen von verschiedenen Videoclip-Drehs. Dieser Einblick in die Produktion der Videoclips ist wirklich interessant und ein netter Bonus zu der CD.
Trackliste
1. Vampires are Alive
2. Welcome to Eternal Youth
3. Vampires Celebrate
4. Because of You
5. Creature of the Night
6. We Gotta Hold On
7. I’m Crazy
8. Rock the Night
9. Dangerous
10. Angels of Darkness
11. We Are What We Are
12. Beautiful
13. Blood on Fire
Bonus-DVD
The Videos:
1. Secrets of Love
2. Amazing Life
3. Pirates of Dance
4. Chihuahua
5. Chihuahua (Live)
6. I Believe
7. Celebration
8. Colors of Life
9. Hard to Say I’m Sorry
10. What a Feeling
Behind the Scenes:
1. DJ Bobo & Sandra
2. Making of a Cartoon Clip
3. Eine lange Nacht in Hamburg
4. Celebration in Südamerika
5. More Colors of Life
6. Videodreh mit Hindernissen
7. Explosion im Europa-Park
Fazit
Mit dem Album „Vampires“ hat DJ Bobo es mal wieder geschafft ein tolles Album zusammen zu stellen, dass das Thema Vampire sehr gut rüber bringt. Die Lieder sind originell und laden zum mitsingen und tanzen ein.
Von schnellen bis langsamen Songs ist alles vertreten und für jeden findet sich ein Lieblingslied. Ein wirklich gelungenes Album.
Himmel Auf von Silbermond
Die Band:
Schon mit ihrem Debütalbum “Verschwende Deine Zeit” und der Single “Symphonie” konnte die junge Band aus Bautzen ihren Durchbruch feiern. In ihrer weiteren Karriere sind Silbermond vor allem durch Balladen wie “Das Beste” oder “Durch Die Nacht” bekannt geworden, die jedoch nur einen kleinen Teil ihres musikalischen Spektrums ausmachen.
Und so avancierten Stefanie Kloß (Gesang), Johannes und Thomas Stolle (Bass sowie Gitarre und Klavier) und Andreas Nowak (Schlagzeug) in den letzten Jahren zu einer der erfolgreichsten deutschen Bands, die mit zahlreichen Preisen wie dem Echo, dem Comet, der 1Live Krone und einem MTV Europe Music Award ausgezeichnet wurde.
Neben den Livequalitäten ist es vor allem das soziale Engagement, dass der Band am Herzen liegt. Die Musiker pflegen ein sehr enges Verhältnis zu ihren Fans und haben schon zahlreiche Wohltätigkeitskonzerte gegeben.
Das Album:
Mit “Himmel Auf” legen die vier Musiker nunmehr ihr viertes Studioalbum vor. Vergleicht man die vierzehn Titel des Albums mit früheren Songs, so fällt auf, dass die Produktion diesmal eine Spur größer und ausgefeilter daherkommt.
Klar, mit wachsendem Erfolg steigen auch die eigenen Ansprüche. Und vielen Bands, die mit zwei erfolgreichen Alben gestartet sind, ging beim dritten oder vierten Album die Luft aus. Diese Gefahr ist bei “Himmel Auf” nicht gegeben.
Im Gegenteil. Wer Silbermond bisher nur im Radio wahrgenommen hat und sie auf Songs wie “Symphonie” oder “Das Beste” reduziert, wird angenehm überrascht sein. Musikalisch findet man Anleihen bei Coldplay, den Foo Fighters oder Herbert Grönemeyer, ohne dass auch nur ein Song nach billiger Kopie klingt.
Silbermond sind in sich gewachsen und schaffen es, diese Anleihen in ihren eigenen Sound zu packen
Schon der Opener “Unter der Oberfläche” macht neugierig und zeigt das musikalische Thema des Albums: ruhige Gitarren mit einer eingängigen Melodie. Doch schon der nächste Song stellt unter Beweis, dass Silbermond auch eine Rockband sind.
”Gegen” ist eine echte Livenummer und eine Abrechnung mit allen Misanthropen. Mit “Himmel Auf” folgt der Titelsong, der erst nach dem zweiten oder dritten Hören richtig ins Ohr geht, dafür aber um so nachhaltiger gefällt.
Die weiteren Songs halten diesen Standard. “Weiße Fahnen”, “Du Fehlst Hier” oder “Das Gute Gewinnt” sind echte Glanzlichter. Vor allem “Weiße Fahnen” macht deutlich, warum Silbermond 2006 mit dem Fred-Jay-Preis für ihre Texte ausgezeichnet wurden.
In diesem Song wird das Thema Kindersoldaten so einfühlsam und prägnant verarbeitet, dass man eine Gänsehaut bekommt. Natürlich darf auf einem Silbermond-Album eine klassische Ballade nicht fehlen. Mit dem schlichten “Ja” hat die Band eine wahre Perle am Start. Eine wunderschöne Liebeserklärung, die durchaus das gleiche Hitpotential besitzt, wie seinerzeit “Das Beste”.
Trackliste:
01 – Unter Der Oberfläche
02 – Gegen
03 – Himmel Auf
04 – Wofür
05 – Ja
06 – Teil Von Mir
07 – Irgendwo In Der Mitte
08 – Für Dich Schlägt Mein Herz
09 – Weiße Fahnen
10 – Ans Meer
11 – Es Geht Weiter
12 – Waffen
13 – Du Fehlst Hier
14 – Das Gute Gewinnt
Fazit:
Silbermond haben mit diesem Album einen weiteren Schritt nach vorne getan, ohne ihre Wurzeln zu verleugnen. Die Attribute authentisch und sympathisch haben hier keinen negativen Touch.
“Himmel Auf” ist ein hörenswertes Album, dass ein gutes musikalisches Spektrum besitzt und textlich komplett zu gefallen weiß.
Egal ob Statements über Freundschaft (“Irgendwo In Der Mitte”, “Du Fehlst Hier”), oder Kriege (“Weiße Fahnen”, “Waffen”) oder der Aufruf immer weiter zu machen (“Es Geht Weiter”) – die Band trifft stets die richtigen Worte ohne kitschig, pathetisch oder anbiedernd zu sein.
Hinzu kommt, dass es Stefanie Kloß mit ihrer Stimme schafft, den Texten die nötige Intensität zu geben. Wer die Band aus Sachsen bisher nur am Rand wahrgenommen hat, sollte sich mit diesem Album intensiv auseinander setzen. Es lohnt sich!
Fantasy von DJ Bobo
DJ Bobo ist ein Musiker aus der Schweiz, dessen Karriere 1992 in der Zeit des Eurodance begann. Seitdem hat er zahlreiche Alben veröffentlicht, unter denen sich auch schon ein paar „Best of“ Alben befinden. Er schaffte es sich immer wieder neu zu erfinden und die Fans mit seiner Musik zu begeistern. Das Album Fantasy erschien 2010 und bildete die Grundlage für die Welttournee „Fantasy“ 2010. Dies ist das letzte Album auf dem Anthony Moriah zu hören ist, der unerwartet noch vor Beginn der Tour verstorben ist.
Musik
Die Musik des Albums dreht sich, wie der Titel schon vermuten lässt, um Fantasie und an welche Orte sie einen entführen kann. Die Songs bieten gewohnte Töne von DJ Bobo, die man eigentlich auch auf seinen CDs erwartet und viele neue Einflüsse, die die Musik frisch und frech erscheinen lassen. DJ Bobo schafft es hier gekonnt seine Musik von damals mit der Musik von heute zu verbinden.
Das Lied „The Voice Of Freedom“ ist eigentlich ein Cover des Songs „Agolo“ von Angelique Kidjo. Zusammen mit DJ Bobo hat sie diesen Song umgeschrieben und was dabei heraus gekommen ist, kann sich wahrlich hören lassen.
Mit „Roll Up“ ist DJ Bobo in eine ganz andere musikalische Richtung gegangen als sonst, da dieses Lied Elemente von traditioneller indischer Musik beinhaltet. Dadurch wirkt der Song aufregend exotisch und irgendwie anders und ist definitiv einer der Ohrwürmer auf diesem Album.
„Take Me To The Top“ ist wahrscheinlich einer der bekannteren Titel von dieser CD, da es der Titelsong zur TV Show „Germany’s Next Showstar“ war. In dieser Show hat DJ Bobo nach einem Act für seine Fantasy Tour gesucht und ihn auch gefunden.
Eines meiner Lieblingslieder ist „Ready To Fly“, das mir vom Text und der Musik her mit am Besten gefällt. Der Beat geht einfach gleich ins Ohr und auch der Refrain ist sehr eingängig.
In dieser Edition des Albums gibt es auch noch eine zweite CD, die einen Megamix von DJ Bobos bekanntesten Titeln beinhaltet und Lieder wie „Pray“ oder „Freedom“ in einem neuen Mix präsentiert.
Trackliste
CD 1
1. This Is My Time
2. The Voice Of Freedom
3. Superstar
4. Roll Up
5. Take Me To The Top
6. Tarzan Boy
7. Ready To Fly
8. Forever
9. Tonight
10. Fantasy
11. A Good Heart
12. Upside Down
13. A Moment To Remember
CD 2
1 – 29 DJ Bobo Greatest Hits Megamix
Fazit
Mit “Fantasy” hat DJ Bobo es wieder geschafft ein interessantes Album zu produzieren, das durch seine Vielfalt überzeugen kann. Von leisen bis lauten Tönen ist alles dabei und ich denke jeder wird sein Lieblingslied auf diesem Album finden können.
Dancing Las Vegas von DJ Bobo
DJ Bobo ist ein Schweizer Künstler, der mittlerweile schon 20 Jahre lang Musik macht. Seit er 1992 mit der Single „Somebody Dance With Me“ berühmt geworden ist, hat er zahlreiche Alben herausgebracht, unter denen auch schon einige „Best of“ Alben sind. Er schafft es nach 20 Jahren immer noch seine Fans zu begeistern, da er immer wieder andere Stile in seine Musik einfließen lässt und diese dadurch frisch und neu wirkt. „Dancing Las Vegas“ ist das neuste seiner Alben, mit dem er 2012 auf Welttournee geht.
Die Musik
Das Album „Dancing Las Vegas“ ist eine gute Mischung aus Liedern im altbekannten Stil von DJ Bobo und Liedern mit Einflüssen wie Reggae oder Synthiesound. Die Titel machen gute Laune, laden zum Tanzen und Mitsingen ein und bleiben einem direkt im Kopf. Ohrwurmpotential ist hier garantiert.
Bei dem Thema des Albums „Las Vegas“ darf natürlich der Titel „Viva Las Vegas“ von Elvis nicht fehlen, den DJ Bobo auf seine ihm eigene Art und Weise neu interpretiert und verjüngt hat.
Lieder wie „Gotta Go“ oder „La Vida Es“ bleiben einem schon nach einmaligem Hören im Kopf hängen und zaubern einem ein Lächeln auf das Gesicht. Aber nicht nur die Musik an sich, sondern auch die Texte können begeistern. Sie reichen von der Beschreibung einer Partynacht in einem Club bis zu Liebesballaden.
Das Lied „Love Never Dies“ präsentiert sich eher mit leiseren Tönen und ist dem verstorbenen Anthony Moriah gewidmet, der lange Jahre mit DJ Bobo zusammen auf Tour war. Ein Song der jeden berührt, der einen geliebten Menschen verloren hat.
Mein absolutes Lieblingslied von diesem Album ist „Dead Or Alive“, in dem es um die Zukunft unseres Planeten geht und ob dieser noch gerettet werden kann. Abgerundet wird das Album noch mit einer Bonus DVD, die einen Blick hinter die Kulissen bietet und zeigt, wie das Album und die Konzerte geplant wurden und wie viel Arbeit darin steckt.
Tracklist
1. Everybody’s Gonna Dance
2. I Love My Radio
3. Gotta Go
4. Everybody’s Free
5. Love Never Dies
6. La Vida Es
7. Hypnotic
8. You Drive Me Crazy
9. I’m Living To Love You
10. Dead Or Alive
11. Robin Hood
12. Hero Of The Night
13. Viva Las Vegas
Bonus DVD
1. 3D Videoclip “Viva Las Vegas” – Making Of
2. 1000. Concert – Engelberg – Doku
3. 1001. Concert – Las Vegas – Doku
4. TV-Commercial “Dancing Las Vegas”
5. Making The Album “Dancing Las Vegas” – Doku
6. “Everybody’s Gonna Dance” – Videoclip
Fazit
“Dancing Las Vegas” ist wieder ein tolles Album von DJ Bobo, der immer noch weiß, wie er sich wieder neu erfinden kann. Die Musik geht ins Ohr und die DVD mit den Dokumentationen ist das Sahnehäubchen auf dem Ganzen.
Bis Ans Ende Der Welt von Santiano
Die Band:
Der in Flensburg ansässige Musikproduzent Hartmut Krech hatte die Idee, Shantys mit traditionellen Volksliedern und Irish Folk zu mischen. Er lud sich die Musiker Hans-Timm Hinrichsen, Axel Stosberg, Björn Both, Andreas Fahnert und Pete Sage ins Studio ein und Santiano erlebte ihre Geburtsstunde
Das Album:
Für ihr Debütalbum „Bis Ans Ende Der Welt“ nahmen Santiano 13 Songs auf und plünderten in bester Piratentradition die verschiedensten Genres: Schlager, Volkslieder, Irish Folk. Alles untermauert mit einem Shantychor.
Und wer glaubt, diese Mischung kann nicht funktionieren wird schon nach dem ersten Track „Santiano“ ein wenig ins Grübeln geraten. Eine eingängige Melodie und nette Gesangspassagen laden zum Mitwippen ein.
Auch Flachlandtiroler müssen anerkennen, dass hier fünf Musiker mit viel Spaß und guter Laune bei der Sache sind. Dies hat sich inzwischen nicht nur an der deutschen Küstenregion herumgesprochen. Nach einem Fernsehauftritt bei Carmen Nebel startete das Album bis auf Platz 1 der deutschen Charts durch und hat inzwischen Goldstatus erreicht.
Ein Erfolg, der auch gerechtfertigt ist, denn auch die restlichen zwölf Tracks bieten Abwechslung und gute Laune. Gelungene Coverversionen wie „Weit Übers Meer“ (Cover von David´s Song) oder „Garten Eden“ (Cover von Scarborough Fair) wissen dabei ebenso zu gefallen wie eigene Songs. „Alle Die Mit Uns Auf Kaperfahrt Fahren“ hat einen humorvollen Text und lädt ebenso wie „Es Gibt Nur Wasser“ zum Mitsingen ein.
Etwas skeptisch war ich, als ich „500 Meilen“ und „Whiskey In The Jar“ auf der Titelliste entdeckte. Beide Titel sind dermaßen oft gecovert worden, dass hier die Frage im Raum stand, ob sich Santiano damit wirklich einen Gefallen getan haben.
Aber auch diese Hürde meistern sie. Vor allem der alte Thin-Lizzy-Klassiker „Whiskey In The Jar“ passt hervorragend zum Sound von Santiano. Auch die Mischung aus deutschen und englischen Titeln („Whiskey In The Jar“, „Irish Rover“ und „Blow Boys Blow“) ist nicht störend, sondern verleiht dem Album zusätzliche Abwechslung.
Trackliste:
01 – Santiano
02 – Frei Wie Der Wind
03 – Weit Übers Meer
04 – Whiskey In The Jar
05 – Alle Die Mit Uns Auf Kaperfahrt Fahren
06 – Es Gibt Nur Wasser
07 – Auf Nach Californio
08 – Garten Eden
09 – Irish Rover
10 – 500 Meilen
11 – Der Wind Ruft Meinen Namen
12 – Blow Boys Blow
13 – Land In Sicht
Fazit:
Santiano legen mit „Bis Ans Ende Der Welt“ ein richtig gutes Debüt vor. Musik, Texte und Stimmen bilden eine homogene Einheit, die einfach gute Laune macht. Lückenfüller oder gänzlich schlechte Titel sind nicht vorhanden. Aus jedem Ton sprüht dem Hörer der Duft nach Seeluft, Freiheit und Abenteuer entgegen.
World War Live – Battle Of The Baltic Sea von Sabaton
Die Band:
Die schwedische Power-Metal-Band Sabaton, deren Name sich von einem Eisenschuh ableitet, der im Mittelalter als Teil einer Rüstung getragen wurde, hat sich in wenigen Jahren von einem Geheimtipp zu einer festen Größe in der Szene etabliert.
Musikalisch prägen Keyboardelemente, eingängige Melodien und die raue Stimme von Joakim Brodén den Sound von Sabaton.
Textlich dreht sich bei der Band alles um das Thema Krieg oder Kriegsführung. Dabei werden Themen wie der Kampf der finnischen Armee im Winterkrieg ebenso behandelt wie der griechisch-italienische Krieg im Jahr 1941 oder die 7. deutsche Panzerdivision.
Die Band legt allerdings größten Wert darauf, dass ihre Texte den Krieg nicht glorifizieren, sondern das sie lediglich Geschichten erzählen.
Das Album:
Im Lauf der Jahre haben sich Sabaton den Ruf einer exellenten Liveband erspielt. Ein Ruf, der auf zahlreichen Festivals untermauert wurde. Ein Livealbum war daher nur eine Frage der Zeit. „World War Live – Battle Of The Baltic Sea“ wurde noch mit der alten Besetzung aufgenommen, die bis zum Frühjahr 2012 Bestand hatte.
Dieses Line-Up bestand aus Joakim Brodén (Vocals) und Pär Sundström (Bass), die weiterhin bei Sabaton den Ton angeben sowie Oscar Montelius (Gitarre), Rikard Sundén (Gitarre), Daniel Mullbach (Drums) und Daniel Myhr (Keyboards). Mit dem Livealbum bekommen die Hörer ein solides Package, bestehend aus zwei CD´s und einer DVD.
Im Booklet finden sich Informationen über Band und Tour, die gut auf das Liveereignis einstimmen.
Disk 1 spiegelt Aufnahmen vom Sabaton-Cruise-Konzert im Dezember 2010 wieder. 15 Songs, die alle bekannten Titel wie „Ghost Division“, „40:1“, „Attero Dominatus“ oder „Primo Victoria“ beinhalten.
Der druckvolle Sound, den Sabaton auf ihren Studioalben anschlagen, kommt hier gut zum Ausdruck und vermittelt, warum die Band auf der Bühne ein echtes Erlebnis ist. Etwas unglücklich sind die zum Teil recht langen Ansagen in schwedisch.
Dadurch geht für die Hörer ein wenig von der Interaktion zwischen Band und Publikum verloren.
Auf der zweiten CD sind dann überwiegend Songs zu finden, die nicht auf der ersten Scheibe vertreten sind. Darunter eher unbekannte Stücke wie „Talvisota“ oder „7734“. Diese Aufnahmen entstanden im Rahmen der World War Tour 2010.
Leider schafft es diese CD nicht so optimal, die Atmosphäre eines Sabaton-Konzertes einzufangen. Dies mag sicher auch daran liegen, dass die Aufnahmen an unterschiedlichen Orten entstanden sind und sich daher ein echtes Konzertfeeling nicht einstellen möchte.
Die DVD kann dann das Liveerlebnis Sabaton wieder besser spiegeln. Hier ist die Band bei einem Auftritt im schwedischen Falun zu erleben. Zwar dämpfen auch hier die schwedischen Ansagen ein wenig die Liveatmosphäre, doch Songs wie „The Art Of War“, „Wolfpack“ oder das „Metal Medley“ und die euphorischen Reaktionen der Fans machen deutlich, warum Sabaton zur ersten Liga der Metalbands gehören.
Minuspunkt an der DVD ist die Kameraführung, die oft sehr ruckelig daherkommt und manche Einstellung unpassend auf den Bildschirm bringt. Abgerundet wird die DVD durch drei offizielle Videoclips zu „Coat Of Arms“, „Screaming Eagles“ und „Uprising“.
Trackliste Disc 1 – Battle Of The Baltic Sea:
01 – The March To War (Intro)
02 – Ghost Division
03 – Uprising
04 – Aces In Exile
05 – Cliffs Of Gallipoli
06 – White Death
07 – Swedish Pagans
08 – Wolfpack
09 – 40:1
10 – The Art Of War
11 -Attero Dominatus
12 – The Price Of A Mile
13 – Primo Victoria
14 – Metal Medley
15 – Dead Soldiers Waltz (Outro)
Trackliste Disc 2 – World War Tour 2010:
01 – Screaming Eagles
02 – Coat Of Arms
03 – Into The Fire
04 – Talvisota
05 – Final Solution
06 – Back In Control
07 – Panzerkampf
08 – 7734
09 – Hellrider
10 – Panzer Battalion
11 – Rise Of Evil
12 – 40:1
Tracklist DVD – Liva at Falun, 2008
01 – Ghost Division
02 – The Art Of War
03 – Into The Fire
04 – Nuclear Attack
05 – Rise Of Evil
06 – 40:1
07 – Wolfpack
08 – Panzer Battalion
09 – Price Of A Mile
10 – In The Name Of God
11 – Union
12 – A Light In The Black
13 – Primo Victoria
14 – Cliffs Of Gallipoli
15 – Attero Dominatus
16 – Metal Medley
Fazit:
Mit „World War Live – Battle Of The Baltic Sea“ legen Sabaton ein gutes Livealbum vor, dass den Qualitäten der Band jedoch nicht ganz gerecht wird. Zwar haben Sabaton genügend Hits und vor allem das Potential, um live zu überzeugen, jedoch spiegelt das Album dies nicht ganz wieder.
Das Sabaton-Cruise-Konzert fängt die Stimmung schon gut ein, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass das Publikum noch eine Tick mehrt in die Aufnahmen integriert wird. Wer sich an vergangene Sabaton-Konzerte erinnern oder einen ersten Eindruck von den Livequalitäten der Band gewinnen möchte, ist mit diesem Package aber gut beraten.
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