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Erasure - I Say I Say I Say

5 von 5 Alle Rezensionen zu Erasure Redaktion · 2011-07-14 · aktualisiert 2026-10-01

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Erasure - I Say I Say I Say ist das sechste Studioalbum des Synthpop-Duos Erasure von 1994 und laut Rezension vom 14. Juli 2011 mit 5 von 5 bewertet, ein bis ins Detail gelungenes Album in einer Märchenwelt synthetischer Klänge. I Say I Say I Say erschien am 16. Mai 1994, erreichte in Großbritannien Platz 1 und brachte drei Top-20-Singles hervor.

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Am 16. Mai 1994 erschien mit I Say I Say I Say das sechste Studioalbum von Erasure, in Großbritannien bei Mute Records und in den USA bei Elektra. Es ging in den britischen Charts direkt auf Platz 1 und brachte drei Top-20-Singles hervor. Produziert wurde es von Martyn Ware, Gründungsmitglied von The Human League und Kopf von Heaven 17, was der Platte einen ungewöhnlich warmen, plastischen Klang gibt.

Die Titelliste

  1. Take Me Back
  2. I Love Saturday
  3. Man In The Moon
  4. So The Story Goes
  5. Run To The Sun
  6. Always
  7. All Through The Years
  8. Blues Away
  9. Miracle
  10. Because You’re So Sweet

Worum geht es auf I Say I Say I Say?

1994 veröffentlichte das Synthpop-Duo Erasure, bestehend aus dem Sänger Andy Bell und dem Soundtüftler Vince Clarke, sein sechstes Album I Say I Say I Say, welches einen direkt in eine bunte Märchenwelt synthetischer Klänge entführt. Es ist eines dieser Alben, das bis ins Detail perfekt gelungen ist. Schon allein das wunderschöne Cover, das so aussieht, als wäre es direkt einem Märchen der Brüder Grimm entsprungen, erzeugt ein positives Gefühl. Hört man sich das Album dann zum ersten Mal an, hat man die Gewissheit, dass dieses Gefühl das richtige war.

Ein durchgehendes Konzept gibt es nicht, wohl aber eine sehr konsequent gehaltene Stimmung. Die Texte kreisen um Sehnsucht, Liebe und kleine Wunder, die Arrangements bleiben hell und offen, selbst dann, wenn es inhaltlich einmal ernster wird. Wer wissen will, wie ein Popalbum klingt, das ohne Zynismus auskommt, ist hier richtig.

Die Songs im Einzelnen

Take Me Back

Der Opener „Take Me Back“ ist die erste Station dieser Märchenreise. Man wird entführt in ein Reich, in dem man von Libellen und anderem Getier friedlich beäugt wird, in dem es einen großen Wasserfall gibt und scharlachrote Mohnblumen blühen. Die Melodie dieses Songs fängt diese Stimmung perfekt ein, ganz langsam baut sie sich auf und wird immer intensiver.

I Love Saturday

„I Love Saturday“ ist einer dieser typischen Lovesongs von Erasure, meinem Geschmack nach etwas zu süßlich geraten, aber noch in Ordnung. Als dritte Single erschien der Titel im November 1994, begleitet von einer eigenen EP mit drei bis dahin unveröffentlichten Stücken.

Man In The Moon

„Man In The Moon“ ist wieder ein traumhaft schöner Song, in dem es um den einsamsten Menschen auf der Welt geht, ja richtig, um den Mann im Mond, der ab und zu mal ein Lichtchen anmacht, damit man an ihn denkt. Sehr schöne flirrende Synthie-Sounds von Vince treffen auf Andys warmen Gesang. Ein echtes Highlight, dieses Stück.

So The Story Goes

„So The Story Goes“ ist der düsterste Song auf der Platte, wenn man im Falle von Erasure überhaupt von düster sprechen kann, denn für solche Stimmungen sind sie ja eigentlich nicht bekannt. Hier lassen sie es aber dann doch mal durchscheinen. Andys Gesang wird übrigens von einem Knabenchor begleitet, der das Ganze etwas episch wirken lässt.

Run To The Sun

Der Uptempo-Track „Run To The Sun“ ist ein echter Ohrwurm und legt ein verdammt schnelles Tempo an den Tag. Vince zaubert wieder tolle Sounds aus seiner kleinen Zaubermaschine und Andy besingt die Sonne. Als zweite Single erschien der Titel im Juli 1994 und schaffte es ebenfalls in die britischen Top 20.

Always

Mit „Always“ kriegen wir dann auch einen echten Erasure-Klassiker um die Ohren gehauen. Irgendwo zwischen Kitsch und Kunst singt sich Andy zu zuckersüßen Melodien in die Herzen der Erasure-Fans. Der Song war im April 1994 die erste Auskopplung und ist bis heute der Titel, über den die meisten Hörer überhaupt zu der Band finden.

All Through The Years

„All Through The Years“ ist vielleicht mein Lieblingsstück auf dem Album. Wunderbar brodelnde Synthie-Sounds erschaffen ein neues Fenster in diese Märchenwelt von I Say I Say I Say. Man fühlt sich wie auf einem fliegenden Teppich, die Leute und die Umgebung unter sich betrachtend.

Blues Away

Auf „Blues Away“ singt Andy erstmals im sehr hohen Falsett, was für die meisten wohl eher Geschmackssache ist, ist er doch eher für seine soulige Stimme berühmt. Ich mag den Track aber trotzdem, weil er sich von allen anderen unterscheidet.

Miracle

„Miracle“ ist wieder ein echter Märchensong. Andy singt über die Wunder dieser Welt und Vince lässt den Synthie ordentlich brodeln.

Because You’re So Sweet

Die Reise in das Märchenland endet mit der Liebesschnulze „Because You’re So Sweet“, die mir ähnlich wie bei „I Love Saturday“ etwas zu schnulzig geraten ist, aber für die richtige Situation sicherlich ihren Zweck erfüllt.

Andy Bell und Vince Clarke auf dem Höhepunkt

Erasure waren 1994 an einem Punkt, an dem alles zusammenpasste. Vince Clarke hatte den Synthpop in den Achtzigern mit Depeche Mode und Yazoo mitgeprägt und beherrschte seine Maschinen so souverän, dass die Technik hinter den Melodien vollständig verschwindet. Andy Bell, der die Band nach außen verkörperte, sang so entspannt wie nie zuvor. Mit Martyn Ware saß zudem jemand am Pult, der aus derselben Tradition kam und genau wusste, wie viel Raum eine Stimme in einem elektronischen Arrangement braucht.

Für wen lohnt sich das Album?

Für alle, die Synthpop mögen, aber auch für Hörer, die mit elektronischer Musik sonst wenig anfangen können, weil hier die Melodien und nicht die Sounds im Vordergrund stehen. Als Einstieg in die Diskografie des Duos ist es neben The Innocents die beste Wahl. Wer eher das Sperrige sucht, greift zum selbstbetitelten Nachfolger von 1995, der bewusst in die andere Richtung geht. Die erweiterte Neuauflage bietet zusätzlich Material aus derselben Phase, darunter Stücke, die damals nur auf Singles und EPs erschienen. Die Besprechung des sperrigen Nachfolgers von 1995 behandelt düstere Klangflächen und Diamanda Galás als Gast.

Fazit: Lohnt sich I Say I Say I Say?

Mit I Say I Say I Say ist Erasure ein absolutes Meisterwerk gelungen. So gut haben Andy und Vince noch nie miteinander harmoniert, hier ergänzt der eine den anderen mit seinem Können, jede Melodie auf diesem Album ist Gold wert. Auch ist der Sound absolut zeitlos, oder wer hätte gedacht, dass ein über 30 Jahre altes Album immer noch so modern und unverbraucht klingt? Für jeden Synthpop-Fan klar zu empfehlen.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist I Say I Say I Say erschienen?

Erasures Album I Say I Say I Say erschien am 16. Mai 1994, in Großbritannien bei Mute Records und in den USA bei Elektra. I Say I Say I Say ist das sechste Studioalbum von Erasure und erreichte in Großbritannien direkt Platz 1; es war das vierte Studioalbum des Duos in Folge an der Spitze der britischen Charts.

Wer hat I Say I Say I Say produziert?

Produziert wurde Erasures Album I Say I Say I Say von Martyn Ware, Gründungsmitglied von The Human League und Kopf von Heaven 17. Der warme, plastische Klang der Platte geht laut Rezension auf diese Zusammenarbeit zurück.

Welche Singles wurden ausgekoppelt?

Von I Say I Say I Say wurden drei Singles ausgekoppelt, die alle die britischen Top 20 erreichten: Always im April 1994, Run to the Sun im Juli und I Love Saturday im November. Always ist laut Rezension der Titel, über den die meisten Hörer zu Erasure finden.

Worum geht es auf I Say I Say I Say?

I Say I Say I Say von Erasure hat kein durchgehendes Konzept, aber eine konsequent gehaltene Märchenstimmung. Die Texte kreisen um Sehnsucht, Liebe und kleine Wunder, in Man In The Moon um den Mann im Mond; So The Story Goes ist der düsterste Song der Platte.

Ist das Album ein guter Einstieg in Erasure?

Ja, I Say I Say I Say ist neben The Innocents ein guter Einstieg in die Diskografie von Erasure. Auf dem Album stehen Melodien statt Sounds im Vordergrund; wer das Sperrige sucht, greift zum selbstbetitelten Nachfolger von 1995.

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